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Bayer Leverkusen legt Kapitän Andrich Abschied nahe!

Leverkusen-Fans

Fußball heute: Robert Andrich gilt schon den gesamten Sommer als Abgangskandidat bei Bayer Leverkusen – doch nun hat der Verein eine neue Marke gesetzt. Erstmals während seiner Zeit im Rheinland haben die Verantwortlichen dem Kapitän einen Wechsel nahegelegt. Der Mittelfeldspieler soll sich aktiv auf dem Markt umschauen.

Bayer Leverkusen: Ein klares Signal an den Kapitän

Wie der kicker berichtet, wurde dem 31-Jährigen von den Bossen mitgeteilt, dass er in der bevorstehenden Saison beim Werksklub kaum auf nennenswerte Spielzeit kommen dürfte. Die Konsequenz: Gemeinsam mit seinem Berater Sören Seidel soll Andrich die Lage auf dem Transfermarkt ausloten. Für den 19-maligen Nationalspieler, der zuletzt noch als Kapitän amtierte und bis 2028 unter Vertrag steht, ist das ein deutliches Zeichen.

Hintergrund ist ein seit Wochen bekanntes Überangebot im zentralen Mittelfeld, das Bayer bis zum Ende der Transferperiode verkleinern möchte. Bislang blieb ein Abgang in diesem Bereich aus. Während Ezequiel Fernandez bleibt, gingen für Exequiel Palacios zuletzt zwei zu niedrige Angebote von Premier-League-Aufsteiger Ipswich Town ein, die Leverkusen bei einer Forderung von rund 35 Millionen Euro postwendend ablehnte. Nun kommt auch bei Andrich Bewegung ins Spiel.

Warum seine Rolle wegfällt

Angedeutet hatte sich die Entwicklung bereits. Mit dem Wechsel auf der Trainerbank zu Carles Martínez kam auch ein Systemwechsel: Der Coach bevorzugt eine Viererkette, in der für die von Andrich 2025/26 meist gespielte Position im Zentrum einer Dreierkette kein Platz mehr ist. Auf der von ihm bevorzugten Rolle als tiefer Sechser brächte der Defensivspezialist mit seiner Zweikampf- und Kopfballstärke zwar durchaus Argumente mit. Doch sport1 zufolge setzen Martínez und die Verantwortlichen inzwischen auf andere Profis. Auch das Kapitänsamt dürfte Andrich daher bald verlieren.

Für den Defensivspezialisten ist das ein Rückschlag. Er identifiziert sich stark mit Bayer, hatte gewichtigen Anteil an den jüngsten Erfolgen und fühlt sich mit seiner Familie im Rheinland wohl. Anfang August hatte er sich im Gespräch mit der Bild noch kämpferisch gezeigt: „Solange mich niemand vom Hof jagt oder ich das Gefühl habe, etwas Neues machen zu müssen, werde ich einen Wechsel nicht forcieren.“ Diese Ausgangslage aber hat sich nun verändert.

Bundesliga oder erstmals Ausland?

Sollte sich ein aus seiner Sicht passender Interessent melden, will sich Andrich damit befassen. Dabei ist er nicht auf die Bundesliga festgelegt, sondern kann sich nach fünf Jahren in Leverkusen auch ein erstes Auslandsengagement vorstellen. Ein wichtiger Antrieb: Der Mittelfeldspieler hofft auf eine Rückkehr in die Nationalmannschaft, wofür er vor allem Spielpraxis benötigt.

Ein konkreter Abnehmer ist bislang nicht bekannt. In diesem Sommer hatte lediglich Eintracht Frankfurt loses Interesse signalisiert, zu konkreten Gesprächen kam es jedoch nicht. Sportlich zwickt es zudem gerade: Nach muskulären Problemen aus dem Test gegen Sevilla (2:1) trainierte Andrich zuletzt individuell. Offen bleibt damit die entscheidende Frage – ob er in der Saison 2026/27 noch das Bayer-Trikot trägt oder nicht.

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