Fünf Niederlagen in Folge, und die Geduld in Miami ist aufgebraucht – zumindest beim Quarterback. Nach dem 24:31 gegen Cincinnati will Malik Willis die Jugend der Dolphins nicht mehr als Entschuldigung gelten lassen, wie espn.com berichtet. Head Coach Jeff Hafley erklärte nach einem Drittel der Saison ebenfalls die Schonzeit für beendet.
NFL: Dolphins-Quarterback Willis – „It is too much and too hard“
„It is too much and too hard to keep saying, ‚Oh, we’re just young'“, sagte Willis gegenüber ESPN. Man müsse sich gegenseitig in die Pflicht nehmen und Spiele gegen gute Teams auch gewinnen, statt nur dranzubleiben. Für einen Quarterback, der selbst erst seit Kurzem die Verantwortung trägt, ist das eine deutliche Ansage an die eigene Kabine.
Dabei nahm sich Willis gegen die Bengals selbst nicht aus. Er warf für 137 Yards und einen Touchdown, lief für saisonbeste 74 Yards und einen weiteren Score, leistete sich aber zwei Interceptions in der ersten Hälfte und einen Fumble, aus denen Cincinnati zehn Punkte machte. Einen 18-Punkte-Rückstand im vierten Viertel verkürzten die Dolphins noch auf sieben, der Onside Kick misslang jedoch.
Miami Dolphins: Hafley beendet die Schonzeit für das jüngste Team der Liga
Hafley fordert mehr Konstanz und bessere Ausführung bei gleichbleibendem Kampfgeist. Dass sein Team angesichts der Ergebnisse entmutigt wird, glaubt er nicht, die Identität baue auf Physis und Einsatz. Genau diese Tugenden haben die Dolphins zuletzt in jedes Spiel getragen – was fehlt, ist der Schritt vom Mithalten zum Gewinnen.
Wie jung dieses Team tatsächlich ist, zeigen die Zahlen. Zehn aktive Rookies kamen gegen Cincinnati auf 455 Snaps, und das ohne Caleb Douglas, Kyle Louis und Trey Moore, die nach ihrer Genesung wichtige Rollen übernehmen sollen. Miami ist das jüngste Team der Liga, und Rookie-Linebacker Jacob Rodriguez hatte zuletzt gesagt, das Team müsse das Gewinnen erst lernen.
Dolphins-Restprogramm: Bye Week, dann die Jets als Chance
Mildernde Umstände gibt es durchaus. Die Dolphins hatten den drittschwersten Spielplan der NFL, die Bengals waren der erste Gegner ohne weiße Weste. Die vergangenen drei Spiele gegen Chiefs, Vikings und Bengals waren im vierten Viertel jeweils Ein-Score-Partien – knapp dran, aber nie drüber. Genau das will Willis nicht länger als Fortschritt verkaufen lassen.
Die Bye Week in Week 6 soll zur Analyse genutzt werden, vor allem schnelle Starts und die Ausführung in entscheidenden Momenten stehen im Fokus. Danach wartet in Week 7 mit den New York Jets laut ESPN Analytics eines der gewinnbarsten Spiele im Restprogramm – für Miami die Chance, den Worten von Willis Taten folgen zu lassen. Scheitert auch das, dürfte die Jugend-Debatte schnell wieder aufflammen.
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