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Hockey-WM: DHB-Team um Kapitän Grambusch startet in Ungewissheit

Tom Grambusch (l) tritt in die Fußstapfen seines Bruders Mats und führt die deutschen Hockey-Herren als Kapitän bei der Weltmeisterschaft in Belgien und den Niederlanden. (Archivbild)

Wenn Tom Grambusch mit den deutschen Hockey-Männern als Titelverteidiger in die Weltmeisterschaft startet, hat der 31-Jährige einigen Teamkollegen etwas voraus. Er weiß, wie man große Titel holt. Der neue Kapitän des Männerteams ist einer von neun verbliebenen Spielern im 20-köpfigen Kader von Bundestrainer André Henning, die 2023 WM-Gold für den Deutschen Hockey-Bund (DHB) gewinnen konnten.

DHB-Herren: Generationswechsel vor Hockey-WM in Belgien

Wenn es am Samstag im belgischen Wavre gegen Malaysia losgeht, ist das ein kleiner Neustart. Die Deutschen haben seit dem Titelgewinn in Indien vor drei Jahren einen Generationswechsel hinter sich. Viele der Weltmeister beendeten ihre DHB-Karrieren. Aus der Mannschaft, die 2025 in Mönchengladbach auch die Europameisterschaft gewinnen konnte, sind noch 13 Spieler dabei.

Für die WM fällt zudem der erfahrene Eckenschütze Gonzalo Peillat verletzt aus. Als Routinier kommt Grambusch im neu formierten Kader eine besondere Rolle zu. Nach dem Karriereende seines Bruders Mats hat der 31-Jährige die Kapitänsrolle bei den Honamas, wie die Auswahl genannt wird, übernommen.

Von einer Favoritenrolle möchte er vorerst nichts wissen. „Für uns wird das hier keine Mission Titelverteidigung, sondern für den überwiegenden Teil der Mannschaft – und damit quasi für uns alle – eine Mission auf Angriff“, sagte Grambusch. „Klar haben „wir“ 2023 den Titel gewonnen. Aber wenn ich „wir“ sage, dann meine ich natürlich die Mannschaft von damals.“

Hockey-WM: Neuer Turniermodus fordert Kapitän Grambusch heraus

Auch Bundestrainer Henning betonte, dass durch den Generationswechsel vieles unklar sei. Verstecken möchte sich der Bundestrainer vor der Konkurrenz aus den Niederlanden, Belgien oder Australien aber auch nicht. „Wenn man in der Lage ist, alle zu schlagen – und das können wir an einem guten Tag – dann wollen wir natürlich auch um den Titel mitspielen“, sagte der Coach.

Viel Eingewöhnungszeit bekommen die DHB-Männer nicht. Bereits im zweiten Vorrundenspiel wartet Gastgeber Belgien als Mitfavorit im neuen Hockeystadion von Wavre – einem der zwei Spielorte dieser WM vom 15. bis 30. August. Der andere ist Amstelveen in den Niederlanden. Im letzten Vorrundenspiel geht es für die Deutschen gegen Frankreich, den EM-Halbfinalisten aus dem Vorjahr.

Im neuen Turniermodus sind alle Vorrundenpartien wichtig. Anders als bislang werden nämlich die Punkte in Zwischengruppen mitgenommen. Bei vorherigen Turnieren ging es nach der Vorrunde direkt in der K.o.-Phase weiter.

DHB-Frauen: Nolte und Danas starten gegen Schottland in WM

Daran müssen sich auch die Damen gewöhnen. „Aufgrund des neuen Modus ist es schon eine andere Herangehensweise für uns“, sagte DHB-Co-Kapitänin Lisa Nolte vor der parallel zu den Männern ausgetragen WM. „Wir gucken wirklich von Spiel zu Spiel, weil jede Partie extrem wichtig werden kann.“

Auch die Danas – also die Damen-Nationalmannschaft – vollziehen einen Generationswechsel. Im 20-köpfigen Kader von Bundestrainerin Janneke Schopman stehen 13 WM-Debütantinnen, vier Spielerinnen haben noch nie ein großes Turnier gespielt. Erfahrung soll Lucina von der Heyde einbringen; die frühere argentinische Nationalspielerin ist dank eines Sonderantrags für den DHB spielberechtigt.

Hockey-WM: Niederlande als Top-Favoritinnen bei den Frauen

Anders als bei den Herren gibt es einen klaren WM-Favoriten: die Niederlande als amtierende Welt- und Europameisterinnen sowie Olympiasiegerinnen. „Ich bin mir ziemlich sicher, dass es schwer sein wird, an den Niederländern vorbeizukommen“, sagte die zweite Co-Kapitänin Linnea Weidemann.

Die Danas treffen in der Vorrunde am Samstag zunächst auf Schottland (11.30 Uhr/ MagentaTV), es folgen die Partien gegen Argentinien (17. August) und die USA (19. August). Die deutschen Herren spielen ihre drei Gruppenspiele an denselben Tagen immer nach dem deutschen Frauen-Team.

(dpa)

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