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Doppelpass: Chandler rechnet mit Riera ab – Effenberg mit Kimmich-Klartext

Fernsehkamera Bröndby IF

Fußball heute: Timothy Chandler hat im Sport1-Doppelpass ungewohnt deutlich über die Zeit von Albert Riera bei Eintracht Frankfurt gesprochen. Vor allem ein Punkt störte den Routinier offenbar gewaltig: Statt über die Mannschaft sei unter dem Spanier viel zu häufig über den Trainer selbst gesprochen worden.

„Es ging ausschließlich meistens um ihn“, sagte Chandler über Riera. Auch bei der Nationalmannschaft wurde es deutlich. Stefan Effenberg und Peter Neururer bezogen in der Diskussion um Joshua Kimmich klar Stellung.

Chandler kritisiert Riera: „Sehr, sehr wenig um die Mannschaft“

Rieras kurze Amtszeit in Frankfurt war von zahlreichen Diskussionen begleitet worden. Chandler störte sich dabei insbesondere an der großen öffentlichen Aufmerksamkeit rund um den ehemaligen Eintracht-Coach.

„Ich glaube, jeder hier hat immer freitags gewartet, bis seine Pressekonferenz kam“, erklärte Chandler im Doppelpass. Anschließend seien TikTok und Instagram regelmäßig voll mit Aussagen des Trainers gewesen. „Und da ging es sehr, sehr wenig um die Mannschaft.“

Dem 36-Jährigen fehlte unter Riera zudem eine klare Linie. Deutlich wohler fühlt sich Chandler offenbar unter Rückkehrer Adi Hütter. Der Österreicher habe wieder klare Strukturen und eine Hierarchie in die Mannschaft gebracht.

Effenberg stellt sich klar hinter Kimmich

Für Diskussionen sorgte auch der Verzicht von Bundestrainer Jürgen Klopp auf Kapitän Joshua Kimmich bei den Nations-League-Spielen gegen Serbien und Griechenland. Besonders nach dem überzeugenden 2:0 gegen Serbien wurde die Frage laut, wie sicher Kimmichs Platz im DFB-Team künftig noch ist.

Effenberg hat dazu eine eindeutige Meinung. „Ein Kapitän der deutschen Nationalmannschaft sollte immer gesetzt sein“, sagte der frühere Bayern-Profi. Peter Neururer ging in eine ähnliche Richtung: „Wenn er gesund ist, hat er immer im Kader zu sein.“

Dass sich mit Tom Bischof und Aleksandar Pavlovic zuletzt andere Spieler im Mittelfeld empfehlen konnten, ändert für die beiden Experten nichts an Kimmichs grundsätzlicher Bedeutung für die Nationalmannschaft.

Chandler schwärmt von Frankfurter Top-Talent

Deutlich positiver wurde Chandler beim Blick auf Niko Ilicevic. Der erst 15-Jährige trainiert bereits regelmäßig bei den Frankfurter Profis und darf nach seinem 16. Geburtstag Ende Oktober auch in Pflichtspielen eingesetzt werden.

„Er ist ein herausragendes Talent“, schwärmte Chandler. Auch körperlich habe Ilicevic große Fortschritte gemacht. Ob Hütter den Youngster nach seinem Geburtstag direkt einsetzt, bleibt offen. Chandler traut ihm den Sprung zu den Profis jedenfalls bereits jetzt zu.

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