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Tour de France 2027: Favoriten, Prognose & alle Etappen

Die Frankreich-Rundfahrt im Überblick

Tour de France 2027: Termin, Start & die wichtigsten Infos

Die Tour de France 2027 wird vom 2. bis zum 25. Juli ausgetragen. Zur 114. Ausgabe beginnt die Frankreich-Rundfahrt in Edinburgh: Die ersten drei Etappen führen durch Schottland, England und Wales, bevor das Feld nach einem frühen Ruhetag nach Frankreich übersetzt. Über die Alpen, das Zentralmassiv und die Pyrenäen geht es nach Paris, wo die Schlussetappe erneut über den Montmartre führt.

Im Mittelpunkt steht die Frage, ob Tadej Pogačar zum sechsten Mal gewinnt. Mit fünf Gesamtsiegen teilt sich der Slowene derzeit den Rekord mit Jacques Anquetil, Eddy Merckx, Bernard Hinault und Miguel Indurain. Die Strecke bietet ihm und seinen Herausforderern einiges: 71 Kilometer im Einzelzeitfahren – so viele wie seit 2012 nicht mehr – und ein Pyrenäen-Doppel in der letzten Woche. Wer zu den Tour de France Favoriten zählt, wie die Prognose ausfällt und wann die Etappen live im TV laufen, liest du auf dieser Seite.

Tour de France 2027 kompakt

  • Termin: Freitag, 2. Juli, bis Sonntag, 25. Juli 2027
  • Ausgabe: 114. Tour de France
  • Grand Départ: Edinburgh (Schottland)
  • Ziel: Paris, Champs-Élysées (mit Montmartre-Anstieg)
  • Strecke: 21 Etappen über 3.479 Kilometer und rund 54.000 Höhenmeter
  • Etappentypen: 6 Bergetappen, 2 Einzelzeitfahren, 13 Flach- und Hügeletappen
  • Zeitfahren: 71 Kilometer (Blois – Chambord und Toulouse)
  • Ruhetage: Montag, 5. Juli (Transfer nach Frankreich), Montag, 12. Juli, und Montag, 19. Juli
  • Höchster Punkt: Col du Portet (2.215 m), 18. Etappe
  • Teilnehmer: in der Regel 23 Teams mit je acht Fahrern
  • Titelverteidiger: Tadej Pogačar (UAE Team Emirates-XRG)
  • Übertragung: ARD und ZDF im Free-TV, dazu Eurosport

Inhalt dieser Seite:

Die dazugehörigen Quoten zu Gesamtsieg und Etappen sind im Radsport-Bereich von Tipico hinterlegt.

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Wer gewinnt die Tour de France 2027? Favoriten & Prognose

Die Frage nach dem Gesamtsieger hat 2027 eine historische Dimension: Gewinnt Tadej Pogačar erneut, steht erstmals ein Fahrer zum sechsten Mal als Sieger in Paris auf dem Podium. Hier findest du die Tour de France Favoriten mit ihrer Bilanz, ihrer Ausgangslage nach der Saison 2026 und die Prognose zum Kampf um das Gelbe Trikot.

Tadej Pogačar (UAE Team Emirates-XRG)

In der Favoritenrolle führt kein Weg am Titelverteidiger vorbei. Pogačar gewann fünf der vergangenen sieben Austragungen (2020, 2021, 2024, 2025 und 2026), in den beiden übrigen Jahren wurde er Zweiter. 2026 hatte er in Paris 6:26 Minuten Vorsprung auf den nächsten Verfolger.

Der Slowene verliert weder im Hochgebirge noch im Zeitfahren Zeit und holt regelmäßig auch Etappen, auf denen sich sonst Ausreißer oder Puncheure durchsetzen. Dazu kommt eine Mannschaft, in der mit Isaac del Toro ein weiterer Podiumsfahrer als Helfer bereitsteht. Pogačar geht deshalb als klarer Topfavorit in die Rundfahrt.

Remco Evenepoel (Red Bull-Bora-Hansgrohe)

Evenepoel beendete seine erste Tour im Trikot von Red Bull-Bora-Hansgrohe als Zweiter und gewann zwei Etappen, darunter das Einzelzeitfahren. Bereits 2024 hatte der Belgier als Dritter auf dem Podium gestanden.

Im Kampf gegen die Uhr gehört er zu den stärksten Fahrern im Feld – und genau davon bietet die Strecke 2027 so viel wie seit Jahren nicht. Seine Schwachstelle bleiben die langen Anstiege im Hochgebirge, an denen er 2026 den Großteil seines Rückstands auf Pogačar einsammelte.

Jonas Vingegaard (Visma-Lease a Bike)

Seit 2020 hat außer Pogačar nur Vingegaard die Tour gewonnen: Der Däne siegte 2022 und 2023 und wurde 2021, 2024 und 2025 jeweils Zweiter. Im Mai 2026 gewann er mit über fünf Minuten Vorsprung den Giro d’Italia und machte damit seinen vierten Grand-Tour-Erfolg perfekt.

Die Tour 2026 endete für ihn dagegen vorzeitig. Auf der 15. Etappe stürzte Vingegaard als Gesamtzweiter, brach sich das Schlüsselbein und musste aufgeben, die Saison war damit für ihn beendet. Ob er 2027 erneut Giro und Tour kombiniert oder sich ganz auf Frankreich konzentriert, ist noch offen.

Isaac del Toro (UAE Team Emirates-XRG)

Der Mexikaner fuhr 2026 als Dritter aufs Podium und gewann das Weiße Trikot des besten Nachwuchsfahrers. Bereits beim Giro 2025 war er Zweiter geworden. Sportlich zählt del Toro damit zum engsten Kreis der Rundfahrt-Spezialisten. Solange er im selben Team wie Pogačar fährt, bleibt seine Rolle allerdings die des Edelhelfers, der nur bei einem Ausfall des Kapitäns selbst ins Rennen um Gelb eingreift.

