Fußball heute: Nach der 1:2-Niederlage im Supercup gegen den FC Bayern am Samstagabend schloss Torschütze Fábio Silva einen Abschied von Borussia Dortmund noch vor dem Deadline Day am 1. September nicht aus, wie sport.de berichtet.
Trabzonspor mit offizieller Anfrage
Wie fussballdaten unter Berufung auf die türkische Fanatik berichtet, hat Trabzonspor offenbar Interesse an dem 24-Jährigen bekundet und bereits offiziell beim BVB angefragt. Als bevorzugtes Transfermodell der Türken gilt eine Leihe mit anschließender Kaufoption.
Nach der Verpflichtung von Mohamed Salah sucht Trabzonspor demnach einen weiteren Stürmer und vor allem eine Alternative zu Paul Onuachu – mehrere Namen sollen dafür kursieren, wobei Silva als der prominenteste gilt.
Galetti bestätigt Gespräche mit zwei türkischen Klubs
Transferexperte Rudy Galetti bestätigte am Montag, dass die Dortmunder mittlerweile konkrete Gespräche über eine Trennung von dem Portugiesen aufgenommen hätten – demnach steht der BVB in Kontakt mit Trabzonspor.
Auch Galatasaray soll laut Galetti ein ernsthaftes Auge auf den Offensivspieler geworfen und seine Bemühungen zuletzt intensiviert haben. Ob es dabei um einen festen Kauf oder eine Leihe geht, ließ der Insider bei seiner Einschätzung auf X offen.
BVB ruft diese Ablöse auf
Rund 20 Millionen Euro müsste ein Interessent Schätzungen zufolge aufrufen, um die Dortmunder überhaupt an den Verhandlungstisch zu bringen – alternativ gilt aber auch ein Leihgeschäft als denkbar. Zwar besitzt Silva eigentlich noch einen Vertrag bis 2030, dennoch wird er intern klar als Verkaufskandidat eingestuft.
Der Zeitdruck wächst: Während das deutsche Transferfenster bereits am 1. September um 20 Uhr schließt, bleibt der türkischen Liga noch drei weitere Tage – ein Wechsel nach deutschem Fensterschluss gilt aber als unwahrscheinlich, da der BVB in diesem Fall wohl noch einen Ersatzspieler verpflichten möchte.
Silva hält sich zu seiner Zukunft bedeckt
Auf einen möglichen Abgang angesprochen, äußerte sich Silva in der Mixed Zone nach der Partie zurückhaltend: „Das ist jetzt nicht das Wichtigste. Ich weiß nicht, was passieren wird. Ich fühle mich gut.“
„Ich möchte natürlich mehr Spiele von Beginn an machen und der Mannschaft helfen. Ich möchte noch wichtiger sein. Wenn ich was anderes sage, würde ich lügen. Ich sage immer die Wahrheit.“
Von seiner Qualität ist Silva selbst überzeugt
Von seiner eigenen Qualität, dem Vizemeister weiterzuhelfen, ist der Angreifer überzeugt: „Jeder sieht, was ich letzte Saison gemacht habe, in den Minuten, in denen ich gespielt habe, die Assists, die Bewegungen. Ich bin keine normale 9, eine 9,5.“
Im Duell um den Platz im Sturmzentrum mit Serhou Guirassy musste er bislang aber häufig zurückstehen.
Silvas bisherige Bilanz beim BVB
Erst im vergangenen Sommer war der Portugiese für 22,5 Millionen Euro von den Wolverhampton Wanderers ins Ruhrgebiet gewechselt. Seine bisherige Bilanz nach rund einem Jahr in Dortmund: 40 Pflichtspieleinsätze und vier erzielte Tore.
Den Treffer zum umkämpften 1:2-Endstand im Supercup gegen die Münchner steuerte er am Samstagabend selbst bei.
