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HSV gegen Stuttgart: Polzin muss womöglich das ganze Zentrum ersetzen

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Fußball heute: Vor dem Heimspiel gegen den VfB Stuttgart am Samstag (15:30 Uhr) plagen den Hamburger SV Personalsorgen. Wie die MOPO berichtet, droht nach Kapitän Nicolai Remberg auch Albert Sambi Lokonga (26) auszufallen. Laut 90min gibt es dafür eine überraschende Option. Trainer Merlin Polzin muss sein Mittelfeld womöglich komplett neu ordnen.

Hamburger SV: Einsatz von Sambi Lokonga wird zur „Punktlandung“

Wegen muskulärer Probleme konnte der Belgier in dieser Woche kaum mit der Mannschaft trainieren. Nach dem Spiel in Hoffenheim habe er eine kleine Reaktion gespürt, erklärte Polzin. „Es würde dann in jedem Fall eine Punktlandung werden“, sagte der Coach laut MOPO. Ein Ausfall wäre besonders bitter, weil im Zentrum ohnehin schon Remberg fehlt.

Die Vorsicht hat einen Grund. „Leider hatte Sambi vor seiner Zeit beim HSV mit relativ vielen Verletzungen zu kämpfen“, so Polzin. Inzwischen habe man einen guten Mittelweg zwischen seinem Empfinden und der Trainingssteuerung gefunden. „Natürlich wollen wir vorsichtig sein, um kein Risiko einzugehen“, betonte er.

HSV-Mittelfeld: Polzin muss womöglich komplett umbauen

Im schlimmsten Fall fehlt das gesamte zentrale Duo, denn Remberg fällt mit einem Kreuzbandriss monatelang aus. Für dessen Position kommt Kofi Amoako infrage, der laut 90min vor seinem ersten Startelf-Einsatz in der Bundesliga stehen könnte. Entschieden ist aber nichts. Auch Nicolás Capaldo könnte aus der Dreierkette ins Mittelfeld vorrücken.

Sollte auch Sambi Lokonga passen müssen, wäre Bilal Nadir eine geeignete Alternative. „Rambo ist nicht 1:1 zu ersetzen“, stellte Polzin klar, weshalb der HSV Teile seines Spiels anpassen will. Ausgerechnet jetzt kommt mit Stuttgart ein Champions-League-Teilnehmer, der nach dem 3:0 in Bratislava unter der Woche in guter Form anreist.

Albert Grønbæk: Überraschende Option gegen den VfB

Positiv sieht es dagegen bei Albert Grønbæk aus. Der Däne hatte sich bei der Nationalmannschaft einen Muskelfaserriss im Oberschenkel zugezogen und sollte eigentlich erst nach dem Stuttgart-Spiel zurückkehren. „Es sieht so aus, dass er eine ernsthafte Option für den Kader ist, da lief das Training erfreulicherweise richtig gut“, sagte Polzin.

Die endgültige Entscheidung fällt allerdings erst nach dem Abschlusstraining. Der Trainer schätzt vor allem die Ausstrahlung des Offensivspielers. „Wir stellen bei Albert aber fest, dass er sehr viel Energie hat, die er der Mannschaft gibt. Die Freude, für den HSV spielen zu dürfen, spürt man bei ihm“, erklärte er.

HSV-Lazarett: Remberg, Daka und Vuskovic fehlen sicher

Fraglich ist zudem Bakery Jatta. „Baka, Sambi und Albert haben teilweise mit der Mannschaft trainiert, sind teilweise aber auch noch im Reha-Prozess. Da müssen wir die letzten Tests abwarten, ob es am Wochenende für den Kader reicht“, so Polzin. Hinter gleich drei Spielern steht damit kurz vor dem Anpfiff ein Fragezeichen.

Neben Remberg fehlen definitiv auch Patson Daka und Mario Vuskovic. Daka laboriert an einem Muskelfaserriss im Oberschenkel und befindet sich weiter in der Reha. Vuskovic steht wegen einer Dopingsperre nicht zur Verfügung. Die Liste der Ausfälle schränkt Polzins Möglichkeiten gegen den VfB damit spürbar ein.

David Møller Wolfe: Linksverteidiger will beim HSV bleiben

Erfreulich verlief zuletzt die Entwicklung von David Møller Wolfe (24). Beim 3:2 in Hoffenheim gehörte der Linksverteidiger zu den besten Hamburgern und zeigte wohl seine stärkste Leistung im HSV-Trikot. Über die Saison hinaus würde er gerne bleiben. „Es liegt nicht an mir, aber ich wäre sehr glücklich darüber“, sagte er der Bild.

Sportdirektor Claus Costa hatte ihn kurz vor Transferschluss aus Wolverhampton ausgeliehen. Nach deren Abstieg in die zweite englische Liga wollte Møller Wolfe weiter erstklassig spielen. Vereinbart ist eine Kaufoption über rund 14,5 Millionen Euro. Ob der HSV eine Summe in dieser Größenordnung investieren würde, ist allerdings völlig offen.

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