1. FC Kaiserslautern News beim Fußball heute: Der 1. FC Kaiserslautern hat am 6. Spieltag der 2. Bundesliga Eintracht Braunschweig mit 1:0 besiegt. Den einzigen Treffer des zähen Duells erzielte Joker Erencan Yardımcı in der 73. Minute mit einem sehenswerten Heber über Keeper Ron-Thorben Hoffmann — und das ausgerechnet gegen seinen ehemaligen Club. Wir haben die FCK – Braunschweig Stimmen aus der Pressekonferenz und der Mixed Zone zusammengetragen.
Stimmen zu Kaiserslautern vs. Braunschweig – das sagten Klos und Krahl: „Ein wichtiger Arbeitssieg“
Marcel Klos (1. FC Kaiserslautern, Co-Trainer): „Es war heute ein wichtiger Arbeitssieg. Wir haben uns ins Spiel gearbeitet. Und die zweite Halbzeit war dann besser als die erste. Die Jungs wollen, aber in so einem Spiel muss man auch damit umgehen, dass der Gegner das Tempo verschleppt. Wir haben dann in der Halbzeitpause die richtigen Worte gefunden, dass wir vom Spieltempo und vom Enthusiasmus her noch eine Spur drauflegen mussten, auch wenn der Wille vor der Pause auch schon zu erkennen war.
Wir wollten bei diesem Heimspiel vor wieder einmal weit über 40.000 Zuschauern unbedingt gewinnen und haben dann nochmal zum Ausdruck gebracht, dass man am Ende nur mit einer gesamtheitlichen Mannschaftsleistung gewinnt. Es war dann ein knapper 1:0-Arbeitssieg, in dem die Einwechselspieler nochmal dazu beigetragen haben, dass wir das Spiel ziehen. Solche Siege braucht man auch, um stabil in die Saison hineinzukommen. Wir haben wieder zu Null gespielt. Und dann können wir auch von der Bank immer noch nachlegen und haben die Qualität, um ein Tor zu erzielen. Das ist heute wieder so aufgegangen, aber wir müssen jetzt in der Länderspielpause intensiv weiterarbeiten und die Dinge aufarbeiten, die bislang gut waren und die, die weniger gut waren.“
Lars Kornetka (Eintracht Braunschweig, Trainer): „Es war eine schwierige Situation für uns, weil wir wussten, dass es hier auswärts auf dem Betzenberg schwer wird. Dann ist es bitter, dass wir in der ersten Halbzeit gleich drei Verletzungen hinnehmen mussten. Die Wechsel haben uns dann in der zweiten Hälfte etwas den Mut mit dem Ball genommen, um das umsetzen zu können, was wir uns vorgenommen hatten. Wir waren technisch nicht immer ganz sauber und haben zu viele Chipbälle gespielt, was wir so eigentlich nicht vorhatten.
Dann war es mehr ein wildes Spiel, in das wir uns aber sehr gut reingekämpft haben. Diese Courage, die wir da gezeigt haben war sehr gut. Da kann ich nur den Hut vor den Jungs ziehen. Das ist nicht immer so einfach mit so einer jungen Mannschaft. Wir kommen dann eigentlich gut aus der Halbzeit raus, haben uns mehr Mut erspielt und wurden etwas klarer. Allerdings konnten sich beide Mannschaften nicht die klaren Torchancen rausspielen. Es war ein 50/50-Spiel und dann aus dem Nichts kriegen wir bei eigener Ecke einen sehr langen Konter, den wir nicht gut verteidigen. So ein Gegentor dürfen wir nicht kassieren. Daraus müssen wir lernen. Am Ende haben wir uns schwer getan nochmal eine klare Torchance herauszuspielen. Wir hätten gerne einen Punkt mitgenommen und ich denke auch, dass der okay gewesen wäre.“
FCK vs. Braunschweig: FCK-Spielerstimmen — „Wenn man immer alles gibt, wird man auch mit dem nötigen Glück belohnt“
Julian Krahl (1. FC Kaiserslautern): „Wenn man spät ein Tor macht, dann muss Braunschweig natürlich aufmachen und dann ergeben sich Räume. Sie haben es bis dahin aber wirklich sehr gut verteidigt und haben hinten sehr tief und sehr kompakt gestanden und das ist dann auch einfach schwer zu bespielen. Dementsprechend war es auch klar, dass es ein langer und zäher Kampf wird und der Trainer hat es am Anfang schon gesagt: Das Spiel wird nicht nach der ersten Halbzeit entschieden, sondern erst am Ende.
