Fußball heute: Beim BVB wurden zuletzt drei große Personalentscheidungen getroffen: Die Verträge von Geschäftsführer Carsten Cramer (bis 2031), Sportboss Lars Ricken (bis 2030) und Finanzchef Thomas Treß (bis 2028) wurden vergangene Woche allesamt verlängert. Als nächstes soll Trainer Niko Kovač unterschreiben, dessen Vertrag am Saisonende ausläuft. Doch eine große Personalfrage bleibt offen – und das hat einen Grund, wie Bild berichtet.
Borussia Dortmund: Sammers Zukunft beim BVB nach der Saison offen
Die Zukunft von Klub-Berater Matthias Sammer ist über die laufende Saison hinaus ungeklärt. Sein Kontrakt läuft nach Saisonende aus. Der Europameister von 1996 soll aktuell rund 300.000 Euro im Jahr verdienen – bei seiner letzten Verlängerung musste er bereits eine Halbierung seines Gehalts hinnehmen, da der Klub überall auf die Kosten achtet.
Ein weiterer Faktor: Der neue Sportdirektor Ole Book tauscht sich zwar regelmäßig mit Sammer aus, holt sich aber deutlich weniger Rat als noch Vorgänger Sebastian Kehl. Book setzt auf eigene Ideen, informiert sich bis ins kleinste Detail über potenzielle Neuzugänge und verfügt über ein großes Netzwerk. Als Transfer-Strategen braucht der Klub Sammer daher nicht unbedingt.
BVB-Berater Sammer: Enger Draht zu Kovač – DFB-Angebot unterbreitet
Für Sammer spricht allerdings sein enger Draht zu Trainer Kovač – beide tauschen sich in der Regel mehrfach pro Woche aus, ticken in vielen Dingen gleich, und Kovač holt sich regelmäßig Rat beim Champions-League-Sieger von 1997. Grund zur Eile sieht aktuell keiner der Beteiligten. Am Ende werden Ricken und Cramer entscheiden, ob sie den Vertrag mit der Vereinslegende verlängern und damit auf Kontinuität in der Führungsriege setzen wollen.
Sammer selbst muss dieselbe Frage für sich beantworten – zumal er zuletzt auch dem DFB seine Hilfe beim Neustart mit Bundestrainer Klopp, Sport-Geschäftsführer Mertesacker und Co. angeboten hat. Ob Dortmund oder DFB: Die Sammer-Frage bleibt vorerst offen.
