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Gladbach nach sechs Pleiten: Dieser Profi kennt den Ausweg

Gladbach-Fans Borussia Mönchengladbach

Fußball heute: Erst vier Teams in der Bundesliga-Geschichte haben ihre ersten sechs Saisonspiele allesamt verloren – Borussia Mönchengladbach ist eines davon. Hoffnung macht ausgerechnet ein Profi, der bereits zweimal bei einem solchen Fehlstart dabei war und beide Male den Klassenerhalt feierte. Das berichtet kicker.de.

Borussia Mönchengladbach: Historischer Fehlstart mit Hoffnungsschimmer

Gemeint ist Kevin Stöger, der 2020/21 beim FSV Mainz 05 und 2022/23 beim VfL Bochum spielte. Beide Klubs starteten mit sechs Pleiten und hielten am Ende die Klasse. Abgestiegen ist nach einem punktlosen Start bislang nur Fortuna Düsseldorf in der Saison 1991/92 – trotz Trainerwechsel. Einen Stöger hatte die Fortuna damals allerdings nicht.

In Gladbach spielt Stöger derzeit jedoch kaum eine Rolle. Gegen Hoffenheim nahm ihn Trainer Alexander Blessin anders als in der Woche zuvor zwar wieder in den Kader, beim 1:2 saß er aber die kompletten 90 Minuten auf der Bank. Ob er seinem neuen Klub erneut als Glücksbringer dienen kann, hängt damit auch an seinen Einsatzzeiten.

VfL Bochum: Aufholjagd nach sechs Pleiten

Ein Blick zurück zeigt, wie viel in einer solchen Lage noch möglich ist. In Bochum verlor Stöger zum Auftakt gegen Mainz trotz seines Ausgleichstreffers, es folgten fünf weitere Niederlagen und die Trennung von Thomas Reis. Interimstrainer Heiko Butscher holte am siebten Spieltag mit dem 1:1 gegen Köln den ersten Punkt.

Unter Thomas Letsch gewann der VfL anschließend seine ersten fünf Heimspiele, darunter ein 3:0 gegen den frischgebackenen Europa-League-Sieger Eintracht Frankfurt. Am letzten Spieltag musste der Tabellen-16. gegen Leverkusen gewinnen und siegte 3:0 – Stöger traf, legte auf und bereitete einen weiteren Treffer vor. Dafür gab es seine erste Note 1 im kicker.

FSV Mainz 05: Stöger erlebte schon einmal den Fehlstart

Zwei Jahre zuvor hatte Stöger in Mainz eine ähnliche Achterbahnfahrt erlebt. Im Oktober 2020 kam er ablösefrei, als der Klub nach drei Niederlagen Vorletzter war und Achim Beierlorzer gehen musste. Dessen Nachfolger Jan-Moritz Lichte, heute Co-Trainer in Gladbach, bekam die Wende nicht hin.

Den ersten Punkt gab es erst am siebten Spieltag beim 2:2 gegen den Tabellen-17. Schalke, bis Dezember folgte nur ein Sieg. Nach drei Spielen ohne eigenes Tor war für Lichte Schluss. Unter Bo Svensson, der im Januar übernahm, kehrten Teamgeist und Kampfkraft zurück – Mainz lief fortan in jedem Spiel mehr als der Gegner, außer beim 1:1 gegen Bielefeld am 27. Spieltag.

Kevin Stöger: Später Siegtreffer ausgerechnet in Gladbach

Neun Siege, alle mit einem Tor Unterschied, brachten am Ende Platz zwölf und einen sorgenfreien letzten Spieltag. Stöger hatte großen Anteil daran: Am 21. Spieltag erzielte er in der Nachspielzeit den Ausgleich zum 2:2 in Leverkusen. Eine Woche später gelang ihm ein später Siegtreffer – ausgerechnet in Gladbach.

Für die Borussia sind diese Geschichten Mutmacher in einer schwierigen Lage. Mit Lichte sitzt zudem ein Trainer auf der Bank, der den Mainzer Fehlstart aus nächster Nähe miterlebt hat. Ob Stöger auch in Gladbach zum Faktor wird, entscheidet sich allerdings erst, wenn Blessin ihm wieder Spielzeit gibt.

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