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Tresoldi über Klopps DFB-Team: „Wichtig ist, dass sie das verstehen“

Deutschland-DFB-Fans

Fußball heute: Mit einem Dreierpack hat Nicolò Tresoldi den FC Brügge zu einem 4:3-Sieg bei Inter Mailand geschossen und dabei Geschichte geschrieben. Der 22-Jährige ist nun der jüngste Deutsche mit einem Hattrick in der Champions League. Darüber berichten t-online.de, n-tv.de, Bild, fussballdaten.de und fussballtransfers.com.

Nicolò Tresoldi: Rekord-Hattrick bei Inter Mailand

Laut Datendienstleister Opta war Tresoldi bei seinem Dreierpack 22 Jahre und 54 Tage alt, wie t-online.de berichtet. Damit löst er Karim Adeyemi ab, der bei seinem Hattrick 22 Jahre und 257 Tage alt war. Für die Belgier war es zugleich der erste Champions-League-Sieg der Saison im zweiten Spiel.

Seinen ersten Treffer erzielte der Stürmer in der 30. Minute souverän per Elfmeter. Nach einem schweren Fehler von Inter-Keeper Martinez traf er in der 63. Minute zum 2:1, in der 74. Minute staubte er zum Hattrick ab. Lautaro Martínez traf zweimal für Inter (44./81.), Romeo Vermant erhöhte in der 87. Minute auf 4:2, Ange-Yoan Bonny verkürzte in der Nachspielzeit (90.+3) zum Endstand.

Club Brügge: Historischer Abend im San Siro

Die Partie schrieb gleich mehrfach Geschichte. Wie fussballdaten.de berichtet, gelang Tresoldi als erstem Spieler überhaupt ein Champions-League-Hattrick für einen belgischen Klub. Zudem gewann erstmals ein belgisches Team in der Königsklasse bei Inter, und erstmals erzielte eine belgische Mannschaft vier Tore gegen einen italienischen Gegner.

Für den italienischen Meister ist die Pleite dagegen ein Tiefpunkt. Zur Pause hatte es noch 1:1 gestanden, am Ende kassierte Inter die vierte Champions-League-Niederlage in Folge, das hatte es in der Vereinsgeschichte noch nie gegeben. Tresoldi wurde zu Recht zum „Man of the Match“ gewählt.

Tresoldi als Milan-Fan: Ein kleines Derby

Der Abend hatte für den Matchwinner eine besondere Note. „Für mich als Milan-Fan war es ein kleines Derby. Es war eine verrückte und unbeschreibliche Nacht“, sagte er laut n-tv.de. Gegenüber Proximus Belgium ergänzte er: „Es war als Kind mein Traum, hier zu spielen.“

Auch in Italien sorgte sein Auftritt für Aufsehen. Die Gazzetta dello Sport schwärmte demnach: „Tresoldi, was für eine Nacht.“ Das Blatt hofft, dass er sich für Italien entscheidet: „Er muss sich nur noch entscheiden, für welches Land er künftig auflaufen will: Momentan steht es 50:50.“

DFB oder Italien: Tresoldi lässt die Nationalteam-Frage offen

Die Nationalmannschaftsfrage ist tatsächlich offen. Der in Cagliari geborene Angreifer könnte für Deutschland, Italien und Argentinien spielen. Laut Bild hätte Bundestrainer Jürgen Klopp ihn wohl in seinen 44er-Kader berufen, Tresoldi sagte aber ab, weil er sich noch nicht entschieden hat.

Sowohl Klopp als auch Italiens Nationaltrainer Roberto Mancini haben bereits mit ihm gesprochen. „Ich habe ihnen erklärt, wie ich das sehe. Wichtig ist, dass sie das verstehen“, sagte Tresoldi laut fussballtransfers.com. Zudem betonte er: „Ich bin zufrieden mit meinem Weg in der deutschen Nationalmannschaft.“

U21-EM 2027: Tresoldi will den Titel des Vaters

Vorerst genießt er die Zeit mit der deutschen U21. „Mein Vater hat mit Italien die U21-EM gewonnen, jetzt möchte ich diesen Titel auch gewinnen“, erklärte der Stürmer. Erst in der vergangenen Woche hatte er mit dem DFB-Nachwuchs die Qualifikation für die EM 2027 in Albanien und Serbien perfekt gemacht.

Nach dem Turnier im Sommer 2027 will Tresoldi demnach endgültig entscheiden, für welches Land er spielt. In der U21 traf er bislang 16-mal in 27 Spielen und liegt damit nur zwei Tore hinter Rekordhalter Pierre Littbarski. Für den DFB ist das eine starke Bilanz, die die Bedeutung der Entscheidung noch erhöht.

Transfer-Gerüchte: BVB, Leipzig und Barcelona interessiert

Auch auf Vereinsebene ist der frühere Hannoveraner begehrt. Sein Vater verriet kürzlich, dass Tresoldi eines Tages gerne für den AC Mailand spielen würde. Zudem wurde er unter anderem mit Borussia Dortmund, RB Leipzig und dem FC Barcelona in Verbindung gebracht, im Raum standen Ablösesummen von bis zu 50 Millionen Euro.

Seine Quote untermauert das Interesse. Vor dem Spiel in Mailand hatte Tresoldi in zehn Pflichtspielen sechs Tore erzielt, alle 131 Minuten einen Treffer. In der Saison 2025/26 kam er für Brügge auf 23 Tore in 58 Partien. Nach dem Abend im San Siro dürfte die Zahl seiner Bewerber noch wachsen.

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