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VfB Stuttgart: Milosevic geht – Wohlgemuth plant weitere Verkäufe!

Stuttgart-Fans

Fußball heute: Der VfB Stuttgart macht mit einem Sturm-Talent ein dickes Transfer-Plus: Jovan Milosevic wechselt zum portugiesischen Erstligisten SC Braga. Für Sportvorstand Fabian Wohlgemuth ist es der erste Deal direkt nach seiner eigenen Vertragsverlängerung – und zugleich der Auftakt zu einer hektischen Schlussphase auf dem Transfermarkt.

VfB Stuttgart: Der Milosevic-Deal

Wie Bild berichtet, ging alles schnell: Zuletzt hatten sich Braga und der Serie-A-Klub Udinese ein Duell um den 21-jährigen Serben geliefert und sich mit ihren Offerten gegenseitig überboten. Am Ende machten die Portugiesen das Rennen. Milosevic unterschreibt einen Fünfjahresvertrag, den Medizincheck absolvierte er laut Sky am Mittwoch. Trainer Carlos Vicens gilt als großer Fürsprecher des Angreifers, der sich in Braga in einer europäischen Spielklasse zeigen und von dort den nächsten Karriereschritt machen will.

Finanziell ist der Verkauf für den VfB ein Gewinn. Vor drei Jahren war Milosevic für eine überschaubare Summe im niedrigen einstelligen Millionenbereich gekommen; nun fließt nach übereinstimmenden Berichten eine kolportierte Ablöse von rund acht bis neun Millionen Euro – ein Vielfaches des einstigen Preises. Sportlich hatte sich der Wechsel abgezeichnet: Beim VfB kam der Stürmer über sechs Kurzeinsätze nie hinaus und wurde zuletzt dreimal verliehen – an St. Gallen, Partizan Belgrad und in der vergangenen Rückrunde an Werder Bremen, wo ihm drei Tore gelangen. Weil ihm auch in dieser Saison der Durchbruch in Stuttgart nicht zugetraut wird, verlässt er den Klub fest.

Wohlgemuth frisch verlängert – und unter Zeitdruck

Für Wohlgemuth ist es ein gelungener Einstand nach eigener Zukunftsklärung: Der 47-Jährige hatte zuvor seinen Vertrag als Sportvorstand bis 2029 unterschrieben. Große Verschnaufpause gönnt ihm der Kalender allerdings nicht, denn das Transferfenster schließt bereits am 1. September.

Der Grund für den Handlungsdruck ist ein sattes Transferminus von rund 60 Millionen Euro, das durch die teuren Zugänge dieses Sommers entstanden ist. Für Grischa Prömel, Leo Sauer, Dzenan Pejcinovic sowie die Kaufverpflichtung von Bilal El Khannouss gaben die Schwaben samt Handgeldern über 60 Millionen Euro aus. Der Milosevic-Erlös verringert dieses Minus zwar, reicht aber längst nicht aus. Nach Bild-Informationen müssen deshalb weitere Einnahmen her – entweder über mehrere kleinere Abgänge oder einen Top-Verkauf. Als Kandidaten gelten unter anderem Mittelstürmer Ermedin Demirovic (rund 20 Millionen Euro), Josha Vagnoman (ab etwa zehn Millionen) und Talent Mirza Catovic. Der größte Geldregen winkt bei einem möglichen El-Khannouss-Verkauf, der rund 60 Millionen Euro einbringen könnte.

Weitere Baustellen: Stars, Tor und Hendriks

Damit hängt Wohlgemuths zweite Großaufgabe eng zusammen: die Zukunft der Topspieler zu klären. Sollten El Khannouss oder andere Leistungsträger gehen, braucht der VfB rasch Gewissheit, um in den letzten beiden Wochen des Fensters noch passende Alternativen verpflichten zu können, bevor diese vom Markt sind.

Auch die Torwartfrage drängt. Nach der Oberschenkelverletzung von Talent Dennis Seimen muss der Klub entscheiden, ob er auf Ersatzkeeper Fabian Bredlow setzt oder noch einen Übergangstorhüter verpflichtet – zumal mehrere Kandidaten bereits anderweitig unterschrieben haben. Losgelöst vom Transferfenster steht zudem die Vertragsverlängerung von Abwehrmann Ramon Hendriks an, dessen Kontrakt 2028 ausläuft. Erste Gespräche blieben ergebnislos, im September will man erneut verhandeln – dann winkt dem Verteidiger womöglich sogar ein Spitzengehalt.

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