Florian Lipowitz (Red Bull-Bora-Hansgrohe): die deutsche Hoffnung

Lipowitz sorgte 2025 für das beste deutsche Tour-Ergebnis seit fast zwei Jahrzehnten: Als Dritter stand er als erster Deutscher seit Andreas Klöden 2006 auf dem Podium in Paris und gewann zudem das Weiße Trikot. Red Bull-Bora-Hansgrohe verlängerte daraufhin langfristig mit ihm.

2026 lief es weniger gut. Im Einzelzeitfahren der 16. Etappe stürzte Lipowitz schwer und schied mit einem Schlüsselbeinbruch aus. Für 2027 hat er angekündigt, wieder bei der Tour starten zu wollen. Wie sich die Rollen zwischen ihm und Evenepoel verteilen, ist noch nicht entschieden.

Erweiterter Favoritenkreis

Paul Seixas (Decathlon CMA CGM) wurde 2026 als einer der jüngsten Fahrer im Feld Vierter. Frankreich wartet seit Bernard Hinault 1985 auf einen heimischen Gesamtsieger – entsprechend groß ist die Aufmerksamkeit für den jungen Franzosen. Im selben Team fährt der Österreicher Felix Gall, der den Giro 2026 als Zweiter hinter Vingegaard beendete. Dazu kommt Lenny Martinez (Bahrain Victorious), 2026 Fünfter der Gesamtwertung.

Was die Strecke für die Favoriten bedeutet

Die Route 2027 verlangt von den Kandidaten auf den Gesamtsieg vor allem Vielseitigkeit:

  • Zeitfahren: Mit 71 Kilometern gegen die Uhr gibt es so viel Einzelzeitfahren wie seit 2012 nicht mehr. Schon auf der 7. Etappe (38 km, Blois – Chambord) entstehen auf flachem Terrain die ersten Abstände, auf der 16. Etappe in Toulouse (33 km) folgt der zweite Test. Das spielt Evenepoel in die Karten, setzt aber auch Pogačar und Vingegaard nicht unter Druck, die selbst starke Zeitfahrer sind. Reine Kletterer müssen dagegen frühzeitig Zeit gutmachen.
  • Alpen: Zwischen der 9. und 11. Etappe folgen drei schwere Tage hintereinander – mit der Ankunft am Grand Colombier, dem explosiven Finale in Sallanches und der langen Etappe nach Les Saisies.
  • Pyrenäen: Die Entscheidung dürfte in der letzten Woche fallen. Die 18. Etappe führt über den Col du Tourmalet zur Bergankunft am Col du Portet, dem mit 2.215 Metern höchsten Punkt der Rundfahrt. Direkt danach geht es über drei weitere Pässe nach Laruns. Lange, hohe Anstiege wie der Portet kommen den reinen Rundfahrern wie Pogačar und Vingegaard eher entgegen als Evenepoel.
  • Drei Ruhetage: Durch den Transfer aus Großbritannien gibt es einen zusätzlichen Ruhetag. Die Belastung verteilt sich damit etwas gleichmäßiger über die drei Wochen.

Prognose zur Tour de France 2027

Die Ergebnisse der vergangenen Jahre und das Profil der Strecke sprechen für Tadej Pogačar. Die Prognose sieht den Slowenen deshalb vorn: Er ist im Zeitfahren stark genug, um Evenepoel in Schach zu halten, und hat in den Pyrenäen die Mittel, um entscheidende Abstände herauszufahren.

Dahinter folgt Remco Evenepoel, der von den 71 Zeitfahrkilometern so stark profitiert wie kein anderer Herausforderer. Ob es für ihn zum Sieg reicht, hängt davon ab, wie viel Vorsprung er bis zu den Pyrenäen herausgefahren hat – und wie viel er am Col du Portet wieder verliert. Jonas Vingegaard kommen die langen Anstiege der letzten Woche entgegen. Bei ihm hängt viel davon ab, wie er nach seinem Sturz zurückkommt und ob er seine Saison erneut auf zwei Grand Tours verteilt. Isaac del Toro, Florian Lipowitz und Paul Seixas sind Kandidaten für die weiteren Podiumsplätze.

Die dazugehörigen Quoten zum Gesamtsieg der Tour de France sind bei Tipico hinterlegt.

Tour de France Quoten

Tour de France 2027: Strecke & alle Etappen

Die Strecke der Tour de France 2027 führt über 21 Etappen und 3.479 Kilometer von Edinburgh nach Paris. Rund 54.000 Höhenmeter stehen im Roadbook. Der Veranstalter teilt die Etappen in sechs Bergetappen, zwei Einzelzeitfahren sowie 13 Flach- und Hügeletappen ein. Ungewöhnlich sind die drei Ruhetage: Weil das Feld nach dem Grand Départ aus Großbritannien nach Frankreich übersetzen muss, gibt es eine zusätzliche Pause am 5. Juli.

Alle Etappen der Tour de France 2027

Etappe Datum Start – Ziel Distanz Charakter
1 Fr. 2.7. Edinburgh – Carlisle 185 km Flach
2 Sa. 3.7. Keswick – Liverpool 223 km Hügelig
3 So. 4.7. Welshpool – Cardiff 223 km Hügelig
Ruhetag & Transfer nach Frankreich – Mo. 5.7.
4 Di. 6.7. Cherbourg-en-Cotentin – Cherbourg-en-Cotentin 171 km Hügelig, Ankunft bergauf
5 Mi. 7.7. Pontorson – Plumelec 178 km Ankunft bergauf
6 Do. 8.7. Vannes – Angers 193 km Flach
7 Fr. 9.7. Blois – Chambord 38 km Einzelzeitfahren
8 Sa. 10.7. Bourges – Le Creusot 224 km Hügelig
9 So. 11.7. Villars-les-Dombes – Grand Colombier 162 km Berg, Bergankunft
Ruhetag – Mo. 12.7.
10 Di. 13.7. Annecy – Sallanches 171 km Berg
11 Mi. 14.7. Cluses – Les Saisies 150 km Berg
12 Do. 15.7. Chambéry – Valence 162 km Flach
13 Fr. 16.7. Aubenas – Montpellier 164 km Flach
14 Sa. 17.7. Montpellier – Mende 199 km Berg, Ankunft bergauf
15 So. 18.7. Rodez – Albi 169 km Flach bis hügelig
Ruhetag – Mo. 19.7.
16 Di. 20.7. Toulouse – Toulouse 33 km Einzelzeitfahren
17 Mi. 21.7. Muret – Pau 186 km Flach
18 Do. 22.7. Pau – Col du Portet 174 km Berg, Bergankunft
19 Fr. 23.7. Hasparren – Laruns 160 km Berg
20 Sa. 24.7. Maubourguet – Libourne 198 km Flach
21 So. 25.7. Saint-Quentin-en-Yvelines – Paris 116 km Flach, mit Montmartre

Wann geht es bei der Tour de France 2027 in die Berge?

