Der WM-Spitzenreiter schwächelt noch ein bisschen beim brutalen Schwitz- und Hitzetest in Sepang. Kimi Antonelli verpasste die Top drei bei den beiden Trainingseinheiten in Malaysia als Fünfter und Achter deutlich – trotz eines großen Update-Pakets für den Silberpfeil. Zwischendurch gönnte sich der Italiener von Mercedes bei Temperaturen über 30 Grad und äußerst hoher Luftfeuchtigkeit immerhin eine Abkühlung in der Eistonne.
Formel 1 Malaysia: So viel Bahrain steckt im Rennen
Offiziell ist es der Große Preis von Bahrain – nur halt in Malaysia. Der Iran-Krieg und die Absage des Rennens in der Wüste von Sakhir und des Grand Prix in Saudi-Arabien führten zu der ungewöhnlichen Konstellation. Für den Sieger und die beiden weiteren auf dem Podest wird es daher auch das bahrainische Rosenwasser statt Schampus geben.
Ein Bahrain Village lockt die Fans. Über 560 Mitarbeiter aus Bahrain sollen für einen reibungslosen Ablauf des Grand-Prix-Wochenendes neun Jahre nach dem bisher letzten Formel-1-Rennen in Malaysia sorgen.
Verstappen weiß, wie Siegen in Sepang geht
71 Siege feierte Verstappen in seiner Karriere. Ein Ziel hat er noch für diese Saison: „Ich will in diesem Jahr wenigstens ein Rennen gewinnen.“ Seit dem Finale in Abu Dhabi im Dezember vergangenen Jahres schaffte es der Niederländer nicht mehr auf Platz eins.
Eine Torte gab’s in dieser Woche dennoch – allerdings zum 29. Geburtstag am Mittwoch. Die Chancen auf eine Siegesfeier am Sonntag (09.00 Uhr MEZ/Sky) stehen nach den ersten Eindrücken nun auch nicht schlecht. Schnellster im ersten Freien Training, Vierter im zweiten auf den langsameren Reifen – und starke Zeiten bei den sogenannten Longruns. Sprich: Wenn es im Rennen drauf ankommt.
Ferrari-Teamchef Vasseur bekommt Rückendeckung
Ein offizielles Statement von Ferrari, Rückendeckung von den Fahrern Lewis Hamilton und Charles Leclerc, der im zweiten Training die Bestzeit fuhr, und sogar Unterstützung von Rivalen – da machte Fred Vasseur den Daumen hoch. Die Diskussionen und Spekulationen um den Teamchef der Scuderia sind vor dem Malaysia-Trip richtig in Fahrt gekommen. Befeuert auch von Christian Horner, dem ehemaligen Red-Bull-Erfolgs-Teamboss, der mit einem Posten bei Ferrari kokettierte.
„Wenn du die Rolle übernimmst, weißt du um die guten und schlechten Seiten“, sagte Vasseur im Fahrerlager in Sepang: „Ich bin nicht im Geringsten überrascht, aber wenn die Angriffe persönlich sind, ist es nicht gut.“ Als ihm dann noch Teamchef-Kollege James Vowles demonstrativ zur Seite sprang und die Ferrari-Arbeit als brillant bezeichnete, bekam er vom breit grinsenden Vasseur einen Daumen hoch.
Ernst wurde Vasseur allerdings, als er auf Aussagen von Hamilton angesprochen wurde. Dieser hatte sich tags zuvor klar für den Franzosen ausgesprochen, aber auch über eine Struktur bei Ferrari geredet, die schon seit langer Zeit existiere. Er bezog sich damit wohl auf Hierarchien und Ebenen über Vasseur. „Ich halte es für einen Fehler, mit dem Finger auf jemanden oder etwas oder was auch immer zu zeigen“, betonte dieser nun aber. Man gewinne als Team und man verliere als Team.
Im Kampf um den WM-Titel bei den Fahrern hat Hamilton seine Chancen längst abgehakt. Er ist Dritter mit 103 Punkten Rückstand auf Antonelli. Russell liegt auf Platz zwei, ihm fehlen 66 Zähler auf den Führenden.
Formel 1: Die Warnung vor Schlangen in Sepang
Sie gehören zum Sepang Circuit wie die Murmeltiere zum Kurs in Montréal – nur haben sie kein Fell und sind für die meisten Menschen eher weniger putzig. Die Rede ist von Schlangen. Warnhinweise gibt es reichlich. Auch für den WM-Führenden sogar vom eigenen Team vor der Streckenbesichtigung: „Hüte dich vor den Schlangen, Kimi Antonelli.“
(dpa)
