Fußball heute: Pünktlich zum Bundesliga-Start verstärkt Sky sein Team mit einem prominenten Neuzugang: Ex-Schiedsrichter Patrick Ittrich wird künftig strittige Szenen und Entscheidungen einordnen. Der 47-Jährige verlässt dafür MagentaTV und soll den Zuschauern die oft komplizierten Regelfragen rund um den Videobeweis verständlich machen.
Bundesliga TV-Übertragung: Vom Feld ans Mikrofon
Wie Bild berichtet und der Sender bestätigte, tritt der Hamburger bei Sky regelmäßig als Schiedsrichter-Experte auf. Zum Einsatz kommen soll er dabei flexibel: mal live aus dem Stadion beim Topspiel, mal aus dem Unterföhringer Studio, mal per Videoschalte. Auch in den Formaten „Sky90“ und „Sky Sport News“ soll Ittrich künftig für seine Einschätzungen zugeschaltet werden.
Für den ehemaligen Referee ist es der nächste Karriereschritt im TV-Geschäft. Seine aktive Laufbahn hatte Ittrich, der 94 Spiele in der Bundesliga leitete, zum Ende der vergangenen Saison beendet. Diesen Schritt hatte er im Frühjahr angekündigt und dabei betont, es sei „die schwierigste Entscheidung, die ich je im Fußball getroffen habe“. Bei MagentaTV war er zuletzt als Regel-Experte bei Welt- und Europameisterschaften im Einsatz, unter anderem bei der WM in diesem Sommer.
Eine seit Jahren vakante Rolle
Mit der Verpflichtung besetzt Sky eine Position neu, die lange verwaist war. Wie digitalfernsehen erläutert, gab es seit dem Wechsel von Alex Feuerherdt – bekannt aus dem Podcast „Collinas Erben“ – zum DFB im Jahr 2023 keinen expliziten Schiedsrichter-Experten mehr beim Sender. Ittrich gilt damit als später und indirekter Nachfolger. Schon während seiner aktiven Zeit genoss er den Ruf, besonders zugänglich zu sein und den Dialog auf Augenhöhe zu suchen.
Genau diese Art will Sky nun nutzen. „Als Schiedsrichter-Experte wird er mit seiner klaren Sprache strittige Szenen klar einordnen und verständlich erklären“, sagte Alexander Rösner, seit der Sky-Übernahme Chefredakteur Sport bei RTL. Die aktuellen Regeln und ihre Auslegung dürften auch in dieser Saison für reichlich Gesprächsstoff sorgen.
Ittrichs eigener Anspruch
Ittrich selbst will sowohl gute Leistungen als auch Fehler klar benennen – und dabei seine eigene Erfahrung einbringen. „Ich weiß aus eigener Erfahrung sehr genau, wie es sich anfühlt, selbst auf dem Platz zu stehen und Entscheidungen in Sekunden treffen zu müssen“, erklärte er. Sein Ziel sei es, nicht nur einzelne Entscheidungen zu bewerten, sondern verständlich zu machen, warum sie oft so schwierig seien und was Schiedsrichter in solchen Momenten leisten müssten.
An der übrigen Experten-Riege ändert sich unterdessen nichts: Rekord-Nationalspieler Lothar Matthäus, die frühere Nationalspielerin Julia Simic und Europameisterin Tabea Kemme analysieren weiterhin das Bundesliga-Topspiel am Samstagabend. Die Personalie Ittrich ist für Sky damit ein wichtiger Baustein zum Start der neuen Saison.
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