Die erste echte Bergetappe steht am Sonntag, 11. Juli, auf dem Programm: Die 9. Etappe endet mit der Bergankunft am Grand Colombier im Jura. Nach dem zweiten Ruhetag folgen in den Alpen zwei weitere schwere Tage nach Sallanches und Les Saisies. Am 17. Juli wartet im Zentralmassiv die steile Rampe hinauf nach Mende.

Die Pyrenäen bilden den Abschluss der Bergwertung: Am 22. und 23. Juli fallen auf zwei aufeinanderfolgenden Tagen die vermutlich wichtigsten Entscheidungen der Rundfahrt. Schon vorher sorgen die hügeligen Etappen in Wales, der Normandie und der Bretagne mit ihren Zielankünften bergauf für erste kleine Zeitabstände.

Die Schlüsseletappen

  • 7. Etappe, Blois – Chambord (38 km, Einzelzeitfahren): Fast komplett flach, der erste direkte Vergleich der Favoriten.
  • 9. Etappe, Grand Colombier: Die erste Bergankunft zeigt, wer in den Bergen mithalten kann.
  • 11. Etappe, Les Saisies: Über die Colombière, den Col du Pré und die Montée de Bisanne – einer der härtesten Tage in den Alpen.
  • 14. Etappe, Mende: Rund 4.300 Höhenmeter und das Finale auf der steilen Côte de la Croix Neuve hinauf zum Flugplatz.
  • 16. Etappe, Toulouse (33 km, Einzelzeitfahren): Zum Start der dritten Woche zählt wieder jede Sekunde gegen die Uhr.
  • 18. Etappe, Col du Portet (Königsetappe): Über den Col du Tourmalet zur Bergankunft am Portet, 16 Kilometer Anstieg mit durchschnittlich 8,7 Prozent Steigung.
  • 19. Etappe, Laruns: Über Burdincurutcheta, Soudet und Marie Blanque – die letzte Chance für die Kletterer, bevor es zum Finale nach Paris geht.
  • 21. Etappe, Paris: Wie in den beiden Vorjahren führt die Schlussetappe über den Montmartre, ein Massensprint auf den Champs-Élysées ist damit nicht garantiert.

Grand Départ 2027 in Großbritannien

Zum dritten Mal nach London 2007 und Yorkshire 2014 startet die Tour de France der Männer in Großbritannien, erstmals beginnen dabei Männer- und Frauenrennen im selben Jahr im gleichen Gastland. Die 1. Etappe von Edinburgh nach Carlisle enthält nur eine Bergwertung und dürfte im Sprint enden – der Tagessieger trägt das erste Gelbe Trikot. Die beiden folgenden Etappen über jeweils 223 Kilometer nach Liverpool und durch Wales nach Cardiff sind deutlich welliger. Vor allem der letzte Anstieg von Caerffili zwölf Kilometer vor dem Ziel in Cardiff kann erste Abstände zwischen den Favoriten schaffen. Die Teams werden am 30. Juni im Schloss von Edinburgh präsentiert.

Während der Rundfahrt erscheint hier die Prognose zur jeweils aktuellen Etappe.

Tour de France live: Startzeit, TV & Stream

Die Tour de France ist in Deutschland komplett live im Free-TV zu sehen. Ab 2027 teilen sich ARD und ZDF die Übertragung, parallel zeigt Eurosport die Etappen. Wann die Rennen starten, wann die Fahrer im Ziel erwartet werden und wo du die Tour im Stream verfolgen kannst, liest du in diesem Abschnitt.

Wann startet die Tour de France? Die Startzeiten der Etappen

Die genauen Startzeiten legt der Veranstalter für jede Etappe einzeln fest und veröffentlicht sie erst kurz vor der Rundfahrt. Sie richten sich vor allem nach der Länge und dem Profil des Tages. Als Orientierung gilt:

  • Normale Etappen: Start meist zwischen 12 und 14 Uhr, Zielankunft in der Regel zwischen 17 und 18 Uhr
  • Lange Flach- und Hügeletappen: früherer Start, oft schon gegen Mittag
  • Kurze Bergetappen: späterer Start am frühen Nachmittag
  • Einzelzeitfahren: Die Fahrer gehen einzeln im Abstand von ein bis zwei Minuten auf die Strecke, der erste meist am Mittag, der Gesamtführende als Letzter am späten Nachmittag

Zu beachten ist der Unterschied zwischen offiziellem und scharfem Start. Zunächst rollt das Feld einige Kilometer neutralisiert hinter dem Fahrzeug der Rennleitung durch den Startort. Erst wenn der Rennleiter die Fahne senkt, beginnt das eigentliche Rennen – meist 10 bis 20 Minuten nach der offiziellen Startzeit.

Grand Départ 2027: Startzeiten in Großbritannien

Für die ersten drei Etappen in Schottland, England und Wales gilt die britische Sommerzeit, die der deutschen Zeit um eine Stunde hinterherläuft. Wird eine Startzeit in Ortszeit angegeben, startet das Rennen nach deutscher Zeit also eine Stunde später. Ab der vierten Etappe in Frankreich gelten wieder dieselben Uhrzeiten wie in Deutschland.

Wer überträgt die Tour de France 2027?

Grundlage der Free-TV-Übertragung ist ein Vertrag der Sportrechteagentur von ARD und ZDF mit dem Veranstalter Amaury Sport Organisation, der bis einschließlich 2028 läuft. Neu ist ab 2027 die Rückkehr des ZDF: Nach 16 Jahren steigt der Sender wieder in die Live-Berichterstattung ein. Beide Sender hatten sich wegen der Doping-Skandale aus dem Radsport zurückgezogen, die ARD überträgt die Tour seit 2015 wieder.

