Fußball heute: Beim Hamburger SV gibt es gleich zwei Meldungen zu Innenverteidiger Warmed Omari – eine erfreuliche und eine bittere. Der 26-Jährige ist erneut Vater geworden, muss den Rothosen aber wegen einer Schulterverletzung vorerst fehlen. Das dürfte auch die Transferplanung der Hamburger beeinflussen.
Das Rätsel um die „privaten Gründe“ ist gelöst
Zuletzt hatten sich manche Fans gewundert, weil Omari nach dem Testspiel gegen OSC Lille von der Bildfläche verschwunden war – er fehlte sowohl auf dem Trainingsplatz als auch beim anschließenden Test gegen Toulouse. Der Verein sprach von „privaten Gründen“ – nun ist klar, dass dahinter eine freudige Nachricht steckte: Der Komoren-Nationalspieler wurde zum zweiten Mal Vater und durfte deshalb zuvor individuell trainieren. Der HSV wünschte seinem Profi ausdrücklich eine schöne Zeit mit dem Nachwuchs.
Schulterverletzung stoppt den Verteidiger
Weniger schön ist die sportliche Seite. Wie sport1 berichtet, machten Omari seit dem 2:2 gegen Lille am 8. August „wiederkehrende Probleme im Schulterbereich“ zu schaffen. Bereits in jener Partie war er an der Schulter behandelt und anschließend nicht mehr eingesetzt worden. Eine MRT-Untersuchung im Athleticum am Volkspark bestätigte laut Mopo schließlich eine Schulterverletzung.
Immerhin bleibt dem Verteidiger ein Eingriff erspart: Die Blessur lässt sich ohne Operation behandeln. Dennoch teilte der HSV mit, Omari werde „vorerst nicht zur Verfügung stehen“ und den Pflichtspielstart in die Saison 2026/27 verpassen. Wie lange der Abwehrspieler genau ausfällt, ließ der Klub offen; in der Woche nach dem Auftakt soll er nach Möglichkeit wieder ins Mannschaftstraining einsteigen.
Konkret bedeutet das: Für das erste Pflichtspiel in der ersten Runde des DFB-Pokals am Montag beim Drittligisten SC Verl fällt Omari ebenso aus wie voraussichtlich für den Bundesliga-Auftakt bei Borussia Dortmund am 29. August.
Was der Ausfall für die Kaderplanung bedeutet
Der Ausfall trifft den HSV in einer ohnehin dünn besetzten Innenverteidigung, dürfte aber auch Bewegung in die Personalplanung bringen. Zuletzt hatten die Eigengewächse Shafiq Nandja und Jason Bissi-Mouelle im Test gegen Toulouse neben Jordan Torunarigha in der Dreierkette überzeugt. Zusätzliche Optionen verschafft Trainer Merlin Polzin der frisch verpflichtete Sebastiaan Bornauw, der am Mittwoch erstmals mit der Mannschaft trainierte; auch Nicolás Capaldo kehrte nach kurzem Ausfall auf den Platz zurück.
Eine Konsequenz zeichnet sich damit ab: Ein möglicher Abgang von Daniel Elfadli, der ohnehin in Hamburg bleiben möchte, dürfte sich vorerst erledigt haben. Der HSV braucht in der Defensive schlicht jeden verfügbaren Mann.
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