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Stuttgart vs. BVB – Stimmen: „Das Leben schreibt die schönsten Geschichten“

VFB fans

Fußball heute: Borussia Dortmund hat am 4. Spieltag der Bundesliga beim VfB Stuttgart mit 1:0 (0:0) gewonnen und springt damit erstmals seit dem 21. Mai 2023 — nach 40 Monaten — an die Tabellenspitze der Bundesliga. Für den BVB war es der sechste Sieg im sechsten Pflichtspiel, Stuttgart wartet nach dem dritten Bundesliga-Spieltag ohne Sieg auf den zweiten Erfolg der Saison. Wir haben die Stuttgart – Dortmund Stimmen aus der Pressekonferenz und der Mixed Zone zusammengetragen.

Stimmen zu Stuttgart vs. Dortmund – das sagten Hoeneß und Kovac: „Das Leben schreibt die schönsten Geschichten“

Das Topspiel verlief über weite Strecken ausgeglichen und torlos. Stuttgarts Deniz Undav vergab in der 31. Minute die größte Chance des Spiels, als er nach einem BVB-Aufbaufehler aus spitzem Winkel an BVB-Keeper Gregor Kobel scheiterte. Bilal El Khannouss hatte kurz darauf per Kopf die nächste Möglichkeit, setzte den Ball aber knapp rechts neben das Tor (34.). Nach einer Stunde brachte Kovac Karetsas und Jobe Bellingham — und zehn Minuten später verwertete Beier dessen präzise Hereingabe zum entscheidenden Treffer.

Niko Kovac (Borussia Dortmund, Trainer): „Es war heute ein sehr intensives Spiel von beiden Seiten. Es gab diesmal nicht so viele Highlights, wie man das sonst gewohnt ist von diesen beiden Teams. Wir haben ballsicher begonnen, in der zweiten Halbzeit hatte der VfB etwas mehr vom Spiel – aber wir haben nichts zugelassen. Wir hatten nach der Pause aber die besseren Chancen – und machen das entscheidende Tor.“

Sebastian Hoeneß (VfB Stuttgart, Trainer): „Wir haben die erste Halbzeit ausgeglichen halten können, haben es aber im letzten Drittel mehrfach versäumt, klare Chancen zu kreieren. Ich habe uns nicht als die schlechtere Mannschaft gesehen. Wir stehen aber wieder ohne Punkte da, das tut weh. Denn ordentlich und okay zu spielen, das reicht halt gegen Topteams nicht.“

Stuttgart vs. Dortmund: Spielerstimmen — „Das Leben schreibt die schönsten Geschichten“

Niko Kovac ließ sich nach dem Abpfiff noch zu einem weiteren Statement hinreißen, das die emotionale Dimension des Abends für Beier auf den Punkt brachte. Auf Stuttgarter Seite zeigten sich Bredlow und Wohlgemuth enttäuscht, aber fair in der Analyse.

Niko Kovac (Borussia Dortmund, Trainer, bei Sky): „Das Leben schreibt die schönsten Geschichten. Maxi Beier ist nicht bei der Nationalmannschaft dabei, aber heute macht er das Tor. Ich freue mich! Und letzten Endes zeigt es, dass wir einen tollen Kader haben, dass wir einen tollen Maxi haben, und dass er sich heute mit diesem Tor belohnt hat. Und jetzt kann er ein paar Tage frei machen und auch ins Homeoffice gehen.“

Maximilian Beier (Borussia Dortmund, bei Sky): „Die Null musste erstmal gehalten werden in Stuttgart, und das haben wir über 90 Minuten stark gemacht. Es war ein Top-Ball von Jobe. Für einen Stürmer ist es am schönsten, wenn man einfach nur noch Danke sagen muss.“

Ole Book (Borussia Dortmund, Mixed Zone): „Es war das erwartet komplizierte Auswärtsspiel, auf jeden Fall eines der schwierigsten Spiele bisher in dieser Saison. Wir sind sehr zufrieden mit unserer Leistung, mit dem Ergebnis sowieso. Wir haben viele gute Sachen gezeigt, waren auch spielerisch echt gut gegen eine Mannschaft, die zu Hause viele Teams dominieren kann. Es war ein ausgeglichenes Spiel, aber am Ende des Tages hat uns dann die bessere Effizienz und die bessere Boxverteidigung den Sieg gebracht. Es ist kein Zufall, dass die Mannschaft schon letztes Jahr sehr wenige Gegentore gekriegt hat. Jetzt wirken wir wieder extrem stabil. Da sind viele Abläufe gerade in der eigenen Box mit Sicherheit kein Zufall.“

Waldemar Anton (Borussia Dortmund, bei Sky): „Wenn man das Spiel heute mit dem aus der letzten Saison hier vergleicht, haben wir deutlich kontrollierter gespielt, deutlich besser nach vorne und sehr, sehr wenig zugelassen. Klar, am Ende, ist es irgendwie normal hier in der Arena, dass die Stuttgarter extrem Druck machen. Da haben wir ein, zwei kleine Kopfbälle zugelassen, aber nichts Dramatisches, und hätten am Ende auch den Sack zumachen können. Wir genießen den Moment, wir haben uns das erarbeitet. Wir haben auch sehr, sehr guten und sauberen Fußball gespielt.“

Auf Stuttgarter Seite meldeten sich Torwart Bredlow und Sportvorstand Wohlgemuth zu Wort — beide anerkannten die Qualität des Gegners, konnten die Niederlage aber nur schwer verdauen.

Fabian Bredlow (VfB Stuttgart): „Wir haben definitiv Fortschritte gemacht, was das Verteidigen angeht. Wir haben wenige klare Torchancen zugelassen – umso bitterer, dass wir uns trotzdem einen gefangen haben. Es hat heute dann einfach ein Tor gefehlt. Ich glaube schon, dass die Möglichkeiten da waren, Chancen zu kreieren. Im letzten Drittel hat vielleicht manchmal die Genauigkeit gefehlt.“

Fabian Wohlgemuth (VfB Stuttgart, Sportvorstand): „Es war ein Spiel auf Augenhöhe. Beide Mannschaften hatten vom Start weg große Offensivabsichten, allerdings hat sich die erste Phase des Spiels eher zwischen den Strafräumen abgespielt. Dann haben wir auf beiden Seiten Toraktionen und Abschlüsse gesehen. Oft sind es dann Kleinigkeiten mit großer Wirkung. Wir waren beim Gegentor zu passiv und zu weit weg vom Mann. Das führt dann zum Gegentor. Dann sind wir dem Rückstand hinterhergelaufen, haben nochmals alles versucht. Das Entscheidungsverhalten im letzten Drittel war aber nicht immer richtig. Trotzdem kann ich der Mannschaft keinen Vorwurf machen, weil sie bis zum Schluss gearbeitet hat.“

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