2. Bundesliga heute: Zum Auftakt des 7. Spieltags haben sich der 1. FC Heidenheim und der 1. FC Kaiserslautern am Freitagabend torlos getrennt. Die Pfälzer erwischten den besseren Beginn und trafen früh das Aluminium, im weiteren Verlauf neutralisierten sich die beiden Kontrahenten jedoch weitgehend. Hier findest du die Stimmen von Sky und der Pressekonferenz zum Duell Heidenheim gegen Kaiserslautern.
Heidenheim vs. Kaiserslautern Stimmen – Schmidt: „Beide Teams auf Augenhöhe“
Frank Schmidt (Cheftrainer 1. FC Heidenheim): „Die ersten zehn Minuten haben klar dem FCK gehört, mit dem Lattenschuss und dem anschließenden Kopfball. Sie haben hoch gepresst und stark verteidigt, sodass wir kaum in den Ballbesitz gekommen sind.“
Danach wurde es eine Begegnung zweier kompakt organisierter Kontrahenten, wie der Heidenheimer Coach analysierte: „Insgesamt war die Passquote über das gesamte Spiel hinweg sehr gering, und es wurden viele lange Bälle erzwungen. In der ersten Halbzeit haben wir es geschafft, über Mikkel in die Duelle zu kommen, in denen nicht mehr viel gefehlt hat. Trotzdem denke ich, dass das Ergebnis nach dem heutigen Spielverlauf sehr gerecht ist. Wenn eine Mannschaft heute auch nur kurzzeitig in den Leerlauf geschaltet hätte, hätte das für den Gegner den Sieg bedeuten können. Beide Mannschaften waren aber bis zum Schluss bereit, in jeden Zweikampf zu gehen. Über fast die gesamten 90 Minuten waren beide Teams auf Augenhöhe, weshalb das Ergebnis absolut gerecht ist.“
Torsten Lieberknecht (Cheftrainer 1. FC Kaiserslautern) war mit dem Auftritt seiner Elf einverstanden und verwies auf frühere Erfahrungen an diesem Ort: „Ich bin geprägt von Auswärtsspielen in Heidenheim, wenn du hier die Energie der Heimmannschaft nicht matchst, dann stehst du mit leeren Händen da.“
Die mehrwöchige Unterbrechung des Ligabetriebs stellte auch den FCK-Coach vor eine ungewohnte Aufgabe: „So eine lange Pause kennst du nicht, dafür hat jeder Trainer sein eigenes Rezept. Wir haben bewusst den Fokus auf Regeneration und Spielpraxis gelegt, aber auch keine einfache Situation mit den vielen Nationalspielern.“
Stimmen zum Spiel des 1. FC Heidenheim – Mainka: „Es war heute ein Abnutzungskampf“
Patrick Mainka (Kapitän 1. FC Heidenheim): „Es war heute ein Abnutzungskampf, aber das gehört zur zweiten Liga dazu. Die Kaiserslauterer waren in den ersten zehn Minuten deutlich stärker, aber wir sind schnell zurück ins Spiel gekommen. Insgesamt war es eine Partie mit wenigen klaren Torchancen. Am Ende ist es, denke ich, ein gerechtes 0:0. Zu Beginn der Saison hatten wir große Probleme, aber wir haben uns zurückgekämpft und nehmen den Punkt heute gerne mit.“
Besonders hob der Heidenheimer Spielführer die Unterstützung von den Rängen hervor – verbunden mit einer Kampfansage an alle, die künftig dort antreten müssen: „Wir sind unglaublich dankbar für unsere Fans, die die Voith-Arena gemeinsam mit uns zu einer Festung machen. Jetzt kommt so langsam das Ostalb-Wetter auf den Schlossberg und es soll und wird keine Freude für unsere Gegner sein hierher zu kommen. Genau das ist es, was wir brauchen, um am Ende erfolgreich zu sein.“
Den Blick richtete Mainka bereits auf die kommende Aufgabe: „Das nächste Spiel in Wolfsburg wird hoffentlich eine hochklassige und enge Partie. Wir fahren voller Selbstbewusstsein dorthin und wollen Punkte mitnehmen.“
Thomas Dähne (Torhüter 1. FC Heidenheim): „Das Spiel war sehr zäh mit vielen hohen Bällen und Zweikämpfen. Aber darauf haben wir uns vorbereitet und gut dagegengehalten. Beide Teams hatten ein paar Chancen und am Ende kann man nach dem Spielverlauf mit dem Ergebnis heute zufrieden sein. Das war ein Spiel, das sehr über Standards gelaufen ist und da ist es wichtig als Torwart immer präsent und wach zu sein.“
Der Schlussmann sieht seine Vorderleute zudem im Aufwind: „Die Mannschaft spielt sich immer mehr ein und wir sind auf einem sehr guten Weg. Gerade die letzten Spiele haben wir gezeigt, dass wir defensiv sehr gut stehen und es den Gegnern sehr schwerfällt Tore gegen uns zu schießen.“
Jan Schöppner (Mittelfeldspieler 1. FC Heidenheim): „Beide Mannschaften haben heute, wie erwartet, sehr intensiv gespielt – mit vielen Zweikämpfen und vielen langen Bällen. Am Ende hat uns heute vorne einfach die Ruhe und Übersicht gefehlt. Trotzdem ist es gut, dass wir hinten die Null halten konnten und wenigstens einen Punkt mitnehmen.“
Restlos glücklich wirkte der Mittelfeldmann dennoch nicht: „Insgesamt sind wir nicht unzufrieden mit dem Ergebnis, wir hätten die Punkte heute gerne bei uns behalten. Wenn wir vor allem in der Schlussphase die Bälle besser ausspielen, wären die drei Punkte durchaus drin gewesen. Trotzdem ist das Ergebnis gerecht, würde ich sagen.“
Stimmen zum Spiel des 1. FC Kaiserslautern – Krahl: „Ich bin sehr, sehr stolz auf meine Jungs“
Julian Krahl (Torhüter 1. FC Kaiserslautern): „Es ist schön, dass man sagen kann, dass es mehr drin gewesen wäre. Das ist nicht selbstverständlich. Wir wussten, dass Heidenheim eine starke Mannschaft ist und uns alles abverlangen wird. Den Punkt nehmen wir auf jeden Fall mit.“
Gelassen blickt der Keeper auf die aktuelle Ladehemmung im Angriff: „Vorne fehlt uns vor allem das Momentum, das wir vorne gerade haben. Und daran arbeiten wir. Offensiv, genauso wie defensiv.“
Den Verdienst für die blitzsaubere Defensivbilanz teilte Krahl mit seinen Abwehrkollegen: „Natürlich freue ich mich selbst sehr darüber, zu Null zu spielen. Das ist immer der Anspruch. Aber, das geht nicht allein von mir aus. Das ist die komplette Mannschaft, besonders die Defensive, die sich in alles reinhauen. Ich bin sehr, sehr stolz auf meine Jungs. Gegen alle drei Absteiger nicht zu verlieren ist eine absolute Qualität.“
Naatan Skyttä (1. FC Kaiserslautern): „Wir hätten gewinnen können.“ Gleichzeitig ordnete er das Remis realistisch ein: „Wir verteidigen gut, der Punkt ist gegen eine so starke Mannschaft zufriedenstellend.“
Für Finnlands Auswahl war Skyttä während der Unterbrechung nicht im Einsatz, er blieb in Kaiserslautern. Nach überstandener Verletzung meldete er sich fit zurück: „Ich habe mich gut gefühlt und hatte keine Probleme.“
