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RB Leipzig: Coach Demichelis über Bakayoko – „Das bleibt aber unter uns“

RB-Leipzig-Fans

Fußball heute: Nicht eine Blessur, sondern eine Disziplinarmaßnahme kostete Johan Bakayoko (23) den Platz im Kader beim 6:0 gegen Eintracht Frankfurt. Das berichten Bild und Transfermarkt. Gegen seinen Ex-Klub PSV Eindhoven kehrt der Flügelspieler von RB Leipzig am Dienstag (21 Uhr, DAZN) in der Champions League zurück – doch seine Zukunft ist offen.

RB Leipzig: Bakayoko nach Disziplinarstrafe zurück im Kader

Zunächst war von einer leichten Verletzung die Rede gewesen. Tatsächlich hatte Trainer Martin Demichelis (45) den Belgier aus disziplinarischen Gründen draußen gelassen. „Er hat einen kleinen Fehler gemacht. Das bleibt aber unter uns“, sagte der Coach auf der Pressekonferenz am Montag. Damit wartet Bakayoko inzwischen seit drei Partien auf einen Einsatz.

Abgehakt ist das Thema für Demichelis trotzdem. „Wir haben miteinander gesprochen, er hat Sonntag normal trainiert. Ich habe schon wieder vergessen, was er gemacht hat. Die Sache ist geklärt“, betonte er. Gegen die Niederländer soll der 23-Jährige deshalb wieder zum Aufgebot gehören. Ob er auch auf dem Platz eine Rolle spielt, bleibt abzuwarten.

Johan Bakayoko: Mütze, Privatauto und Verspätungen

Für Gesprächsstoff sorgte er dennoch schon wieder. Beim Abschlusstraining am Montag erschien Bakayoko laut Bild mit tief sitzender Hose und schief aufgesetzter Bommelmütze. Zudem kam er mit seinem Privatwagen statt mit dem Dienstauto und durfte deshalb nicht im Innenhof des Trainingszentrums parken.

Mehrfach soll er außerdem unpünktlich gewesen sein, der Vorfall vor dem Frankfurt-Spiel war offenbar nicht der erste. An seinen fußballerischen Fähigkeiten zweifelt im Verein niemand. Mitunter wirkt der Nationalspieler aber unkonzentriert und zu locker. Sein Talent allein hat für den Durchbruch in Leipzig bislang nicht gereicht.

RB-Flügelspieler Bakayoko: Abschied im Winter möglich

Inzwischen herrscht auf beiden Seiten Frust, wie Transfermarkt unter Berufung auf Sky berichtet. Zwar glaubt RB weiter an den Rechtsaußen, dessen Vertrag bis zum 30. Juni 2030 läuft. Bessert sich die Lage in den kommenden Wochen aber nicht, könnte er bereits im Winter zum Verkaufskandidaten werden. Für einen Spieler mit so langer Vertragslaufzeit wäre das ein deutliches Signal.

Sportlich kommt er in dieser Saison erst auf drei Pflichtspiele, darunter zwei Bundesliga-Einsätze mit insgesamt 80 Minuten. Zuletzt stand er am 5. September beim 1:3 gegen Werder Bremen auf dem Platz. Seither kam der 18-malige belgische Nationalspieler nicht mehr zum Zug.

Bakayoko-Bilanz: Zwei Tore in der ersten Bundesliga-Saison

Schon seine Premierensaison 2025/26 verlief enttäuschend. In 20 Bundesliga-Spielen gelangen ihm nur zwei Treffer, dazu kam ein Tor im DFB-Pokal. Lediglich achtmal stand er in der Startelf, nur einmal spielte er durch und kam insgesamt auf 774 Minuten. Zudem bremsten ihn Muskelprobleme.

Dabei war die Hoffnung groß, als Leipzig ihn im Sommer 2025 für 18 Millionen Euro aus Eindhoven holte. Mit Boni soll die Summe auf bis zu 22 Millionen steigen. Mitgeholfen hatte Jürgen Klopp (59), damals globaler Fußballchef. In der Saison 2023/24 hatte Bakayoko mit zwölf Toren und neun Vorlagen in 33 Ligaspielen großen Anteil am Titel der PSV.

Marktwert mehr als halbiert: Gegen Eindhoven wartet die nächste Chance

Wie stark sein Stern gesunken ist, zeigt auch der Marktwert. Von einem Karrierehöchstwert von 45 Millionen Euro im Mai 2024 fiel er auf 30 Millionen zum Zeitpunkt des Wechsels und auf aktuell 20 Millionen. Seit dem Abgang von Yan Diomande (19) zu Real Madrid ruhen auf dem Belgier eigentlich große Hoffnungen.

Gebraucht wird jede Offensivkraft, denn RB steht unter Druck. Zum Auftakt verlor die Mannschaft 1:4 in Como, mit Real Madrid, Manchester City und Manchester United warten noch schwere Aufgaben. Gegen Eindhoven ist ein Sieg daher Pflicht, um das Minimalziel K.-o.-Runde zu erreichen. Ausgerechnet gegen seinen Ex-Klub könnte Bakayoko ein Zeichen setzen.

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