Nach der Trennung von Trainer Eugen Polanski hat Stefan Effenberg die Vereinsführung von Borussia Mönchengladbach scharf kritisiert. Der frühere Gladbacher Profi bemängelte, dass die Verantwortlichen in der sportlichen Krise nicht öffentlich in Erscheinung treten würden.
Borussia Mönchengladbach: Effenberg übt scharfe Kritik
„Mir fehlt, dass sich diese Personen in so einer Situation auch mal öffentlich äußern. Da wird ein Trainer entlassen, und du hörst und siehst nichts von der Clubführung. Ich habe da eher das Gefühl, man geht in Deckung“, sagte Effenberg gegenüber dem Nachrichtenportal „t-online“.
Wie schon in der Vorsaison haben sich die Gladbacher nach drei Spieltagen von ihrem Trainer getrennt, diesmal nach drei Pleiten zum Auftakt von Polanski. Sein Nachfolger steht noch nicht fest, im letzten Heimspiel vor der Länderspielpause gegen den FSV Mainz 05 sitzt für eine Partie Jan-Moritz Lichte auf der Bank.
Bundesliga: Effenberg nimmt Gladbach-Chefetage ins Visier
„Ich mache diese Krise aber nicht nur an Eugen Polanski und der Mannschaft fest“, sagte Effenberg, der in seiner Karriere 191 Bundesligaspiele für die „Fohlen-Elf“ bestritt. Stattdessen seien die Führungsfiguren aus der Chefetage gefragt, „Personen, die im Endeffekt die Entscheidungen treffen.“ Konkret nannte Effenberg unter anderem Präsident Rainer Bonhof sowie seinen Ex-Mitspieler und Präsidiumsmitglied Uwe Kamps.
Sportchef Rouven Schröder kritisierte der 58-Jährige ebenfalls: „Rouven Schröder hat in seiner bisherigen Karriere als Vereinsfunktionär nicht immer das beste Händchen bewiesen“. Die aktuelle Mannschaft habe auch keine Führungsspieler, „keine richtig feste Achse innerhalb des Teams. So spielst du bis zum letzten Spieltag gegen den Abstieg, wenn sich da nichts ändert“, sagte Effenberg.
(dpa)
