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Hannover 96: Streit, Torwart-Rochade, null Punkte – Trainer Titz wackelt!

Hannover-Fans

Fußball heute: Bei Hannover 96 ist der Trainer bereits früh in der Saison angezählt: Nach zwei Niederlagen und null Punkten steht Christian Titz unter erheblichem Druck. Intern bröckelt die Rückendeckung – und im Hintergrund werden offenbar schon mögliche Nachfolger gehandelt.

Zwei Spiele, null Punkte, vorletzter Platz

Der Auftakt in die Zweitliga-Saison ging gründlich daneben. Auf die 1:3-Niederlage beim Aufsteiger Energie Cottbus folgte eine unglückliche 0:1-Heimpleite gegen den VfL Wolfsburg, sodass die Niedersachsen nach zwei Spieltagen ohne Zähler auf dem vorletzten Rang stehen. Die Erwartungen an Titz waren vor der Saison hoch – die bisherigen Auftritte haben laut Sky jedoch für erste Zweifel gesorgt.

Entsprechend angespannt ist die Lage. Nach Sky-Informationen schwindet bei den Verantwortlichen der Rückhalt für den 55-Jährigen; hinter vorgehaltener Hand ist von einem Trainer die Rede, der nicht ausreichend aus Fehlern lerne. Titz steht damit unter Zugzwang: Bleiben die Punkte bis zur Länderspielpause aus, könnte ihm ein frühes Aus drohen.

Boldt schaut sich offenbar schon um

Wie sport1 unter Berufung auf die Hannoversche Allgemeine Zeitung berichtet, ist die Lage für Titz zwar noch nicht existenzbedrohend, doch die internen Diskussionen muss er zwingend zum Verstummen bringen. Sport-Geschäftsführer Jonas Boldt soll sich für den Ernstfall bereits nach Alternativen umsehen. Als möglicher Nachfolger fällt dabei der Name von Lukas Kwasniok, dem früheren Trainer des 1. FC Köln.

Die Spannungen sind nicht neu. Schon im Trainingslager hatte Titz öffentlich Verstärkungen eingefordert und erklärt, man benötige noch vier, fünf oder sechs Spieler. Boldt konterte deutlich: „Nur Spieler zu verpflichten, ist nicht des Rätsels Lösung“, sagte der 44-Jährige und ergänzte mit spitzem Unterton, es sei „ja kein Playstation-Spiel, wo man unendlich Geld hat oder einen Cheatcode“. Man wolle stattdessen planvoll vorgehen.

Streitfall Torwart

Für zusätzlichen Gesprächsstoff sorgte Titz’ Entscheidung auf der Torhüterposition. Bereits nach dem ersten Saisonspiel setzte der Coach Sommer-Neuzugang Pascal Loretz auf die Bank und schenkte vor dem Wolfsburg-Spiel Leo Weinkauf das Vertrauen. Nach der Partie ließ Titz offen, wer künftig die Nummer eins sein soll, deutete aber an, dass Weinkauf auch im Pokal gegen den SV Hemelingen im Tor stehen dürfte.

Kritik kam prompt von prominenter Stelle: 96-Torwartlegende Jörg Sievers zeigte sich im Gespräch mit der Bild irritiert. Ein solcher Wechsel nach nur einem Spiel sei für ihn schwer nachvollziehbar – wer eine neue Nummer eins hole, tue das aus Überzeugung und müsse ihr dann auch eine Eingewöhnungszeit zugestehen. „Ich hätte es nicht so gemacht“, so Sievers.

Die Länderspielpause als Frist

Damit werden die kommenden Wochen für Titz zur Bewährungsprobe. Bis zur nächsten Länderspielpause muss Hannover den Negativtrend stoppen und den ersten Dreier einfahren, um die Personaldebatte im Keim zu ersticken. Bleiben die Punkte aus, könnte in Hannover die erste Trainerentlassung der noch jungen Zweitliga-Saison anstehen.

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