Fußball heute: Nicht auf dem heißen Stuhl, sondern bereits „in the exit row“ – so beschreibt Bill Simmons die Lage von Lakers-General-Manager Rob Pelinka. Der Analyst glaubt nicht, dass der Präsident der Basketball Operations bis zum Saisonende noch beim Klub ist, womöglich sei schon früher Schluss, wie Yahoo Sports berichtet. Für Los Angeles wäre das ein Umbruch zur Unzeit.
NBA: Simmons sieht Lakers-GM Pelinka vor dem Aus
Seit zwei Jahren steht Pelinka in der Kritik, weil er um Luka Doncic, LeBron James und Austin Reaves keinen überdurchschnittlichen Kader zusammenstellen konnte. Mit diesem Trio hätten die Lakers eigentlich zu den Topteams der Liga gehören müssen – stattdessen blieb der Klub hinter den Möglichkeiten zurück, die ein solches Sternaufgebot bietet.
Als zentrale Versäumnisse gelten das Fehlen brauchbarer 3-and-D-Flügelspieler und eines starken Centers neben Doncic. Beides sind Positionen, die ein Team um einen ballhungrigen Spielmacher dringend braucht, und beides blieb über zwei Sommer hinweg unbesetzt. Simmons‘ Urteil ist deshalb weniger Provokation als Zusammenfassung einer Debatte, die in Los Angeles längst geführt wird.
Rob Pelinka: Doncic-Coup gegen Kader-Lücken
Der Beitrag, der im Original von The Sporting News stammt, relativiert allerdings. Pelinka hatte nur begrenzte Assets zur Verfügung, teils durch eigene frühere Deals selbst verschuldet, holte Doncic aber zu einem Bruchteil des eigentlich zu erwartenden Preises. Wer den Slowenen für wenig Gegenwert nach Los Angeles bringt, hat einen Deal vorzuweisen, den kaum ein anderer Manager hinbekommen hätte.
Genau dieser Widerspruch macht die Bewertung schwierig. Der Doncic-Coup gilt als Meisterstück, der Kader drumherum als Baustelle – und beides geht auf denselben Mann zurück. Für die Lakers-Führung stellt sich damit die Frage, ob ein Manager, der den größten Transfer der jüngeren Vereinsgeschichte eingefädelt hat, an den Lücken im Kader scheitern darf.
Los Angeles Lakers: Die Saison als Beweis
Wie Teams über die Zukunft ihrer Manager entscheiden, sei von außen ohnehin schwer einzuschätzen, heißt es in dem Beitrag. Simmons‘ Prognose bleibt damit eine Einschätzung, keine Information aus dem Klub. Dass sie dennoch Gewicht hat, liegt an der Reichweite des Analysten – und daran, dass sie eine Stimmung aufgreift, die in Los Angeles seit Monaten wächst.
Für Pelinka bedeutet das: Die Saison wird zum Beweis, ob sein Kader doch mehr kann, als Kritiker ihm zutrauen – oder ob die „exit row“ tatsächlich seine Endstation ist. Mit Doncic, James und Reaves hat er die Stars, die ihn retten können. Ob die fehlenden Flügelspieler und der fehlende Center das verhindern, entscheidet sich auf dem Parkett.
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