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BVB-Bilanz: So teuer war das Königsklassen-Aus wirklich

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Fußball heute: Wie transfermarkt berichtet, hat Borussia Dortmund am Freitag die Geschäftszahlen für das im Juni beendete Wirtschaftsjahr 2025/26 vorgelegt – und damit den bereits im Februar avisierten Jahresverlust offiziell bestätigt.

Diese Zahlen prägen die BVB-Bilanz

Unterm Strich steht ein Minus von 21,7 Millionen Euro, nachdem der Klub im Vorjahr noch einen Gewinn im mittleren einstelligen Millionenbereich verbucht hatte. Sport.de zufolge entspricht der Fehlbetrag exakt der bereits im Februar ausgegebenen Prognose.

Auch beim Umsatz ging es spürbar bergab: Rund zwölf Prozent weniger blieben demnach am Ende hängen – ein Rückgang um 65,5 Millionen Euro auf nunmehr 460,5 Millionen Euro, nach einem Plus von 6,7 Millionen Euro im Jahr zuvor.

Champions League und Klub-WM kosten Millionen

Als Hauptursachen für die roten Zahlen nennt der Verein das frühzeitige Aus in der Champions League sowie fehlende Einnahmen durch die inzwischen nur noch alle vier Jahre stattfindende Klub-WM.

Nach einem 2:0-Hinspielsieg gegen Atalanta Bergamo schied der BVB nach einer 1:4-Niederlage im Rückspiel bereits in der ersten K.o.-Runde aus – laut transfermarkt bezifferte Finanzchef Thomas Treß diesen Verlust an Champions-League-Erlösen allein auf rund 31,4 Millionen Euro.

Cramer sieht den BVB auf soliden Beinen

Geschäftsführer Carsten Cramer versicherte gegenüber sport.de dennoch, wirtschaftlich stehe der Klub weiterhin auf soliden Beinen.

Er erklärte, man habe die komplizierte und extrem komplexe vergangene Saison aktiv genutzt, um an strukturellen Defiziten zu arbeiten, Wachstumspotenziale klarer zu identifizieren und den BVB unabhängiger von Transferaktivitäten sowie zukunftsfähiger aufzustellen. Man gehe demnach gestärkt aus der Vorsaison.

Treß verweist auf solide Kennzahlen

Finanzvorstand Thomas Treß räumte ein: „Der Jahresfehlbetrag von über 20 Millionen Euro ist für uns nicht zufriedenstellend.“

Zugleich verwies er auf solide Kennzahlen: „Gleichzeitig liegt unser Eigenkapital weiterhin bei rund 300 Millionen Euro, die Eigenkapitalquote übersteigt 50 Prozent, neue Finanzschulden wurden nicht aufgenommen sowie keine Kontokorrentkreditlinien in Anspruch genommen.“

Kerngesundes Unternehmen mit klarem Kurs

Trotz der roten Zahlen blicken die Verantwortlichen nach vorn und kündigen weitere Investitionen in die Infrastruktur des Frauen-, Nachwuchs- und Profibereichs an.

Cramer fasst die Grundstimmung im Klub zusammen: „Wir sind ein kerngesundes, starkes Unternehmen mit über 1.000 Mitarbeitenden, maximalen sportlichen Ambitionen und sehr großen Wachstumspotenzialen. Daran lassen wir uns gern in den nächsten zwölf Monaten messen.“

Solide Liga-Saison, schwache Pokal-Bilanz

Sportlich schloss der BVB die Bundesliga-Saison mit 73 Punkten auf Rang zwei ab – für Cramer eine „beeindruckende Saison“, auch wenn Meister Bayern München noch stärker aufgetreten sei.

In Champions League und Pokal habe man dagegen die eigenen Ansprüche verfehlt, so Cramer, der mahnt: „Dieser Zustand schreit nicht nach Wiederholung.“

Diese Ziele hat der BVB für die Zukunft

Für das laufende Geschäftsjahr traut sich der Klub wieder ein positives Ergebnis zu: Die Bandbreite reicht von einer ausgeglichenen Bilanz bis zu einem Gewinn im zweistelligen Millionenbereich, während beim Umsatz ein Anstieg auf bis zu 495 Millionen Euro anvisiert wird.

Für die kommende Saison hat sich der Klub zudem ambitionierte Ziele gesetzt: In der Liga soll mindestens Platz drei stehen, europäisch wie im nationalen Pokal wird jeweils der Einzug in die Runde der letzten 16 angepeilt.

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