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Braunschweig vs. Hertha Stimmen – „Katastrophale Leistung gegen den Ball“

Hertha-Fans

Braunschweig vs. Hertha Stimmen zur 2. Bundesliga: Eine 2:0-Führung, am Ende eine 3:5-Niederlage – Eintracht Braunschweig hat am Freitagabend ein Spiel aus der Hand gegeben, das nach einer halben Stunde noch komplett in die andere Richtung zu laufen schien. Bei den Beteiligten überwog anschließend die Ernüchterung, während Hertha BSC die Aufholjagd feierte.

Eintracht Braunschweig Stimmen – Kornetka: „Katastrophale Leistung gegen den Ball“

Lars Kornetka (Trainer): „Die Hertha hat echt gut ins Spiel gefunden. Wir haben heute gegen den Ball eine katastrophale Leistung gezeigt, das war richtig schlecht. Wir haben überhaupt keinen Zugriff bekommen. Schon in den ersten Minuten haben wir total viele Situationen zugelassen, in denen Hertha durch unsere Reihen spielen konnte. Dann gehen wir trotzdem mit 2:0 in Führung in einer Partie, die bis dahin meiner Meinung nach überhaupt nicht danach ausgesehen hat. Durch Kontersituationen haben wir sogar die Möglichkeit auf 3:0 zu stellen und werden dann für eigene Fehler bestraft. Jetzt haben wir in zwei Spielen zuhause neun Gegentore kassiert. Das ist definitiv zu viel. Auch, wenn es eine junge Mannschaft ist, die sich Fehler erlauben darf, müssen wir viel mehr vom Gegner wegnehmen.“

Florian Flick: „Ich glaube, dass wir uns das Spiel heute alle anders vorgestellt haben. Dass wir in der ersten Halbzeit überhaupt 2:0 führen, war noch das Beste am Spiel. Beim ersten Tor wurden wir eingeladen, das Zweite war ein Standardtor. Wenn man mit so einer Leistung führt, muss man auf jeden Fall so clever sein und das mindestens mit in die Halbzeit nehmen. Es tut einfach extrem weh und deshalb fehlen mir jetzt direkt nach Abpfiff noch die Worte. Ja, wir haben jetzt die ersten drei Heimspiele verloren, aber wir müssen und können das wegstecken. Wir sind noch sehr früh in der Saison und haben in den vergangenen Spielen bereits gesehen, dass wir einen Plan haben.“

Kevin Ehlers: „Gegen den Ball war das heute gar nichts, das wissen wir alle. Wir haben vor dem 1:0 schon Glück, dass wir nicht in Rückstand geraten. Nach dem 2:0 verpassen wir es dann das 3:0 zu machen. Die Gegentore kassieren wir dann viel zu einfach. Dann kommen wir bodenlos aus der Halbzeit. Wir gewinnen keine Zweikämpfe, sprinten nicht an vorne und das reicht dann halt nicht. Ich bin aufgrund der Art und Weise sehr bedient. Das darf so nicht wieder vorkommen.“

Hertha BSC Stimmen: „Ein super Fußballabend“

Stefan Leitl (Trainer): „Erstmal Glückwunsch an meine Mannschaft. Das Spiel hat sehr gut für uns begonnen. Wir waren im Ballbesitz gut und haben schon Momente kreieren können, wo wir gefährlich vor das Braunschweiger Tor kamen. Doch dann geht Braunschweig durch einen individuellen Fehler von uns 1:0 in Führung. Trotzdem haben die Jungs immer wieder weitergemacht. Mit dem Anschlusstreffer und dem 2:2 kurz vor der Halbzeit ziehen wir das Momentum natürlich etwas auf unsere Seite. Die Reaktion der Jungs in der zweiten Halbzeit war dann überragend. Insgesamt war es ein super Fußballabend.“

Josip Brekalo: „Wir sind als Mannschaft sehr eng zusammengewachsen und haben uns vorgenommen, immer alles rauszuhauen. In Spielen wie diesem kannst du deine Mentalität zeigen. Wir haben die ganze Zeit daran geglaubt, dass unsere Situationen kommen werden und dann die richtige Antwort auf dem Platz gegeben. Denn wir wissen, dass wir jeden Gegner schlagen können – egal, ob zu Hause oder auswärts. Ich bin einfach sehr stolz, der Kapitän von so einer Mannschaft zu sein.“

Paul Seguin: „Es macht gerade extrem Spaß! Der Wechsel zum neuen Spielstil ist uns geglückt, es waren alles verdiente Siege. Und was für eine Moral! Ich hatte auch beim 0:2-Rückstand nicht das Gefühl, dass wir hektisch werden. Das Wichtige ist in solchen Situationen, dass wir ruhig bleiben, als Team auftreten und das gemeinsam überstehen. Diese Welle wollen wir jetzt genießen.“

Mads Pedersen: „Wir haben brutale Mentalität gezeigt. Es war zu spüren, dass die ganze Mannschaft das Vertrauen und den Glauben hat. Ich hatte in keinem Moment das Gefühl, dass wir nervös wären oder nicht zurückkommen würden. Nach dem 2:2 habe ich in der Halbzeit die Energie gespürt, das fand ich so geil! Die Mannschaft ist top, vor allem der Zusammenhalt.“

Julian Eitschberger: „Wir haben in der Pause durchgeschnauft und sind dann mit Euphorie in die zweite Halbzeit gegangen, weil das Momentum einfach auf unserer Seite war. Danach hat man gesehen, welche Energie wir auf den Platz bringen können.“

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