Wir sind die ganze Zeit drangeblieben und haben es hinten gut verteidigt und dann musst Du dieses Spiel einfach irgendwie gewinnen. Die zweite Liga ist eng, die zweite Liga ist hart umkämpft. Wir freuen uns sehr über den Sieg, weil das für uns auch wichtig war, nach letzter Woche eine Reaktion zu zeigen und dass wir zeigen, dass wir defensiv eine stabile Mannschaft sind. Und dementsprechend sind wir froh, dass das heute so gelaufen ist.“
Erencan Yardımcı (1. FC Kaiserslautern): „Dass ich jetzt ausgerechnet gegen Braunschweig getroffen habe, ist natürlich auch ein wenig glücklich. Ich gebe in jedem Spiel mein Bestes, egal wie lange ich auf dem Platz stehe. Und wenn man immer alles gibt, wird man auch mit dem nötigen Glück belohnt. Und natürlich freue ich mich, dass ich ein Tor erzielen konnte. Aber noch wichtiger ist, dass wir den Sieg geholt und die drei Punkte eingesammelt haben. So müssen wir auch dranbleiben und nach der Länderspielpause genau so weitermachen.“
Mika Haas (1. FC Kaiserslautern): „Es war wirklich ein sehr schwieriges Spiel, in dem von beiden Seiten wenig gute Passstafetten dabei waren. Wir haben in der ersten Halbzeit öfter wegen ungenauen Passspiels den Ball verloren, deswegen sind wir auch zu Beginn nicht so richtig in unser Spiel reingekommen. Hinten haben wir aber trotzdem ganz gut gestanden. Aber da muss offensiv und gerade mit Ball, wie auch in den letzten Spielen, definitiv mehr von uns kommen. Wichtig sind aber trotzdem die drei Punkte und darüber sind auch alle wirklich glücklich.“
Semih Sahin (1. FC Kaiserslautern): „Es hat sehr viel Spaß gemacht, in diesem schönen Sondertrikot zu spielen und es ist ein bisschen schade, dass wir es nur einmal tragen. Bis zum 1:0 war es ein zähes Spiel, so dass es ein hart erarbeiteter Sieg war. Aber es war auch ein sehr schönes Tor von Eren und dann haben wir es auch gut nach Hause gebracht. Vom Saisonstart bis zur Länderspielpause haben wir uns insgesamt gut präsentiert. Wir stehen hinten gut, haben aber vorne vielleicht ab und zu noch ein paar Probleme, uns Chancen herauszuspielen und Tore zu machen. Aber ein Tor ist immer drin, so wie heute auch und dann gewinnt man solche Spiele mit 1:0.“
Kaiserslautern vs. Braunschweig: „Es tut extrem weh, dass wir diesen Punkt nicht mitnehmen können“
Ron-Thorben Hoffmann (Eintracht Braunschweig): „Der Trainer hat gesagt, dass er etwas Positives und etwas Negatives mitnimmt. Das Positive ist, dass wir alles reingehauen und gekämpft haben und über lange Strecken mit Lautern auf Augenhöhe waren. Darauf können wir aufbauen. Spielerisch hat uns heute etwas gefehlt. Bis zum Tor haben wir es allerdings kämpferisch gut gemacht. Das Gegentor ist mit dem Zwei gegen Eins natürlich fahrlässig verteidigt. Es tut heute extrem weh, dass wir diesen Punkt nicht mitnehmen können, weil wir es durch die kämpferische Art und Weise, glaube ich, trotzdem verdient gehabt hätten. Natürlich tut diese Serie gerade weh, aber es hilft nichts. Wir können und dürfen den Kopf nicht in den Sand stecken. Wir arbeiten täglich mit allem was wir haben daran, den Bock umzustoßen.“
Florian Flick (Eintracht Braunschweig): „Ich finde, dass wir ein ordentliches Spiel gemacht haben. Wir haben nicht viel zugelassen und standen gut, fahren aber leider mit einer 0:1-Niederlage nach Hause. Wir hatten auch Chancen, selbst in Führung zu gehen, nutzen sie aber nicht. Dann werden wir eiskalt bestraft. Die Enttäuschung ist sehr groß. In einem Spiel, in dem man nicht viel zulässt, ist es extrem bitter, aus einer eigenen Ecke so einen Konter zuzulassen und sich dadurch das entscheidende Tor zu fangen. Wir haben heute die gegnerischen Standards gut verteidigt. Dass wir aber so einen Gegentreffer bekommen, darf nicht passieren. Wir haben Dinge, an denen wir arbeiten müssen, und da kommt uns die Länderspielpause gelegen.“
Aaron Opoku (Eintracht Braunschweig): „Ich bin sehr enttäuscht, weil jeder weiß, dass hier heute mehr gegangen wäre. Wir müssen Taten sprechen lassen. Wir müssen uns in jeden Ball schmeißen, egal wie groß der Gegner ist und jeden Ball weghauen. Das kriegen wir im Moment nicht gut hin. Wir können nur versuchen, es Woche für Woche wieder neu zu machen, wieder neu Gas zu geben und noch einmal mehr die Sinne zu schärfen. Wir müssen darüber reden, aber am Ende müssen wir es auf dem Platz zeigen. Auch an der Chancenauswertung müssen wir definitiv arbeiten. Auch ich selbst habe eine Chance, bei der der Ball normalerweise reingehen muss. Wir müssen alle Überlegungen ausschalten und einfach unseren Fußball spielen. Ich denke, die Länderspielpause kommt jetzt für den Kopf gelegen.“
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