Fußball heute: Eigentlich schien klar, dass Edin Džeko mit dem FC Schalke 04 die letzte Saison seiner Profikarriere bestreitet. Doch nun sorgt der 40-Jährige mit seinen Aussagen für Gesprächsstoff – und deutet einen möglicherweise längeren Verbleib in Gelsenkirchen an.
FC Schalke 04: Ein Signal für die Zukunft?
Offiziell verkündet hat Džeko sein Karriereende nicht. Er gehe aktuell lediglich davon aus, betonte der Routinier – festgelegt ist damit nichts. Ein weiteres Jahr bei den Königsblauen ist also keineswegs ausgeschlossen. Für zusätzliche Spekulationen sorgt eine private Weichenstellung: Anders als in seinen ersten Monaten in Gelsenkirchen zieht seine Familie nun ebenfalls nach Deutschland, nachdem sie zuvor in Florenz geblieben war. „Am Ende ist das Wichtigste, dass wir alle zusammen sind“, sagte Džeko im Gespräch mit Sky, aufgegriffen von derwesten.
In der ersten Zeit war der Angreifer allein an die Emscher gekommen und hatte viel Zeit mit seinem Nationalmannschaftskollegen Nikola Katić verbracht. Dass die Familie nun nachzieht, werten manche als Hinweis, dass Džeko seine Zukunft womöglich länger auf Schalke sieht.
Vorfreude auf ein Wiedersehen – und den FC Bayern
Sportlich kehrt Džeko nach eigenen Worten „nach 15 Jahren“ ins Oberhaus zurück – zuletzt hatte er in der Bundesliga für den VfL Wolfsburg gespielt. Entsprechend reizvoll sind für ihn die Wiedersehen mit alten Weggefährten. „Ich sehe auch, dass manche Leute, die mit mir gespielt haben, jetzt Trainer, Sportdirektoren oder Geschäftsführer sind. Ich freue mich darauf, sie wiederzusehen“, sagte er laut 90min.
Besonders ein Duell sticht heraus: Schon am zweiten Spieltag empfängt Schalke den FC Bayern. Dessen Coach Vincent Kompany ist ein alter Bekannter, wie Džeko mit einem Augenzwinkern deutlich machte: „Sie sind so gut unter Trainer Vincent Kompany. Er ist mein Freund, mein Ex-Kapitän.“ Beide hatten gemeinsam bei Manchester City gespielt. Ein leichtes Spiel erwartet er entsprechend nicht.
Die Entscheidung stand früh fest
Dass er sich das Abenteuer Bundesliga überhaupt noch einmal zutraut, war für Džeko offenbar nie eine große Frage – auch wenn es für den Aufsteiger einzig um den Klassenerhalt gehen kann. Seinen Entschluss fasste er früh, wie er verriet: „Ich denke, schon von Anfang an, weil wir mit Miron gleich nach der WM geredet haben.“ Bereits zwei Tage nach dem Turnier sei er „ganz positiv“ gewesen. Trainer Miron Muslic habe ihm signalisiert, dass er gemeinsam mit Katić Anfang August kommen könne – so kam es dann auch.
Seine Zahlen unterstreichen, welche Erfahrung der Stürmer mitbringt: In der Bundesliga stehen 66 Treffer und 27 Vorlagen aus 111 Partien zu Buche, allesamt im Trikot des VfL Wolfsburg gesammelt. Für Schalke kommt er bislang auf elf Einsätze, sechs Tore und drei Vorlagen. Ob am Saisonende tatsächlich Schluss ist, lässt der 40-Jährige nun bewusst offen.