  • ARD / Das Erste und ZDF: Live-Übertragung der Etappen im Free-TV
  • Eurosport: Überträgt die Etappen live und in der Regel in voller Länge
  • DAZN: Eurosport 1 und Eurosport 2 sind im DAZN-Abo enthalten

Neben der Tour der Männer umfasst die Vereinbarung von ARD und ZDF auch die Tour de France Femmes, die Deutschland Tour, die Cyclassics Hamburg und mehrere Klassiker.

Tour de France im Livestream

Kostenlos im Livestream laufen die Etappen in der ARD Mediathek, der ZDFmediathek und auf sportschau.de. Wer die Etappen von Beginn an sehen möchte, findet die Eurosport-Übertragung kostenpflichtig bei HBO Max und im DAZN-Abo. Bei HBO Max sind die Etappen zusätzlich auf Abruf verfügbar.

Die aktuellen Übertragungen des Tages siehst du in der folgenden Übersicht:

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Trikots & Wertungen der Tour de France: Regeln und Favoriten

Neben dem Kampf um den Gesamtsieg werden bei der Tour de France vier Einzelwertungen ausgefahren, jede mit einem eigenen Trikot. Hier erfährst du, wie die Trikots vergeben werden, welche Regeln dabei gelten und wer 2027 als Kandidat für die einzelnen Wertungen infrage kommt.

🟡 Gelbes Trikot – Gesamtwertung

Das Gelbe Trikot trägt der Fahrer mit der niedrigsten Gesamtzeit über alle gefahrenen Etappen. Es wurde 1919 eingeführt und ist das begehrteste Trikot im Radsport. Zu den reinen Fahrzeiten kommen Zeitgutschriften, die schon wenige Sekunden zum entscheidenden Unterschied machen können. Rekordsieger sind Jacques Anquetil, Eddy Merckx, Bernard Hinault, Miguel Indurain und Tadej Pogačar mit je fünf Gesamtsiegen. Wer 2027 um Gelb fährt, liest du bei den Favoriten auf den Gesamtsieg.

🟢 Grünes Trikot – Punktewertung

Das Grüne Trikot geht an den besten Sprinter der Rundfahrt. Punkte gibt es bei den Zwischensprints und bei den Zielankünften, wobei Flachetappen am höchsten dotiert sind: Der Tagessieger erhält dort 50 Punkte, der Erste am Zwischensprint 20. Wer Grün gewinnen will, muss drei Wochen konstant fahren und auch die Bergetappen innerhalb des Zeitlimits überstehen.

Kandidaten 2027: Titelverteidiger ist Mads Pedersen, der die Wertung 2026 mit 559 Punkten gewann. Zu seinen Herausforderern zählen frühere Träger des Grünen Trikots wie Jonathan Milan, Jasper Philipsen und Biniam Girmay. Aus deutscher Sicht ist Max Kanter interessant, der 2026 als Vierter die beste deutsche Platzierung der Rundfahrt erreichte.

🔴 Gepunktetes Trikot – Bergwertung

Das weiße Trikot mit den roten Punkten zeichnet den besten Bergfahrer aus. Punkte werden an der Kuppe jedes kategorisierten Anstiegs vergeben, von der vierten Kategorie bis zur höchsten Stufe „hors catégorie“. Je schwerer der Berg, desto mehr Zähler gibt es, Bergankünfte sind besonders hoch dotiert. Weil die Klassementfahrer an den großen Anstiegen ohnehin vorne fahren, geht das Trikot häufig an einen von ihnen.

Kandidaten 2027: 2026 gewann Richard Carapaz die Bergwertung mit 156 Punkten, wie bereits 2024. Neben Ausreißer-Spezialisten wie ihm kommen auch die Favoriten auf den Gesamtsieg infrage – allen voran Tadej Pogačar, der das Gepunktete Trikot 2025 gewann.

⚪ Weißes Trikot – Nachwuchswertung

Das Weiße Trikot trägt der bestplatzierte junge Fahrer der Gesamtwertung. Startberechtigt sind Fahrer, die im Jahr der Tour höchstens 25 Jahre alt werden. Die Wertung gilt als Gradmesser für kommende Rundfahrt-Größen: Egan Bernal 2019 und Tadej Pogačar 2020 holten bei ihrem ersten Toursieg Gelb und Weiß im selben Jahr. Pogačar gewann die Nachwuchswertung anschließend noch dreimal in Folge, insgesamt also viermal von 2020 bis 2023.

Kandidaten 2027: Titelverteidiger Isaac del Toro bleibt auch 2027 startberechtigt und zählt damit erneut zu den Kandidaten. Dasselbe gilt für Paul Seixas und Lenny Martinez, 2026 Vierter und Fünfter der Gesamtwertung. Florian Lipowitz, Gewinner des Weißen Trikots 2025, ist inzwischen zu alt für die Nachwuchswertung.

Teamwertung und Sonderpreise

In der Teamwertung werden pro Etappe die Zeiten der drei besten Fahrer jeder Mannschaft addiert. 2026 gewann Lidl-Trek diese Wertung. Dazu vergibt eine Jury täglich die Auszeichnung für den kämpferischsten Fahrer, dessen Rückennummer am nächsten Tag rot hinterlegt ist. Am Ende der Rundfahrt wird zudem ein Gesamtsieger dieser Auszeichnung gekürt.

Regeln: Zeitgutschriften, Drei-Kilometer-Regel & Karenzzeit

Einige Regeln entscheiden bei der Tour regelmäßig über Platzierungen und Trikots:

  • Zeitgutschriften: Die ersten drei im Ziel einer Straßenetappe erhalten 10, 6 und 4 Sekunden Bonus. Zusätzliche Gutschriften gibt es an ausgewählten Anstiegen im Rennverlauf. In Zeitfahren werden keine Bonussekunden vergeben.
  • Drei-Kilometer-Regel: Stürzt ein Fahrer innerhalb der letzten drei Kilometer oder hat er dort einen Defekt, bekommt er die Zeit der Gruppe gutgeschrieben, in der er sich zuvor befand. Die Regel schützt die Klassementfahrer vor Zeitverlusten in hektischen Sprintfinals.
  • Karenzzeit: Wer das Ziel nicht innerhalb eines Zeitlimits erreicht, wird aus dem Rennen genommen. Das Limit berechnet sich als Prozentsatz der Siegerzeit und hängt von der Schwierigkeit der Etappe und dem Tempo des Siegers ab. Vor allem Sprinter kämpfen in den Bergen gegen diese Grenze.

