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Dynamo Dresden: Beeindruckende Serie! Das gelang zuletzt vor 13 Jahren

Dynamo-Dresden-Fans

Fußball heute: Eine Woche nach dem 0:3 beim 1. FC Nürnberg hat Dynamo Dresden den ersten Saisonsieg eingefahren. Vor knapp 31.000 Zuschauern im Rudolf-Harbig-Stadion setzte sich die SGD mit 1:0 gegen den SV Darmstadt 98 durch – laut MDR war es kein Leckerbissen über 90 Minuten, wie es Kapitän Niklas Hauptmann formulierte, dafür aber ein Ergebnis mit Substanz.

Vier Heimsiege in Serie – eine Marke aus dem Jahr 2013

Der Erfolg reiht sich in eine bemerkenswerte Statistik ein. Saisonübergreifend war es der vierte Heimdreier nacheinander, wie Tag24 vorrechnet: Auf die Siege gegen Bochum (2:0), Kaiserslautern (1:0) und Kiel (2:1) folgte nun das 1:0 gegen die Lilien. Macht zwölf Punkte bei einem Torverhältnis von 6:1.

Eine solche Serie hatte es in der 2. Bundesliga zuletzt in der Rückrunde 2012/2013 gegeben, also vor mehr als 13 Jahren. Damals bezwangen die Dresdner nacheinander St. Pauli, Cottbus, Paderborn und Regensburg. Auch die Jahresbilanz spricht für sich: Von neun Heimspielen im Kalenderjahr 2026 gewann Dynamo sechs, eines endete remis, nur zwei gingen verloren.

Keine echte Torchance für Darmstadt

Sportlich lag der Schlüssel in der Defensive. Darmstadt kam laut MDR auf gerade einmal 0,34 Erwartungstore und damit über 90 Minuten auf keine statistisch nennenswerte Gelegenheit. Gästetrainer Florian Kohfeldt zog nach eigener Aussage die Bilanz, Dresden habe zwei Torchancen gehabt, sein Team eine – für ein komplettes Spiel sei das nicht viel.

Auch in den Laufdaten lag die SGD vorn: rund 70 Prozent Ballbesitz, 115,75 zurückgelegte Kilometer und damit fast acht mehr als der Gegner, dazu 700 gespielte Pässe und 270 mehr als die Hessen. Ab der 70. Minute agierte Dresden zudem in Überzahl. Kohfeldt beschrieb den Auftritt der Gastgeber mit den Worten: „Dynamo hat das sehr gut verteidigt im tiefen Block, die Flügelspieler Eins zu Eins genommen“, wie der MDR zitiert. Trainer Thomas Stamm, der nach dem Nürnberg-Spiel noch mehr Bissigkeit gefordert hatte, zeigte sich mit der defensiven Grundlage zufrieden.

Sterner trifft – und stellt die Mannschaft in den Vordergrund

Für das Tor des Tages sorgte ausgerechnet Jonas Sterner. In Nürnberg hatte der Abwehrspieler gegen die Offensive des FCN keinen Zugriff gefunden und war schon zur Halbzeit vom Feld geholt worden. Gegen Darmstadt war er dann an der Entstehung seines Treffers beteiligt und schloss anschließend selbst ab.

Bescheiden blieb er trotzdem. Im Interview mit Sport im Osten sagte Sterner, nur er habe auf der Anzeigetafel gestanden, im Mittelpunkt stehe an diesem Tag die Mannschaft.

Bünning erstmals nach der Hirnblutung wieder im Stadion

Eine Geschichte abseits des Rasens sorgte zusätzlich für Emotionen: Abwehrspieler Lars Bünning war erstmals seit seiner Hirnblutung von Ende Mai wieder im Stadion und auch in der Kabine. Der 28-Jährige befindet sich derzeit in der Reha, wann er wieder spielen kann, ist laut MDR offen. Stamm berichtete von einem längeren Gespräch in der Woche zuvor und davon, wie sehr sich das Team über seine Anwesenheit gefreut habe.

Kapitän Hauptmann ordnete den Sieg als wichtig für das Gefühl ein und machte deutlich, dass die Mannschaft das Stadion zu einer Festung ausbauen wolle. Ähnlich äußerte sich Abwehrchef Thomas Keller gegenüber Tag24: Die Unterstützung von den Rängen gebe der Mannschaft Kraft, dafür wolle man zu Hause besonders gut auftreten.

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