Fußball heute: Mitchell Weiser hat sich zurückgemeldet – und wie. 14 Monate nach Kreuzbandriss und Meniskusverletzung erzielte der Rechtsverteidiger beim 3:2-Sieg gegen Augsburg in der Nachspielzeit das entscheidende Tor. Wie die *Deichstube* berichtet, suchte er danach gezielt seinen privaten Fitnesscoach und seinen Physiotherapeuten auf der Tribüne auf – zwei Menschen, die ihn neben der offiziellen Werder-Reha begleitet hatten.
Werder Bremen: Weiser gesteht – Verbleib im Sommer war lange unsicher
Das Comeback hat eine persönliche Vorgeschichte. Weiser gestand nach dem Spiel, dass ein Verbleib in Bremen im Sommer lange nicht sicher war: „Ich war mit den Gedanken vielleicht woanders.“ Die Verhandlungen über eine Vertragsverlängerung standen zeitweise kurz vor dem Abbruch – er blieb, weil er das Gefühl hatte, in Bremen „noch nicht fertig“ zu sein. Sein Kontrakt läuft bis 2027 und ist laut *90min* stark leistungsbezogen.
Trainer Ole Thioune lobte Weisers Mentalität, mahnte aber zur Geduld. Nach dem Spiel habe der Körper wieder eine Reaktion gezeigt – Startelf und 90 Minuten seien noch kein unmittelbares Ziel. Ein geplantes Testspiel in der Länderspielpause soll längere Einsatzzeiten ermöglichen. Nicht wenige im Verein sind überzeugt, dass Weisers Verletzung einer der Hauptgründe für den Fast-Abstieg der Vorsaison war.
SVW im Höhenflug: Sieben Punkte – und nun wartet Tabellenführer Dortmund
Weisers Comeback fügt sich in einen kleinen Höhenflug: Sieben Punkte aus vier Spielen, seit drei Partien ungeschlagen. Sein Tor gegen Augsburg, kombiniert mit der Rückholaktion von Füllkrug und Neuverpflichtungen wie Regeer und Reis, zeigt, wie sehr sich die Qualität und Mentalität des Kaders verändert hat. Das nächste Spiel nach der Länderspielpause wartet mit Tabellenführer Borussia Dortmund allerdings ein besonders schwieriger Gegner – für Werder Bremen ein erster großer Test, ob der Aufwärtstrend trägt.
