FC Bayern News beim Fußball heute: Michael Olise hat beim 3:3 des FC Bayern bei Viking Stavanger die erste Rote Karte seiner Karriere gesehen. Wenige Sekunden nach einer Verwarnung warf der Franzose dem gegnerischen Kapitän den Ball an den Kopf, danach kassierten die Münchner in Unterzahl den Ausgleich. Darüber berichten sport1.de, n-tv.de und kicker.de.
FC Bayern: Erste Rote Karte für Olise
Rund eine Viertelstunde vor dem Ende sah Olise zunächst Gelb, weil er an einem Trikot gezogen hatte. Nach einem Disput mit Viking-Kapitän Zlatko Tripic warf er diesem dann den Ball ins Gesicht. Dem bulgarischen Schiedsrichter Georgi Kabakov blieb kaum eine andere Wahl, als Gelb-Rot zu zeigen.
Es war laut kicker.de der erste Platzverweis in Olises Profikarriere. In der vergangenen Saison sammelte er in der Bundesliga zwar acht Gelbe Karten, so viele wie nie zuvor, flog aber nie vom Platz. Nun fehlt der Flügelspieler am kommenden Mittwoch (21:00 Uhr) im Heimspiel gegen den englischen Meister FC Arsenal.
FCB-Trainer Kompany: Platzverweis „überblöd“
Trainer Vincent Kompany fand bei Prime Video deutliche Worte: „Diese Rote Karte ist überblöd. Das haben wir deutlich angesprochen. Michael muss sich da besser im Griff haben. Das weiß er.“ Laut n-tv.de warf er seinem Team zudem vor, „einfach nicht schlau“ gespielt zu haben.
Seinem Spieler habe er klar vermittelt: „Der Zehner war schlauer als du.“ Provoziert worden sei Olise „auf jeden Fall“, betonte Kompany auf der Pressekonferenz laut sport1.de. „Aber das ist keine Ausrede. Es ist 100% sein Fehler und er weiß das auch.“
Harry Kane: Olise muss Verantwortung übernehmen
Auch Doppeltorschütze Harry Kane nahm den Teamkollegen in die Pflicht. „Michael ist total geknickt, aber die Verantwortung muss er übernehmen. Er muss daraus lernen“, sagte Kane. Mit Blick auf die kommenden Aufgaben ergänzte er: „Er wird am Boden zerstört sein, dass er diese Spiele verpasst, aber so ist der Fußball.“
Für Kane war der Platzverweis der Knackpunkt der Partie. „Ich glaube, ohne die Rote Karte hätten wir sie bestraft und das Spiel stark zu Ende gebracht“, erklärte er. Konrad Laimer sah es ähnlich: „Wir lassen uns provozieren und kriegen dann Gelb-Rot, was natürlich nicht hilft in der Situation.“
Christoph Kramer: Verständnis für Olises Aussetzer
Verständnis zeigte dagegen Prime-Video-Experte Christoph Kramer. Tripic hatte die Bayern das ganze Spiel über mit kleinen Provokationen und Fouls genervt. „Er ist dann auch nur ein Mensch und ich kann verstehen, dass so eine Kurzschlusshandlung passiert“, sagte der Weltmeister von 2014 über Olise.
Gleichzeitig stellte Kramer klar: „Es darf zu 100 Prozent nicht passieren, aber ich fühle Olise in dem Fall zu 100 Prozent.“ Deutlich härter urteilte Benedikt Höwedes, ebenfalls Weltmeister von 2014: „Olise hat das Spiel am Ende vergeigt. Das muss er auf seine Kappe nehmen.“
Viking gegen Bayern: Aufholjagd nach 0:2
Dabei hatte der Abend für die Bayern schon denkbar schlecht begonnen. In der zweiten Minute köpfte Gianni Stensness nach einer Ecke ein, Jonathan Tah und Minjae Kim verteidigten zu passiv. Zum 0:2 schloss Peter Christiansen einen blitzschnellen Konter ab, für den Viking nur fünf Ballkontakte brauchte.
Zur Pause reagierte Kompany und brachte Dayot Upamecano, Alphonso Davies und Ismael Saibari für Tah, Nathaniel Brown und Lennart Karl. Kane traf daraufhin doppelt (54./60.) und erzielte damit im neunten Champions-League-Spiel in Folge ein Tor, Vereinsrekord. Luis Díaz drehte die Partie in der 71. Minute zum 3:2.
Max Eberl: Zu viele Fehler für das Bayern-Niveau
Sportchef Max Eberl nannte den Platzverweis eine „dumme Gelb-Rote Karte“ und bemängelte, „das sind zu viele Fehler“. Das sei nicht das Niveau der Mannschaft. Kapitän Joshua Kimmich räumte ein: „Man muss schon anerkennen, dass momentan ein bisschen was fehlt.“ Mit vier Punkten aus zwei Spielen in der Königsklasse und Rang drei in der Bundesliga bleibt Bayern hinter den eigenen Ansprüchen.
Vor allem die wiederkehrenden Konzentrationsfehler ärgern Kompany. „Nicht gegen Augsburg, wo wir nach acht Sekunden ein Gegentor bekommen. Nicht gegen Viking, wo wir nach anderthalb Minuten ein Gegentor bekommen“, monierte er. In wichtigen Momenten habe das Team einfach zu große Fehler gemacht.
Bayern gegen Arsenal: Ohne Olise ins Topspiel
Eine Spitze verteilte der Bayern-Coach auch in Richtung des Unparteiischen. Schon vor dem Spiel habe er das Gefühl gehabt, der Schiedsrichter wolle „etwas Besonderes machen heute“. An der Einstellung seines Teams zweifelte Kompany dagegen nicht: „Es war nicht so, dass wir dreckig gespielt haben.“
Gegen Arsenal muss Kompany nun ohne Olise auskommen. Der Trainer hofft, dass der Abend in Stavanger zum Lernmoment wird: „Hoffentlich gehört das zu einem Moment, wo man dann sagt, daraus haben wir gelernt und sind stärker geworden.“ Schon am Mittwoch kann die Mannschaft beweisen, dass sie die Lektion verstanden hat.
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