Fußball heute: Drei Österreicher und eine Eintracht-Legende – Adi Hütters Trainerteam bei Eintracht Frankfurt ist eine ungewöhnliche Konstellation. Neben Hütter selbst gehören Christian Peintinger und Klaus Schmidt zum Staff, als einziger Deutscher komplettiert Vereinsikone Alex Meier das Quartett. Wie *Bild* berichtet, läuft die Arbeitsaufteilung kollektiv: Trainingsplanung als Gruppe, Standards bei Schmidt, Stürmerfokus bei Meier, Gegneranalyse bei den Analysten.
Eintracht Frankfurt: Meier als „Missing Link“ – und sechs von sechs beim Torschuss
Schmidt bezeichnet Meier als „Missing Link“ des Teams – er bringe die nötige Nähe zu den jüngeren Spielern mit und habe sich von Beginn an nahtlos integriert. Enge Verbindungen zu Chandler, Götze und Koch, Gespür für die Jugendsprache und eine wachsende Sicherheit in der neuen Rolle machen ihn zum Bindeglied zwischen Trainerteam und Kabine. Eine besondere Anekdote aus dem Training unterstreicht seinen Stand: Bei einem Abschluss-Wettbewerb traf Meier sechs von sechs Bällen – ein kleiner, aber wirkungsvoller Beweis vor den Augen der Profis.
Die anfängliche Nervosität hat Meier nach eigener Aussage schnell abgelegt: „Die Jungs haben mir gesagt: Wenn du einen Fehler machst, scheißegal, mach einfach.“ Den österreichischen Dialekt seiner Kollegen verstehe er inzwischen immer besser – wenn sie aber richtig loslegen, müsse er gelegentlich nachfragen. Das entscheidende Gespräch mit Hütter war ursprünglich auf eine halbe Stunde angesetzt, dauerte am Ende zweieinhalb Stunden – danach war für Meier klar, dass er zusagen würde, wie *FFH* berichtet.
SGE-Trainerteam: Kein „Bad Cop“ – aber Hütter kann ihn spielen, wenn nötig
Peintinger und Schmidt kennen sich seit 40 Jahren und arbeiteten erstmals bei der AS Monaco zusammen – die Freundschaft sei die Grundlage der Zusammenarbeit und ermögliche ehrliches Feedback auch an Hütter: „Man kann ihm ab und zu den Spiegel vor das Gesicht halten.“ Einen klassischen „Bad Cop“ gibt es im Team offiziell nicht – auch wenn alle drei einräumen, dass Hütter diese Rolle durchaus einnehmen kann, wenn nötig.
Grundsätzlich setzt das Quartett auf persönliche, menschliche Lösungen: „Schrei-Duelle sind einfach nicht unsere Art.“ Peintinger beschreibt seine Rückkehr nach Frankfurt als emotionalen Moment: „Ich habe gesagt: Ich will nirgendwo anders hin.“ Für Eintracht Frankfurt ist dieses Trainerteam – menschlich wie fachlich – eine bewusste Entscheidung gegen Lautstärke und für Vertrauen.
