Zum ersten Mal seit Timo Boll im Jahr 2018 steht kein Chinese mehr an der Spitze der Tischtennis-Weltrangliste. Der Japaner Sora Matsushima löste zu Beginn der neuen Woche den amtierenden Weltmeister Wang Chuqin auf Platz eins des Rankings ab.
Tischtennis: Chinas Dominanz bröckelt bei den China Open
Ausgerechnet zu Beginn der China Open als wichtigstem Grand-Smash-Turnier des Jahres verstärkt sich damit der Eindruck, dass zumindest die erdrückende Dominanz der Chinesen im Tischtennis vorerst vorbei ist. Bei den Asien-Spielen vor zwei Wochen verloren sie das Endspiel des Mannschafts-Wettbewerbs mit 2:3 gegen Japan. Bei der Team-WM im Mai kassierten sie zum ersten Mal seit 26 Jahren überhaupt wieder eine Niederlage in einem Weltmeisterschafts-Spiel.
Der 19 Jahre alte Matsushima gewann im vergangenen Jahr das internationale WTT-Turnier in Frankfurt am Main. Er ist der erste Japaner seit Seiji Ono im Juli 1980, der auf Platz eins der Weltrangliste steht. Seit dem Jahr 2000 schafften das nur vier Spieler, die nicht aus China kommen: die beiden Deutschen Dimitrij Ovtcharov und Timo Boll, der Österreicher Werner Schlager sowie Wladimir Samsonow aus Belarus.
(dpa)
