Handball heute: Mit 17 Toren aus nur 19 Versuchen hat Mathias Gidsel den Rekord in der Handball-Champions-League eingestellt. Der dreimalige Welthandballer führte die Füchse Berlin fast im Alleingang zum 40:32 (20:17) gegen den FC Porto. Darüber berichten Bild, spiegel.de und t-online.de.
Füchse Berlin: Gidsel stellt Champions-League-Rekord ein
Der Sieg kam zur rechten Zeit. Gegen Porto ging es für die Berliner um einen direkten Konkurrenten im Rennen um die nächste Runde, entsprechend groß war der Druck. Der 27-jährige Däne nahm die Last auf seine Schultern und hielt die Partie mit seinen Treffern in der Max-Schmeling-Halle fest im Griff.
Bislang hielt Jesús „Chuchi“ Martínez de la Cal die Bestmarke allein. Der Spanier hatte am 11. November 2009 beim 37:27-Auswärtssieg von Pevafersa Valladolid bei PAOK Thessaloniki ebenfalls 17-mal getroffen. Nach 17 Jahren muss er sich den Rekord nun mit Gidsel teilen.
Mathias Gidsel: Lob von Trainer Krickau
Der Torjäger selbst ordnete den Abend bescheiden ein. „Das war auch wichtig für mich. Ich habe schon viele gute Leistungen gezeigt, aber für mich war das heute auch etwas Besonderes“, sagte er laut spiegel.de. Mitspieler und Fans feierten ihn mit stehenden Ovationen, der zweitbeste Füchse-Werfer Aitor Ariño Bengoechea kam auf zwölf Treffer weniger.
Auch Trainer Nicolej Krickau war voll des Lobes. Gidsel sei an diesem Abend die unbedingte Führungskraft gewesen, auch mental, so der Coach demnach. „Er hat uns das ganze Spiel gepusht und uns Sicherheit gegeben“, fügte Krickau an und unterstrich damit, wie sehr das Team an seinem Star hing.
Nils Lichtlein: Traumcomeback nach der Fuß-OP
Nationalspieler Nils Lichtlein fand ebenfalls kaum Worte. „Das ist überragend. Was er da leistet, ist gar nicht in Worte zu fassen und vielleicht einzigartig auf diesem Planeten“, sagte er laut des Berichts. Für Lichtlein selbst war es ein besonderer Abend, denn er feierte nach langer Pause sein Heim-Comeback.
Nach einer Fußoperation war er bereits beim 32:31-Sieg in der Bundesliga in Bietigheim zurückgekehrt. Nun meldete er sich auch vor eigenem Publikum zurück. Acht Sekunden nach seiner Einwechslung traf der Berliner zum 7:6 und setzte damit sofort ein Ausrufezeichen.
Füchse gegen Porto: Gidsel übernimmt das Kommando
Dabei verlief die Anfangsphase ausgeglichen. Kreisläufer Mijajlo Marsenic brachte die Füchse mit zwei Treffern früh in Führung, doch Porto glich in der 9. Minute zum 6:6 aus. Ab Mitte der ersten Halbzeit übernahm Gidsel das Kommando und warf bis zur Pause sieben Tore zum 20:17.
Nach einigen untypischen Fehlern fand der Däne wieder in seinen Rhythmus. Seine kurzen Schwächephasen fing Torhüter Lasse Ludwig (24) auf, der bis zur 35. Minute beim Stand von 21:19 bereits neun Paraden gesammelt hatte. Mit einem sehenswerten Dreher erzielte Gidsel dann seinen zwölften Treffer zum 30:25.
Rekordschütze Gidsel: Selbstkritik trotz Gala
Selbstkritisch zeigte sich der Rekordschütze trotzdem. „Wir haben heute ein gutes Spiel gemacht. In der ersten Halbzeit haben wir unsere defensiven Aufgaben allerdings nicht sauber ausgeführt“, sagte er der Bild. Teilweise sei das Team zu weit von den Gegenspielern entfernt gewesen, in der Pause habe man aber gute Lösungen gefunden.
Hinter den Berlinern lagen schwierige Wochen. Beim Super Globe in Ägypten reichte es nur zu Rang fünf, mehrere Spieler kehrten mit Magenproblemen zurück, und Gidsel zog sich einen Schlag aufs Knie zu. Gegen Porto waren dennoch alle an Bord – bis auf Fabian Wiede, der nach seinem Kreuzbandriss kurz vor der Rückkehr steht.
Handball-Champions-League: Füchse auf Kurs Hauptrunde
Gruppenführer Veszprém hatte die Berliner zuvor mit 29:35 bezwungen, entsprechend groß war am dritten Spieltag der Zugzwang. Im Duell zweier Vizemeister gelang dem Pokalsieger der wichtige Sieg, womit Berlin nun Zweiter der Gruppe A hinter dem ungarischen Rekordmeister ist. Bei noch drei ausstehenden Rückspielen erreichen die beiden besten Teams die Hauptrunde.
Von Euphorie will Krickau trotzdem nichts wissen. „Das bedeutet nichts, bevor wir nicht auch in Porto gewonnen haben. Denn verlieren wir in Porto, liegt unser Schicksal beim Spiel in Veszprém. Und das wollen wir nicht“, warnte er laut t-online.de. Das Rückspiel in Portugal steigt am kommenden Donnerstag.
TBV Lemgo Lippe: Füchse haben etwas gutzumachen
Zuvor wartet in der Bundesliga am Sonntag (18:00 Uhr, Dyn) der TBV Lemgo Lippe in der Max-Schmeling-Halle. Gegen die Lipper verloren die Füchse in der vergangenen Saison 33:34, ebenfalls drei Tage nach einem Champions-League-Spiel. Diese Konstellation wiederholt sich nun.
Krickau hat die Niederlage nicht vergessen: „Da haben wir noch etwas zurückzuzahlen.“ Nach dem Rekordabend gegen Porto geht Berlin mit breiter Brust in die Woche. Ein Sieg im Rückspiel in Portugal würde die Füchse der Hauptrunde dann ein großes Stück näherbringen.
Hinsichtlich der Sportwetten Tipps findest du Handball Bundesliga Tipps und passende Handball Bundesliga Wetten bei Tipico. Weitere Füchse Berlin News gibt es bei unseren Sport News, unseren Content mit Sportwetten-Bezug liefern wir dir bei den Sportwetten News.
Handball Bundesliga: Tipps & Quoten
TSV Hannover-Burgdorf - SG Flensburg-Handewitt
09.10.2026, 19:00 Uhr - ZAG ArenaFrisch Auf! Göppingen - SG BBM Bietigheim
10.10.2026, 19:00 Uhr - EWS ArenaTHW Kiel - HC Hamburg
11.10.2026, 15:00 Uhr - MERKUR OstseehalleHC Erlangen - MT Melsungen
11.10.2026, 16:30 Uhr - PSD Bank Nürnberg ARENAFüchse Berlin - TBV Lemgo Lippe
11.10.2026, 18:00 Uhr - Max-Schmeling-Halle
