Russland hat die umstrittene Vergabe der Weltmeisterschaften im Gewichtheben im Jahr 2030 an Moskau begrüßt. „Wir sind der Ansicht, dass der Sport nicht politisiert werden sollte“, sagte die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, wie die staatliche Nachrichtenagentur Tass meldete. Nicht nur sei das Teilnahmeverbot für russische Sportler aufgehoben. „Ebenso fiel auch das Verbot für die Abhaltung von internationalen Wettkämpfen in Russland“, betonte Sacharowa. Dies entspreche dem olympischen Gedanken.
Gewichtheben-WM: Ukraine übt scharfe Kritik an Moskau-Vergabe
Am Sonntag hatte der Weltverband IWF am Rande der aktuellen Weltmeisterschaften in China verkündet, die WM im Jahr 2030 in Moskau austragen zu wollen. In der von Russland angegriffenen Ukraine wurde diese Entscheidung sofort kritisiert.
„Unsere Sportler werden nicht nach Moskau fahren“, kündigte der ukrainische Sportminister Matwij Bidnyj nach Bekanntwerden des Beschlusses an. Er bezeichnete die Vergabe an Moskau als „beunruhigendes und inakzeptables Signal“. Bidnyj geht davon aus, dass kein Land, das etwas auf sich halte, seine Sportler zu dieser Weltmeisterschaft schicken werde.
IOC-Sanktionen gegen Russland: Schrittweise Lockerung trotz Krieg
Nach dem russischen Angriff auf die Ukraine 2022 hatten das Internationale Olympische Komitee (IOC) und zahlreiche Weltverbände russische und belarussische Sportler von internationalen Wettbewerben ausgeschlossen oder nur als neutrale Athleten zugelassen. Diese Sanktionen hoben mehrere Weltverbände und auch das IOC trotz ukrainischer Proteste schrittweise auf.
(dpa)