Wer trägt welches Trikot? Die Rangfolge

Führt ein Fahrer mehrere Wertungen an, trägt er das ranghöchste Trikot: Gelb vor Grün, Grün vor dem Gepunkteten und dieses vor Weiß. Das zweite Trikot übernimmt dann der Zweitplatzierte der jeweiligen Wertung. Deshalb ist es keine Seltenheit, dass ein Fahrer ein Wertungstrikot trägt, obwohl er die Wertung gar nicht anführt.

So wird eine Etappe der Tour de France entschieden

Ein Radrennen über drei Wochen folgt anderen Gesetzen als ein Fußballspiel: Statt zweier Mannschaften stehen sich rund 180 Fahrer gegenüber, und jeder Renntag hat seinen eigenen Charakter. Wer die Tour de France verfolgt, kann den Ausgang einer Etappe an einigen wiederkehrenden Faktoren besser einordnen.

Etappentypen und ihre Spezialisten

Der wichtigste Anhaltspunkt ist das Profil der Etappe. Flachetappen enden meist im Massensprint, für den Tagessieg kommt dort nur eine Handvoll Sprinter infrage. Bergetappen mit Zielankunft am Anstieg entscheiden die Kletterer und Klassementfahrer unter sich. Hügelige Etappen sind die offensten Renntage, weil Puncheure, Allrounder und Ausreißer gleichermaßen Chancen haben. Im Einzelzeitfahren zählt dagegen allein die Leistung gegen die Uhr.

Ausreißer und Rennsituation

Der Rennverlauf verändert die Ausgangslage von Tag zu Tag. Fahrer, die in der Gesamtwertung weit zurückliegen, bekommen von den Teams der Favoriten mehr Freiraum. Ihre Chancen, aus einer Ausreißergruppe heraus eine Etappe zu gewinnen, steigen im Verlauf der Tour deutlich. Klassementfahrer halten sich an Sprinttagen dagegen meist zurück und vermeiden unnötige Risiken. Auch der Zeitpunkt spielt eine Rolle: Direkt nach einem Ruhetag und in der dritten Woche macht sich die Müdigkeit im Feld besonders bemerkbar.

Form aus den Vorbereitungsrennen

Die Tour beginnt nicht bei null. Im Juni liefern die Tour Auvergne-Rhône-Alpes (bis 2025 Critérium du Dauphiné), die Tour de Suisse und die nationalen Meisterschaften ein aktuelles Bild vom Leistungsstand der Favoriten. Auch der Giro d’Italia im Mai ist ein Indikator: Wer dort bis zum Schluss um den Sieg gefahren ist, startet mit hoher Belastung in den Juli.

Die Rolle der Mannschaft

Radsport ist ein Mannschaftssport. Ein Kapitän ohne starke Helfer verliert an windigen Tagen und in den Bergen Zeit, weil ihm im entscheidenden Moment die Unterstützung fehlt. Bei den Sprints gilt dasselbe: Ohne funktionierenden Anfahrerzug hat es selbst der schnellste Sprinter im Finale schwer.

Wetter, Wind und Stürze

Seitenwind kann das Feld auf flachen Etappen in mehrere Gruppen zerreißen – sogenannte Windkanten, in denen Favoriten ohne Vorwarnung Minuten verlieren. Regen und nasse Abfahrten erhöhen zudem das Sturzrisiko. Wie stark Stürze eine Tour prägen können, zeigte 2026: Mit Jonas Vingegaard und Florian Lipowitz mussten zwei Podiumskandidaten nach Stürzen aufgeben.

Tour de France bei Tipico: Etappen, Gesamtsieg & Duelle

Bei Tipico stehen zur Tour de France verschiedene Märkte zur Verfügung – von der einzelnen Etappe bis zur gesamten Rundfahrt:

  • Etappensieger: Für jede der 21 Etappen gibt es einen eigenen Markt auf den Tagessieger.
  • Platz 1-3 auf der Etappe: Statt auf den Tagessieg kannst du darauf tippen, dass ein Fahrer die Etappe unter den ersten drei beendet.
  • Duelle: Zwei Fahrer werden direkt gegeneinander gestellt, gewertet wird, wer auf der Etappe besser platziert ist. Wie diese Tippform funktioniert, erklärt der Ratgeber zu Head-to-Head bei Tipico.
  • Gesamtsieger: Die klassische Tipp-Option auf den Träger des Gelben Trikots in Paris, möglich im Vorfeld und während der Rundfahrt. Mehr zu dieser Form findest du im Ratgeber zu Langzeitwetten bei Tipico.

Die Prognosen zum Gesamtsieg und zur aktuellen Etappe findest du auf dieser Seite, das komplette Angebot im Radsport-Bereich von Tipico.

Tour de France Wetten

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Tour de France Femmes 2027: Termin, Etappen & Favoritinnen

Auch die Tour de France Femmes beginnt 2027 in Großbritannien. Damit starten Männer- und Frauenrennen erstmals im selben Jahr im gleichen Gastland. Die Frauen-Tour wird vom 30. Juli bis zum 7. August 2027 ausgetragen und umfasst neun Etappen über 1.156 Kilometer, einen Ruhetag gibt es nicht.

Nach dem Auftakt in Leeds und einer Etappe nach Sheffield folgt in London das erste Mannschaftszeitfahren in der Geschichte der Tour de France Femmes. Anschließend wechselt das Feld nach Frankreich, wo die Rundfahrt mit zwei Bergankünften endet: auf der Loge des Gardes und zum Abschluss auf dem Puy de Dôme, wo die Entscheidung um das Gelbe Trikot fallen dürfte.

