Fußball heute: Sieben Gegentore, ein Punkt, zwei Spiele – Eintracht Frankfurts Saisonstart ist ein Alarmsignal. Vor dem Auswärtsspiel in Mainz am Samstag plant Trainer Adi Hütter laut *Bild* einen Systemwechsel: Weg vom bisherigen 4-2-2-2, hin zur Dreierkette – eine Reaktion auf die eklatante Defensivschwäche, die sich durch beide Auftritte wie ein roter Faden zieht.
Eintracht Frankfurt: Koch ins Abwehrzentrum – Hütter setzt auf bewährtes Rezept
Kapitän Robin Koch soll dabei ins Abwehrzentrum rücken, wo er nach Einschätzung des Trainers deutlich stärker agiert als in der Viererkette. Brassier würde links, Jeremiah Maluze rechts spielen. Bereits zu Beginn seiner ersten Amtszeit 2018 hatte Hütter nach einem Fehlstart erfolgreich auf dieses System umgestellt – der Griff zur Dreierkette ist für ihn also kein Experiment, sondern ein erprobtes Mittel.
An den jungen Außenverteidigern Keita Kosugi und Elias Baum will Hütter trotz ihrer schwachen Leistungen gegen Augsburg festhalten. Im Angriff könnte Oscar Højlund im defensiven Mittelfeld eine Option werden – zumal Chaïbi krank im Training fehlte und Götze zuletzt in dieser Rolle begann. Unabhängig vom System fordert der Österreicher von seiner Mannschaft mehr Widerstandsfähigkeit, Intensität und eine deutlich verbesserte Konterabsicherung.
SGE-Neuzugang Brassier mit Führungsanspruch: „Man muss auch mal gemein sein“
Mitten in diese Planungen tritt Neuzugang Lilian Brassier mit einem klaren Selbstverständnis. Der Franzose war ausdrücklicher Wunschspieler Hütters und gibt beim Debüt gegen Augsburg einen ersten Vorgeschmack – auch wenn die Defensivprobleme noch nicht gelöst werden konnten. Seine Botschaft an die junge Mannschaft ist unmissverständlich: „Man muss auch mal gemein sein im Zweikampf, das gehört dazu.“
Vor dem Duell in Mainz gibt sich der Innenverteidiger kämpferisch: „Ich bin bereit, unsere Farben zu verteidigen und alles zu geben. Wir wollen das Spiel gewinnen.“ Für Eintracht Frankfurt ist das Spiel beim direkten Kontrahenten bereits eine erste Standortbestimmung – mit neuem System, neuem Anführer in der Abwehr und dem Anspruch, endlich die Punkte zu holen, die dem Start bislang fehlen.
