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1. FC Köln: Funkel verteidigt Wagner – und gibt ihm einen klaren Rat

Köln-Fans

Pfiffe aus dem eigenen Gästeblock nach vier Spieltagen – beim 1. FC Köln steht Trainer René Wagner früh in der Kritik. Friedhelm Funkel kann das nicht nachvollziehen, wie 90min.de berichtet. Die Trainer-Legende verteidigt den Coach gegenüber Bild ausdrücklich, rät ihm aber zugleich zu einem anderen Auftreten in der Öffentlichkeit.

1. FC Köln: Funkel rät Wagner zu mehr Forschheit

„Vielleicht muss René in den Medien etwas offensiver und selbstbewusster auftreten, forscher sein“, sagte Funkel der Bild. Zugleich sieht der 72-Jährige die Vereinsführung um Sport-Geschäftsführer Thomas Kessler in der Pflicht, mit Wagner gemeinsam an dessen Außendarstellung zu arbeiten. Für den FC bedeutet das: Die Kritik ist weniger eine Frage der Ergebnisse als der Wahrnehmung.

Die Unmutsbekundungen der Fans, zuletzt beim 1:2 in Hamburg, hält er für ungerechtfertigt. „Aus meiner Sicht tut man ihm Unrecht“, betonte Funkel. Der FC habe beim HSV gut gespielt und unnötig verloren, in den Heimspielen gegen Hoffenheim und Bremen jeweils eine starke Halbzeit gezeigt. Mit vier Punkten aus vier Spielen könne man zufrieden sein.

FC-Coach Wagner unter Druck: Social Media als Verstärker

Vor allem auf Social Media führt der frühere Coach den enormen Druck auf Trainer zurück, auf den man sich heute einstellen müsse. Gerade bei einem Klub, dessen Anhänger schon nach vier Spieltagen pfeifen, trifft dieser Mechanismus einen Trainer wie Wagner besonders, der noch gar keine Chance hatte, sich mit Ergebnissen abzusichern.

Als richtungsweisend sieht Funkel das Derby gegen Gladbach am 11. Oktober, allerdings „richtungsweisend für die Stimmung“, nicht für die Tabelle. Ein Sieg würde die Diskussion um die Punkteausbeute beenden, eine Niederlage den Druck weiter erhöhen. Für Wagner wird das Rhein-Derby damit zur Bewährungsprobe, noch bevor die Tabelle überhaupt eine Aussage zulässt.

Köln-Prognose: Klassenerhalt ja, einstelliger Platz nein

Für die Saison erwartet Funkel den Klassenerhalt und mehr als die 32 Punkte des Vorjahres, da der Kader verstärkt wurde. Einen einstelligen Tabellenplatz hält er dagegen für unrealistisch. Wer den FC also am oberen Tabellendrittel misst, legt aus Sicht der Trainer-Legende die falsche Messlatte an.

Funkels Einordnung ist damit ein Plädoyer für Geduld. Vier Punkte, ansprechende Halbzeiten und ein verstärkter Kader sind für ihn Argumente, dem Trainer Zeit zu geben. Ob die Fans diese Sicht teilen, entscheidet sich wohl schon im Derby – und daran, ob Wagner den Rat zu mehr Forschheit annimmt.

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