Etappe Datum Start – Ziel Distanz
1 Fr. 30.7. Leeds – Manchester 86 km
2 Sa. 31.7. Manchester – Sheffield 154 km
3 So. 1.8. London – London (Mannschaftszeitfahren) 18 km
4 Mo. 2.8. Le Touquet-Paris-Plage – Calais 123 km
5 Di. 3.8. Neufchâtel-en-Bray – Magnanville 161 km
6 Mi. 4.8. Orléans – Bourges 138 km
7 Do. 5.8. Nevers – La Loge des Gardes (Bergankunft) 155 km
8 Fr. 6.8. La Bourboule – Clermont-Ferrand 151 km
9 Sa. 7.8. Clermont-Ferrand – Puy de Dôme (Bergankunft) 170 km

Titelverteidigerin ist Demi Vollering. Die Niederländerin gewann 2026 ihren zweiten Tour-Titel nach 2023, mit 1:18 Minuten Vorsprung auf Kasia Niewiadoma-Phinney. Dritte wurde Elisa Longo Borghini. Aus deutscher Sicht ist Antonia Niedermaier die Fahrerin, die man im Blick behalten sollte: Sie wurde 2026 Vierte der Gesamtwertung und gewann das Weiße Trikot der besten Nachwuchsfahrerin.

Rückblick: Tour de France 2026 – Sieger und alle Wertungen

Die Tour de France 2026 führte von Barcelona über 21 Etappen und 3.333 Kilometer nach Paris. Am Ende stand ein historischer Erfolg: Tadej Pogačar gewann die Frankreich-Rundfahrt zum fünften Mal und zog damit mit den Rekordsiegern Jacques Anquetil, Eddy Merckx, Bernard Hinault und Miguel Indurain gleich.

Den Ausgang prägte auch ein Sturz in der zweiten Woche: Auf der 15. Etappe zum Plateau de Solaison kam Jonas Vingegaard als Gesamtzweiter zu Fall, brach sich das Schlüsselbein und musste aufgeben. Damit war Pogačars ärgster Verfolger aus dem Rennen. Auf das Podium in Paris fuhren neben dem Slowenen Remco Evenepoel mit 6:26 Minuten Rückstand und Pogačars Teamkollege Isaac del Toro (+9:42).

Gesamtwertung Tour de France 2026 – Top 5

Platz Fahrer Team Zeit
1 Tadej Pogačar (SLO) UAE Team Emirates-XRG 73:56:26 Std.
2 Remco Evenepoel (BEL) Red Bull-Bora-Hansgrohe +6:26 Min.
3 Isaac del Toro (MEX) UAE Team Emirates-XRG +9:42 Min.
4 Paul Seixas (FRA) Decathlon CMA CGM +11:56 Min.
5 Lenny Martinez (FRA) Bahrain Victorious +13:02 Min.

Die Trikotträger der Tour de France 2026

  • 🟡 Gelbes Trikot (Gesamtwertung): Tadej Pogačar (Slowenien)
  • 🟢 Grünes Trikot (Punktewertung): Mads Pedersen (Dänemark), 559 Punkte
  • 🔴 Gepunktetes Trikot (Bergwertung): Richard Carapaz (Ecuador), 156 Punkte
  • ⚪ Weißes Trikot (Nachwuchswertung): Isaac del Toro (Mexiko)
  • Teamwertung: Lidl-Trek vor UAE Team Emirates-XRG und Red Bull-Bora-Hansgrohe

Deutsche Bilanz 2026

Aus deutscher Sicht verlief die Tour 2026 zwiespältig. Florian Lipowitz, als Dritter des Vorjahres mit Podiumsambitionen gestartet, stürzte im Einzelzeitfahren der 16. Etappe schwer und musste mit einem Schlüsselbeinbruch aufgeben. Besser lief es für Sprinter Max Kanter: Der Fahrer des XDS Astana Teams sammelte 289 Punkte und beendete die Punktewertung als Vierter – die beste deutsche Platzierung dieser Rundfahrt.

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Großes Wettprogramm mit Top Quoten

Preisgeld bei der Tour de France: Was verdienen die Fahrer?

Bei der Tour de France werden jedes Jahr knapp 2,6 Millionen Euro an Prämien an Teams und Fahrer ausgeschüttet, 2026 waren es exakt 2.574.991 Euro. Die Summen verteilen sich auf die Gesamtwertung, die Etappensiege, die vier Wertungstrikots sowie mehrere Sonderpreise. Zur Orientierung dienen die Werte der Ausgabe 2026 – von Jahr zu Jahr verändern sie sich in der Regel nur geringfügig.

Gesamtwertung

  • Gesamtsieger: 500.000 Euro
  • 2. Platz: 200.000 Euro
  • 3. Platz: 100.000 Euro
  • Jeder Fahrer, der Paris erreicht, erhält mindestens 1.000 Euro

Etappensiege und Trikots

  • Etappensieger: 11.000 Euro, für Platz zwei 5.500 Euro, für Platz drei 2.800 Euro
  • Gelbes Trikot: 500 Euro für jeden Tag als Gesamtführender
  • Grünes Trikot: 300 Euro pro Tag, dazu 25.000 Euro für den Gewinner der Punktewertung
  • Gepunktetes Trikot: 300 Euro pro Tag, dazu 25.000 Euro für den Gewinner der Bergwertung
  • Weißes Trikot: 300 Euro pro Tag, dazu 20.000 Euro für den Gewinner der Nachwuchswertung

Team- und Sonderpreise

  • Teamwertung: 50.000 Euro für die beste Mannschaft, 2.800 Euro für jeden Tagessieg in dieser Wertung
  • Kämpferischster Fahrer: 20.000 Euro für den Gesamtsieger dieser Auszeichnung, 2.000 Euro pro Tageswertung
  • Souvenir Henri Desgrange: 5.000 Euro für den ersten Fahrer am höchsten Punkt der Tour – 2027 ist das der Col du Portet (2.215 m) auf der 18. Etappe. Der Preis ist nach dem Gründer der Rundfahrt benannt.
  • Souvenir Jacques Goddet: 5.000 Euro für den ersten Fahrer auf dem Col du Tourmalet, den das Feld 2027 ebenfalls auf der 18. Etappe überquert
  • Bester Teamkollege: 3.000 Euro, dazu 2.000 Euro für den besten Helfer jeder der drei Tour-Wochen

Wer bekommt das Preisgeld?

