Fußball heute: Knapp anderthalb Jahre nach seinem letzten Länderspiel steht Niclas Füllkrug vor seinem Comeback im DFB-Team. Wie Sky berichtet, will Bundestrainer Jürgen Klopp den Angreifer von Werder Bremen für die Nations-League-Spiele gegen Serbien und die Niederlande nominieren – falls nichts dazwischenkommt. Der Kader wird am Donnerstag (05.11.2026, gegen 11.30 Uhr) bekanntgegeben.
Niclas Füllkrug: Klopp scherzt über das Alter des Werder-Stürmers
„Niclas Füllkrug ist 33. Das ist nicht meine Schuld!“, sagte Klopp zuletzt auf die Frage nach einer möglichen Nominierung. Zugleich lobte er die beeindruckende Trefferquote des Torjägers. Das Geburtsjahr ist für Klopp also kein Ausschlusskriterium – entscheidend ist, was ein Spieler aktuell auf den Platz bringt, und das spricht derzeit klar für den Bremer.
Zwölf Tore in zehn Pflichtspielen hat Füllkrug in dieser Saison für Werder erzielt. Körperlich ist der 33-Jährige in Topform, im Team hat er sich zu einer zentralen Führungsfigur entwickelt. Beim 2:0 gegen die TSG Hoffenheim traf er im siebten Pflichtspiel in Folge und egalisierte damit den Vereinsrekord von Rudi Völler aus der Saison 1982/83.
Jürgen Klopp: Bundestrainer setzt im Sturm auf Erfahrung
Gerade im Angriff sucht Klopp noch nach der passenden Lösung. In seinen ersten vier Spielen experimentierte er viel, doch ein echter Mittelstürmer hat unter ihm noch kein Tor erzielt. Um den Verbleib in der Nations League zu sichern und gegen Serbien sowie die Niederlande wichtige Punkte zu holen, setzt er nun offenbar auf Routine und Abschlussstärke.
Für genau diese Rolle bringt der Werder-Profi beste Werte mit. In 24 Länderspielen erzielte er 14 Treffer und traf damit im Schnitt in mehr als jedem zweiten Einsatz. Zuletzt lief er im Juni 2025 für Deutschland auf, beim 0:2 gegen Frankreich im Spiel um Platz drei der Nations-League-Endrunde. Sein Comeback könnte er am 13.11.2026 in Belgrad gegen Serbien feiern.
Lothar Matthäus: Rekordnationalspieler fordert die Füllkrug-Rückkehr
Rückenwind bekommt der Angreifer auch von Lothar Matthäus. Für den 65-jährigen Rekordnationalspieler ist eine Nominierung alternativlos. „Wir kommen nicht vorbei an einem Niclas Füllkrug, der mit neun Treffern die Torschützenliste der Bundesliga anführt“, schrieb er in seiner Kolumne auf skysport.de. Damit verweist Matthäus auf den nüchternsten aller Maßstäbe.
„Ich bin nicht der Meinung, dass wir nur noch auf junge Spieler setzen müssen. Wir sollten auf Spieler setzen, die sich mit starken Leistungen auf dem Platz empfehlen, egal, welches Alter sie haben“, ergänzte er. Bayern-Stürmer Harry Kane sei „auch 33“, England-Coach Thomas Tuchel „lädt ihn trotzdem ein“. Klopps Spruch über die 33 kontert er damit elegant.
DFB-Team: Ebnoutalib und Havertz vor der Berufung, Brunner muss warten
Neben Füllkrug darf sich auch Younes Ebnoutalib Hoffnungen machen. Demnach hat der 23-Jährige von Eintracht Frankfurt gute Chancen auf eine erneute Berufung. Nach seinen ersten beiden Länderspielen gegen die Niederlande (1:1) und Griechenland (0:1) traf er sechsmal in der Bundesliga. Auch Arsenal-Profi Kai Havertz dürfte im Aufgebot stehen.
Paris Brunner wird dagegen wohl noch warten müssen. Über den 20-Jährigen von AS Monaco (acht Tore in elf Pflichtspielen) wurde laut des Berichts noch intensiver diskutiert als vor Klopps erster Kaderbekanntgabe im September. Noch liegt Füllkrug laut ntv in der Hackordnung vor ihm, der Abstand ist aber geschrumpft. Am Donnerstag herrscht Gewissheit.
