Um diese beiden Stürmer beneidet Eintracht Frankfurt vermutlich die halbe Fußball-Bundesliga. Younes Ebnoutalib erhielt am Freitag erneut eine Einladung zur deutschen Nationalmannschaft – saß beim 2:2 (1:1) beim SC Paderborn aber zunächst auf der Bank.
Eintracht Frankfurt: Burkardt trifft doppelt gegen Paderborn
Jonathan Burkardt wurde von Bundestrainer Jürgen Klopp nicht berücksichtigt – erhielt dafür aber bei der Eintracht den Vorzug. Das 1:0 in der 23. Minute schoss der 26-Jährige danach genauso wie den späten Ausgleich in der dritten Minute der Nachspielzeit. Und an diesem Tor war alles spektakulär: Die Frankfurter spielten nur noch zu zehnt. Die Vorlage gab der aufgerückte Torwart Noah Atubolu. Und Burkardt traf am Ende per Hacke.
„Ich weiß auch nicht, wieso ich mich für die Hacke entschieden habe. Aber zum Glück war es die richtige Entscheidung“, sagte er bei Sky.
Zwei Fragen drängten sich danach auf: Wie enttäuscht war Burkardt über den Korb von Klopp? Und was bedeutet die Konkurrenzsituation ihrer beiden Stürmer für die Eintracht: einen Leistungsschub oder vielleicht sogar ein atmosphärisches Problem?
Jürgen Klopp: Burkardt über Nationalmannschafts-Korb „ein bisschen traurig“
„Ich war natürlich ein bisschen traurig. Das ist logisch, denn man hofft ja immer, dass man dabei ist“, sagte Burkardt bei DAZN. Der Bundestrainer habe ihm aber „wertschätzende Wort mitgegeben. Ich werde weiter arbeiten und versuchen, bei Eintracht Frankfurt die bestmögliche Performance zu bringen.“ Er sei „zuversichtlich, dass die Nationalmannschaft dann auch wieder kommen wird“.
Was sein Stürmerduell mit Ebnoutalib angeht, möchte Burkardt mit niemandem tauschen: mit Jürgen Klopp nicht und mit Eintracht-Trainer Adi Hütter schon gar nicht. „Das ist schwierig für den Trainer, weil einfach zwei sehr, sehr gute Stürmer da sind“, meinte der ehemalige Mainzer. „Younes ist ein absoluter Top-Stürmer und ich bin auch ein Top-Stürmer. Deswegen ist es wirklich schwer, beide spielen zu lassen.“
Hütter möchte es weiter vom Gegner und von der Taktik abhängig machen, ob er Burkardt, Ebnoutalib oder beide zusammen aufstellt. „Ich habe die glückliche Situation, zwei Stürmer zu haben, die treffen“, sagte er. „Ich bin mit beiden sehr, sehr glücklich und sehr, sehr happy. Es ist ein bisschen eine Gefühlssache.“
(dpa)