Im Radsport fließen die Prämien traditionell in einen gemeinsamen Topf und werden unter Fahrern und Betreuern des Teams aufgeteilt. Viele Kapitäne verzichten sogar ganz auf ihren Anteil als Dank an die Helfer. Das unterscheidet den Radsport von Individualsportarten wie Tennis oder Golf, in denen der Sieger die Prämie allein erhält. Für die Spitzenfahrer sind die Prämien ohnehin nur ein kleiner Teil des Einkommens – den größten Teil machen Gehälter und Sponsorenverträge aus.

Tour de France: Geschichte, Sieger & Rekorde

Die Tour de France ist das bedeutendste Radrennen der Welt. Sie findet jedes Jahr im Juli statt, dauert rund drei Wochen und führt quer durch Frankreich, regelmäßig auch durch die Nachbarländer. Erstmals ausgetragen wurde sie 1903, seither fand sie mit Ausnahme der Jahre der beiden Weltkriege jährlich statt. Zusammen mit dem Giro d’Italia und der Vuelta a España bildet sie die drei Grand Tours des Radsports.

Ein Start außerhalb Frankreichs ist längst keine Ausnahme mehr: Kopenhagen 2022, Bilbao 2023, Florenz 2024 und Barcelona 2026 – 2027 folgt Edinburgh.

Modus und Etappentypen

Die Tour besteht aus 21 Etappen über rund 3.300 bis 3.500 Kilometer, verteilt auf drei Wochen mit zwei Ruhetagen. Unterschieden wird zwischen Flachetappen für Sprinter, hügeligen Profilen für Allrounder und Ausreißer, Berg- und Hochgebirgsetappen für Kletterer sowie Zeitfahren als Einzel- oder Mannschaftszeitfahren. Entschieden wird die Gesamtwertung traditionell im Hochgebirge, weil dort die größten Zeitabstände entstehen.

Am Start stehen in der Regel 23 Teams mit je acht Fahrern, also 184 Profis. Jede Mannschaft bringt Spezialisten für die verschiedenen Etappentypen mit: Sprinter, Kletterer, Zeitfahrer und Helfer, die ihren Kapitän im Feld schützen.

Tour de France Sieger der letzten Jahre

Jahr Sieger Nation
2026 Tadej Pogačar Slowenien
2025 Tadej Pogačar Slowenien
2024 Tadej Pogačar Slowenien
2023 Jonas Vingegaard Dänemark
2022 Jonas Vingegaard Dänemark
2021 Tadej Pogačar Slowenien
2020 Tadej Pogačar Slowenien
2019 Egan Bernal Kolumbien
2018 Geraint Thomas Großbritannien
2017 Chris Froome Großbritannien
2016 Chris Froome Großbritannien
2015 Chris Froome Großbritannien
2014 Vincenzo Nibali Italien
2013 Chris Froome Großbritannien
2012 Bradley Wiggins Großbritannien
2011 Cadel Evans Australien

Rekordsieger der Tour de France

Fünf Fahrer teilen sich den Rekord von je fünf Gesamtsiegen: Jacques Anquetil (1957, 1961-1964), Eddy Merckx (1969-1972, 1974), Bernard Hinault (1978, 1979, 1981, 1982, 1985), Miguel Indurain (1991-1995) und Tadej Pogačar (2020, 2021, 2024-2026). Der Slowene ist der Jüngste in dieser Reihe und hat 2027 die Chance, als erster Fahrer allein an die Spitze zu ziehen. Erfolgreichste Nation ist Frankreich mit 36 Gesamtsiegen, wartet aber seit Bernard Hinault 1985 auf einen weiteren.

Weitere Rekorde der Tour

  • Meiste Etappensiege: Mark Cavendish mit 35, vor Eddy Merckx mit 34
  • Meiste Tage in Gelb: Eddy Merckx, der das Gelbe Trikot so oft trug wie kein anderer Fahrer – je nach Zählweise 96 Tage oder 111 Etappen und Halbetappen
  • Meiste Grüne Trikots: Peter Sagan mit sieben
  • Meiste Bergtrikots: Richard Virenque mit sieben
  • Knappste Entscheidung: 1989 gewann Greg LeMond mit acht Sekunden Vorsprung auf Laurent Fignon

Die Doping-Vergangenheit

Über Jahre stand die Tour de France im Schatten von Doping-Skandalen. Dem siebenmaligen Sieger Lance Armstrong wurden alle Titel nachträglich aberkannt. Auch der bislang einzige deutsche Gesamtsieger Jan Ullrich, der 1997 gewann, geriet immer wieder in Verdacht und räumte Jahre später Verstöße ein – seinen Titel durfte er behalten. Als Folge der Skandale zogen sich ARD und ZDF zeitweise aus der Übertragung zurück.

Radsport-Kalender: Giro, Vuelta & Klassiker

Die Tour de France ist der Höhepunkt der Saison, aber nur ein Teil des Radsport-Kalenders. Die drei großen Rundfahrten, die Grand Tours, bilden das Gerüst der Saison:

  • Giro d’Italia (Mai): Die Italien-Rundfahrt eröffnet die Grand-Tour-Saison. Für manche Fahrer ist sie der Saisonhöhepunkt, für andere die Vorbereitung auf die Tour – 2026 gewann Jonas Vingegaard den Giro, bevor er bei der Tour nach einem Sturz aufgeben musste.
  • Tour de France (Juli): Das prestigeträchtigste Etappenrennen der Welt.
  • Vuelta a España (August/September): Die Spanien-Rundfahrt schließt die Saison der Grand Tours ab und ist für ihre kurzen, steilen Bergankünfte bekannt.

Unmittelbar vor der Tour stehen im Juni die Tour Auvergne-Rhône-Alpes (bis 2025 Critérium du Dauphiné) und die Tour de Suisse im Kalender. Beide gelten als wichtigste Formtests für den Juli.

