Vuelta 2026 heute, 12. Etappe: Am Donnerstag (03.09.2026) wird es wieder ernst für die Kletterer. Auf dem Weg von Vera zur Bergankunft am Calar Alto stehen fünf Anstiege, rund 4.500 Höhenmeter und ein Ziel auf über 2.100 Metern auf dem Programm. Es ist die zweite große Kletterprüfung dieser Spanien-Rundfahrt nach dem Alto de Aitana.
Vuelta a Espana: Die 12. Etappe im Streckenprofil
Der Start erfolgt in Vera in der Provinz Almería, das bei dieser Rundfahrt seine Vuelta-Premiere feiert. Vom Meeresspiegel aus geht es sofort ins Hinterland: Schon nach 7,7 Kilometern beginnt der Alto del Cabecico, 8,3 Kilometer bei 3,3 Prozent, Bergwertung der 3. Kategorie bei Rennkilometer 16.
Nach einer Abfahrt über Zurgena und Albox steigt die Straße wieder an. Bei Kilometer 57,5 folgt der Alto de Cóbdar, mit 4,9 Kilometern bei 4,5 Prozent ebenfalls nur der 3. Kategorie zugeordnet. Wirklich Erholung gibt es danach nicht: Über Chercos beginnt die Auffahrt zum Collado García, mit 18,5 Kilometern der längste Anstieg der ersten Etappenhälfte, allerdings mit 2,4 Prozent recht moderat. Unterm Strich klettert das Feld dabei rund 40 Kilometer am Stück.
Von der Passhöhe auf 1.239 Metern führt die längste Abfahrt des Tages über etwa 20 Kilometer nach unten. Bei Kilometer 122,3 beginnt dann das, was man als frühes Finale bezeichnen kann.
Der Alto de Velefique als Ausscheidungsberg
Der Alto de Velefique ist die erste echte Hochgebirgsprüfung des Tages: 13,1 Kilometer bei durchschnittlich 7,2 Prozent, 951 Höhenmeter am Stück, Bergwertung der 1. Kategorie auf 1.789 Metern bei Rennkilometer 135,4. Für die ersten drei Fahrer an der Kuppe gibt es zusätzlich Bonussekunden.
Damit eignet sich der Berg hervorragend, um das Feld auszudünnen. Wer eine Vorentscheidung sucht, kann hier mit seiner Mannschaft das Tempo verschärfen. Bis ins Ziel sind es von dort nur noch 31,2 Kilometer – und davon führen die letzten 16,9 wieder bergauf.
Schlussanstieg zum Observatorium auf 2.153 Metern
Nach der kurzen Abfahrt nach Bacares beginnt unmittelbar die Schlusssteigung zum Calar Alto: 16,9 Kilometer mit durchschnittlich 5,6 Prozent und 952 Höhenmetern hinauf zum astronomischen Observatorium.
Der Durchschnittswert täuscht allerdings. Der Calar Alto steigt keineswegs gleichmäßig an – gleich zu Beginn warten Rampen jenseits der zehn Prozent, später wechseln sich harte Passagen mit flachen Stücken und sogar kurzen Gefällen ab. Das macht ihn taktisch anspruchsvoll: Auf den flacheren Abschnitten können kleine Gruppen zusammenarbeiten und Angreifer zurückholen, an den steilen Rampen entstehen dagegen innerhalb weniger hundert Meter deutliche Abstände. Besonders interessant wird es drei Kilometer vor dem Ziel, wo ein Kilometer mit rund 9,5 Prozent zu Buche schlägt.
Der Calar Alto zählt zu den traditionsreichen Bergankünften der Vuelta. Roberto Heras, Igor Antón und Miguel Ángel López haben hier bereits gewonnen – López zuletzt 2017 gegen die stärksten Klassementfahrer seiner Zeit. Neun Jahre später kehrt die Rundfahrt zurück, und auch diesmal dürfte an diesem Berg kein Zufallssieger nach vorne kommen.
Zeitplan und Wertungen der 12. Etappe
- Start (neutralisiert): 13.07 Uhr in Vera
- Erwartete Zielankunft: gegen 17.16 Uhr am Calar Alto
- Distanz: 166,6 Kilometer
- Höhenmeter: rund 4.500
- Zwischensprint: Velefique, Rennkilometer 123,7
Die Bergwertungen im Überblick:
- Alto del Cabecico (471 m) – 3. Kategorie – 8,3 km mit 3,3 % – km 16,0
- Alto de Cóbdar (668 m) – 3. Kategorie – 4,9 km mit 4,5 % – km 57,5
- Collado García (1.239 m) – 2. Kategorie – 18,5 km mit 2,4 % – km 86,4
- Alto de Velefique (1.789 m) – 1. Kategorie inkl. Zeitbonifikationen – 13,1 km mit 7,2 % – km 135,4
- Calar Alto (2.153 m) – Bergankunft – 16,9 km mit 5,6 % – km 166,6
Wer überträgt die 12. Etappe der Vuelta im TV und Stream?
Radsport heute kostenlos gibt es auch am Donnerstag: Eurosport 1 zeigt die 12. Etappe live im Free-TV und geht dafür bereits ab 12.45 Uhr auf Sendung – deutlich früher als an den Vortagen, weil die Bergankunft entsprechend Zeit braucht.
Kostenlos lässt sich der Eurosport-Stream zusätzlich über Joyn verfolgen. Wer alle Etappen garantiert in voller Länge sehen möchte, greift zu HBO Max mit Sport-Add-on, wo die Rennen auch auf Abruf bereitstehen. Ebenfalls kostenpflichtig läuft das Eurosport-Programm bei DAZN. Bei Programmüberschneidungen kann die Übertragung im linearen TV auf Eurosport 2 wechseln.
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