Fußball heute: Drei Pflichtspielniederlagen in Folge, Absturz auf Rang 15 – beim Hamburger SV wird die Lage ungemütlich. Nach der 3:1-Auswärtsniederlage bei Eintracht Frankfurt haderte Trainer Merlin Polzin mit verschlafenen Anfangsphasen, individuellen Fehlern und einer Abwehr, die ständig umgebaut werden muss. Das berichtet mopo.de.
Hamburger SV: Dritte Pflichtspielniederlage in Folge
Gegen denselben Gegner war der HSV kurz zuvor bereits mit dem gleichen Resultat aus dem DFB-Pokal ausgeschieden. In der Bundesliga sei es oft ein Spiel der Momente, erklärte Polzin. Wer in den entscheidenden Szenen nicht da sei, für den „wird es schwierig“. Genau das zog sich wie ein roter Faden durch die Partie in Frankfurt.
Besonders der Start in beide Halbzeiten ärgerte den Coach. „Wir haben die ersten Minuten komplett verschlafen“, gab er zu. „Wenn man so ins Spiel startet, hilft es nicht, erfolgreich Fußball spielen zu können. Dennoch haben wir es geschafft, uns in das Spiel zu arbeiten. Wir waren sehr klar in der Art und Weise.“ Für einen Tabellen-15. ist das zu wenig.
HSV in Frankfurt: Eigentor und schnelle Antwort
Can Uzun und Younes Ebnoutalib hatten früh Chancen, Daniel Heuer Fernandes parierte stark. In der 14. Minute war es dann passiert: Mehrere Hamburger wurden überspielt, Farès Chaibi legte quer, und Warmed Omari traf ins eigene Tor. Die Antwort folgte prompt, als Lilian Brassier eine Flanke von Miro Muheim schlecht klärte und Albert Grønbæk Terem Moffi bediente.
Danach fanden die Gäste besser ins Spiel. Martin Adeline stoppte Ritsu Doan, auf der Gegenseite wurden Chancen von Grønbæk und Shafiq Nandja vereitelt. In der Nachspielzeit der ersten Hälfte entschärfte Heuer Fernandes zudem einen Kopfball von Robin Koch. Das 1:1 zur Pause ging in Ordnung – und machte den Rückschlag nach Wiederbeginn umso bitterer.
HSV-Keeper Heuer Fernandes: Patzer vor dem 2:1
Zwei Minuten nach dem Seitenwechsel ließ Heuer Fernandes einen Brassier-Kopfball nach einer Ecke direkt in die Gefahrenzone prallen, Raphael Onyedika staubte zum 2:1 ab. „Den Ball muss ich zur Seite wegbekommen“, räumte der Keeper ein. Für Polzin war die Szene entscheidend: „Das war der Schlüssel des Spiels.“ Mit dem erneuten Rückstand sei alles schwieriger geworden.
Nachdem ein Treffer von Chaibi wegen einer Abseitsstellung von Ansgar Knauff nicht zählte, verlor Nandja den Ball an Uzun, der Ebnoutalib zum 3:1 schickte (69.). Die Hamburger forderten ein Foul an Adeline, doch Schiedsrichter Florian Exner, der zunächst wohl auf Vorteil für den HSV entschieden hatte, ließ weiterlaufen. Polzins Trainerteam protestierte heftig.
Merlin Polzin: „Es tut auf jeden Fall weh“
Pikant ist dabei, dass Exner bereits ein halbes Jahr zuvor bei einer Nordderby-Niederlage für Ärger beim HSV gesorgt hatte. In der Schlussphase drängten die Gäste, doch Alexander Røssing-Lelesiit vergab zweimal, Omari köpfte an die Latte und auch Otto Stange traf nicht. „Es tut auf jeden Fall weh, dass wir da nicht mehr herausgeholt haben“, sagte Polzin.
Auch Muheim, an mehreren Abwehrfehlern beteiligt, war bedient: „Es wäre auf jeden Fall mehr drin gewesen heute. Deshalb ist es auch extrem bitter.“ Polzin nahm sich selbst in die Pflicht. Es sei seine Aufgabe, den Spielern individuell und taktisch Hilfen zu geben, betonte er. „Am Ende ist es ein Spiel der Spieler. Das haben wir immer so gehalten, in guten wie in weniger guten Momenten.“
HSV News: Ständige Umbauten in der Abwehr
Ein großes Problem bleiben die ständigen Wechsel in der Abwehr. „Es geht nicht darum, Ausreden zu suchen, wer alles fehlt, oder sich in eine Opferrolle zu begeben“, stellte Polzin klar. „Aber es hilft für die Abstimmung und unser Selbstverständnis natürlich nicht, wenn du permanent umbauen musst.“ Sein Fazit: „Es ist definitiv gerade eine Herausforderung.“
Sebastiaan Bornauw, dessen Physis gefehlt hatte, fiel wegen anhaltender Kopf- und Kieferprobleme aus. „Bei Seb hat es leider nicht gereicht“, erklärte Polzin und fügte an: „Wir hoffen, dass er am Freitag zur Verfügung steht.“ Auch Nicolás Capaldo fehlt seit drei Spielen mit muskulären Problemen. „Ich hoffe, dass wir mit Capi noch mal ein Energielevel zurückbekommen“, sagte der Trainer.
Bundesliga: HSV braucht gegen Gladbach einen Heimsieg
Bei Yussuf Poulsen und seinen Hüftproblemen ist die Lage offen. „Bei Yussi müssen wir schauen, ob es schon möglich ist. Das ist schwer einzuschätzen“, so Polzin. Fest steht dagegen, dass Fábio Vieira und Bilal Nadir mit Muskelverletzungen fehlen werden. In Frankfurt bildeten Nandja, Jordan Torunarigha und Omari die Dreierkette, vorne stürmte Moffi für Poulsen.
Viel Zeit zur Aufarbeitung bleibt nicht. Nach einem freien Montag bittet Polzin die Mannschaft am Dienstag wieder zum Training. Am Freitag (20:30 Uhr) gastiert Gladbach in Hamburg, im letzten Spiel vor der Länderspielpause braucht der HSV dringend einen Heimsieg. „Es schmerzt uns heute natürlich sehr“, sagte Polzin – gegen die Borussia soll die Wende gelingen.
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Bundesliga: Tipps & Quoten
Hamburger SV - Borussia Mönchengladbach
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07.11.2026, 15:30 Uhr - Mewa ArenaBorussia Dortmund - SV Elversberg
07.11.2026, 15:30 Uhr - Signal Iduna ParkRB Leipzig - FC Augsburg
07.11.2026, 15:30 Uhr - Red Bull ArenaSC Paderborn - Eintracht Frankfurt
07.11.2026, 15:30 Uhr - Home Deluxe ArenaVfB Stuttgart - Werder Bremen
07.11.2026, 18:30 Uhr - MHPArena1. FC Köln - Bayer Leverkusen
08.11.2026, 15:30 Uhr - RheinEnergieStadionSC Freiburg - Union Berlin
08.11.2026, 17:30 Uhr - Europa-Park StadionTSG Hoffenheim - FC Schalke 04
08.11.2026, 19:30 Uhr - SNP Arena