Einen ganz anderen Renntyp bilden die Eintagesklassiker im Frühjahr: Mailand-Sanremo eröffnet im März die Reihe der Monumente, im April folgen die Flandern-Rundfahrt mit ihren kurzen Steilrampen, Paris-Roubaix über die Kopfsteinpflaster-Sektoren Nordfrankreichs und Lüttich-Bastogne-Lüttich. In Deutschland stehen im August die Cyclassics Hamburg und die Deutschland Tour auf dem Programm. Den Abschluss des Sommers bildet die Straßen-Weltmeisterschaft im September.

Zu ausgewählten Rennen findest du im Radsport-Bereich von Tipico die passenden Märkte – von der Siegwette bis zu Duellen zwischen zwei Fahrern.

Radsport Wetten

Tour de France: Häufige Fragen & Antworten

Wann findet die Tour de France 2027 statt?

Die 114. Tour de France wird vom 2. bis zum 25. Juli 2027 ausgetragen. Los geht es an einem Freitag in Edinburgh, die letzte Etappe endet am Sonntag, 25. Juli, auf den Champs-Élysées in Paris. Dazwischen liegen 21 Etappen und drei Ruhetage.

Wo startet die Tour de France 2027?

Der Grand Départ 2027 findet in Großbritannien statt. Die erste Etappe führt von Edinburgh nach Carlisle, es folgen Keswick – Liverpool und Welshpool – Cardiff. Es ist nach London 2007 und Yorkshire 2014 der dritte Tour-Start der Männer in Großbritannien.

Wann sind die Ruhetage bei der Tour de France 2027?

Die Tour 2027 hat drei Ruhetage, jeweils an einem Montag: am 5. Juli, an dem die Teams von Großbritannien nach Frankreich übersetzen, sowie am 12. Juli und am 19. Juli. Üblich sind zwei Ruhetage, der zusätzliche ergibt sich aus dem Transfer nach dem Grand Départ.

Wie lang ist die Tour de France 2027?

Die Tour de France 2027 führt über 21 Etappen und 3.479 Kilometer mit rund 54.000 Höhenmetern. Darunter sind sechs Bergetappen und zwei Einzelzeitfahren mit zusammen 71 Kilometern. Am Start stehen üblicherweise 23 Teams mit je acht Fahrern, also 184 Profis.

Wann geht es bei der Tour de France 2027 in die Berge?

Die erste Bergetappe ist die 9. Etappe am 11. Juli mit der Bergankunft am Grand Colombier. Danach folgen die Alpen-Etappen nach Sallanches und Les Saisies, die Ankunft in Mende im Zentralmassiv und zum Abschluss zwei schwere Tage in den Pyrenäen. Die Königsetappe am 22. Juli führt über den Col du Tourmalet zur Bergankunft am Col du Portet, mit 2.215 Metern dem höchsten Punkt der Rundfahrt.

Wer sind die Favoriten der Tour de France 2027?

Topfavorit ist Titelverteidiger Tadej Pogačar, der mit einem sechsten Gesamtsieg alleiniger Rekordhalter wäre. Als stärkste Herausforderer gelten Remco Evenepoel, dem die 71 Zeitfahrkilometer entgegenkommen, und der zweifache Toursieger Jonas Vingegaard, der 2026 nach einem Sturz aufgeben musste. Zum erweiterten Kreis zählen Isaac del Toro, Paul Seixas und Florian Lipowitz.

Wer hat die Tour de France 2026 gewonnen?

Die Tour de France 2026 gewann Tadej Pogačar (UAE Team Emirates-XRG) in 73:56:26 Stunden. Für den Slowenen war es der fünfte Gesamtsieg. Zweiter wurde Remco Evenepoel (+6:26 Minuten), Dritter Isaac del Toro (+9:42 Minuten).

Um wie viel Uhr startet die Tour de France?

Die meisten Etappen starten zwischen 12 und 14 Uhr, die Zielankunft liegt in der Regel zwischen 17 und 18 Uhr. Die genauen Startzeiten veröffentlicht der Veranstalter kurz vor der Rundfahrt. Bei den drei Etappen in Großbritannien gilt Ortszeit: Nach deutscher Zeit startet das Rennen dort eine Stunde später als angegeben.

Wo wird die Tour de France 2027 live übertragen?

Die Tour de France 2027 läuft komplett im Free-TV. Erstmals seit 2011 teilen sich ARD und ZDF wieder die Live-Übertragung. Parallel zeigt Eurosport die Etappen, die auch über DAZN und HBO Max zu sehen sind. Kostenlose Livestreams gibt es in der ARD Mediathek, der ZDFmediathek und auf sportschau.de.

Wer ist Rekordsieger der Tour de France?

Fünf Fahrer haben die Tour je fünfmal gewonnen: Jacques Anquetil, Eddy Merckx, Bernard Hinault, Miguel Indurain und Tadej Pogačar. Pogačar kann 2027 als erster Fahrer einen sechsten Gesamtsieg holen.

Gab es schon einen deutschen Tour-de-France-Sieger?

Ja, bislang einen: Jan Ullrich gewann die Tour de France 1997. Zuletzt stand 2025 mit Florian Lipowitz wieder ein Deutscher als Dritter auf dem Podium in Paris, zuvor war das Andreas Klöden 2006 gelungen.

Wie viel Preisgeld erhält der Sieger der Tour de France?

Der Gesamtsieger erhält 500.000 Euro, der Zweite 200.000 und der Dritte 100.000 Euro. Insgesamt werden knapp 2,6 Millionen Euro ausgeschüttet, verteilt auf Etappensiege, die vier Wertungstrikots, die Teamwertung und mehrere Sonderpreise. Traditionell wird das Preisgeld im Team aufgeteilt.

Worauf kann ich bei Tipico zur Tour de France tippen?

Bei Tipico gibt es zur Tour de France Märkte auf den Etappensieger, auf eine Platzierung unter den ersten drei einer Etappe und auf Duelle zwischen zwei Fahrern. Dazu kommt die Langzeitwette auf den Gesamtsieger, die im Vorfeld und während der Rundfahrt möglich ist.