Vier große Deals sind schon durch, und das Karussell dreht sich weiter. Zwei Wochen vor der NFL-Trade-Deadline listet CBS Sports 25 mögliche Wechselkandidaten in zehn Situationen auf – nach den bereits vollzogenen Trades um Joey Porter Jr. (Cowboys), Marvin Harrison Jr. (Texans), Quenton Nelson (Seahawks) und DeForest Buckner (49ers). Besonders im Fokus steht der Champion von 2025.
NFL Trade-Deadline: Vier Eagles-Stars auf der Verkaufsliste
Gleich vier Namen aus Philadelphia tauchen auf der Liste auf. Saquon Barkley bleibt trotz komplizierter Vertragsstruktur, seines Alters und einer Oberschenkelverletzung ein Ziel für Teams, die Explosivität suchen. Defensive Tackle Moro Ojomo ist im letzten Rookie-Vertragsjahr und kam 2025 auf sechs Sacks – nach den Großverträgen für Jalen Carter und Jordan Davis gilt er laut CBS Sports als kaum haltbar.
Dazu kommen Edge-Verteidiger Nolan Smith, stark gegen den Lauf, aber langfristig zu teuer, und Tight End Dallas Goedert, der mit nur 1,3 Millionen Dollar Grundgehalt als verlässlicher Fänger und Blocker ein Schnäppchen wäre. Dass vier Leistungsträger eines Teams gehandelt werden, das vor einem Jahr den Super Bowl gewann, zeigt, wie schnell sich die Prioritäten in Philadelphia verschoben haben.
Colts und Titans: Taylor als Top-Ziel, Simmons als wertvollstes Asset
Bei den Colts ist Jonathan Taylor das Top-Ziel. Zwar kommt er nur auf 4,2 Yards pro Lauf, seine Success Rate von 55 Prozent spricht laut des Berichts aber für einen Spieler, der eine Offense verändern kann – so wie Kenneth Walker III bei den Chiefs. Indianapolis hätte 2027 lediglich zehn Millionen Dollar Dead Money, nach den Abgängen von Nelson und Buckner wäre ein Verkauf der konsequente nächste Schritt.
Tennessee könnte einen kompletten Neuaufbau einleiten. Jeffery Simmons wäre trotz seiner frischen Verlängerung über 105,8 Millionen Dollar für drei Jahre – als höchstbezahlter Defensive Tackle der Liga – das wertvollste Asset. Dazu nennt das Portal Safety Amani Hooker mit drei Vertragsjahren, Running Back Tony Pollard mit 6,7 Millionen Grundgehalt und Top-10-Werten bei Yards after Contact sowie den in Ungnade gefallenen Calvin Ridley.
Chargers, Cardinals, Dolphins: Wer in der AFC und NFC West verkaufen könnte
Auch in Los Angeles und Arizona gibt es Bewegung. Die Chargers könnten Khalil Mack mit Einjahresvertrag und drei Sacks für einen späten Pick abgeben, dazu den 24-jährigen Tuli Tuipulotu, der vor der Free Agency steht und zu den Top 25 bei der Pressure Rate zählt, sowie Quentin Johnston mit acht Catches und 18 Millionen Dollar für 2027. Derwin James gilt nach seiner Verlängerung dagegen als unwahrscheinlich.
Die Cardinals bieten mit Budda Baker einen 30-jährigen Allrounder mit Grundgehältern von 14,4 und 16,1 Millionen Dollar, dazu Josh Sweat, der mit zwei Sacks und 7,9 Prozent Pressure Rate ein schwaches Jahr spielt. Jacoby Brissett könnte Drittrundenrookie Carson Beck weichen – für andere Teams als Backup interessant. Miami, womöglich schlechtestes Team der Liga, hätte Zach Sieler und Jordyn Brooks im Angebot.
NFL-Trades: Thomas Jr., Cousins – und ein ungewöhnlicher Verkäufer
Interessante Einzelfälle gibt es quer durch die Liga. Brian Thomas Jr. spielte zuletzt keinen Snap in der zweiten Hälfte und steht in Jacksonville hinter Josh Cameron und wohl bald Travis Hunter – ein Zweitrundenpick wie bei Harrison Jr. wäre für die Jaguars attraktiv. Daron Payne (Commanders, 16,4 Millionen im letzten Vertragsjahr) und Will McDonald IV, dessen Snap-Anteil bei den Jets von 66 auf 46 Prozent sank, runden die Liste ab.
Selbst bei den Quarterbacks könnte sich etwas tun. Kirk Cousins wäre als Backup oder Ersatzstarter gefragt, da Klint Kubiak bei den Raiders nach dem Wechsel zu Fernando Mendoza bereits gefragt wird – Las Vegas könnte ihn aber als Mentor behalten. Und Jauan Jennings spielt in Minnesotas Offense keine Rolle. Dass das letzte ungeschlagene Team der Liga verkauft, wäre ungewöhnlich – in dieser Deadline-Phase aber nicht undenkbar.
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