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HSV-Kapitän Remberg kritisiert Ex-Kollegen: „Gehört sich nicht“

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HSV News beim Fußball heute: Ein 0:5 gegen Mainz 05 wäre für den Hamburger SV bitter genug gewesen – doch der Schlusspunkt der Partie sorgte für die eigentliche Aufregung. Ransford Königsdörffer traf in der Nachspielzeit zum Endstand und bejubelte seinen Treffer ausgerechnet vor der Kurve seines Ex-Klubs exzessiv, wie der kicker berichtet. Die Reaktion der Fans ließ nicht lange auf sich warten.

HSV-Pleite: Königsdörffer sorgt mit Jubel für Eklat

Königsdörffer rutschte nach seinem Tor auf den Knien über den Rasen, stellte sich vor die Osttribüne und hielt sich die Hände hinter die Ohren. Von den Rängen flogen daraufhin Mittelfinger, auf dem Platz kam es zu einer kurzen Rangelei, wie Bild schreibt. Ausgerechnet vor jenen Rängen, die ihn einst zum Aufstieg getragen hatten, brach für viele Anhänger ein wunder Punkt auf.

Dabei hatte sich die Stimmung im Stadion im Laufe der Partie gedreht. Noch bei der Verlesung der Aufstellung gab es demnach Applaus für den Rückkehrer, ehe ihn bei seiner Einwechslung in der 68. Minute erste Pfiffe empfingen. Zwischen Applaus und Pfiffen lag damit schon vor seinem Treffer die Ambivalenz, mit der die Fans ihm inzwischen begegnen.

HSV-Kapitän Remberg stellt seinen Ex-Kollegen zur Rede

HSV-Kapitän Nicolai Remberg suchte schon während der Partie das Gespräch mit Königsdörffer. „Ich mag ihn unfassbar gerne, aber ich bin Kapitän von dem Verein hier – und wenn einer vor unseren Fans so jubelt, gehört sich das für mich nicht“, sagte Remberg gegenüber dem kicker. Als Kapitän sah er sich in der Pflicht, den Weggefährten trotz aller Freundschaft in die Schranken zu weisen.

Zugleich erinnerte der Abwehrmann daran, welchen Anfeindungen sein Freund in der vergangenen Saison ausgesetzt war – Beleidigungen, die „unter der Gürtellinie“ gelegen hätten. Dass ihm Königsdörffer beim Zurücklaufen die Hand zum Abklatschen hinhielt, wertete Remberg als Zeichen der Einsicht. Die längst aufgebrachten Fans nahmen davon jedoch kaum noch Notiz.

Mainz-Trainer Fischer verteidigt den Torjubel

Mainz-Trainer Urs Fischer reagierte deutlich gelassener. „Er hat gefeiert. Er hat sich übers Tor gefreut. Das kam nicht so gut an, aber ich finde schon auch, dass sich ein Spieler freuen sollte, wenn er ein Tor schießt“, erklärte er gegenüber Sky. Für ihn zählte vor allem der Erfolg seines Neuzugangs, während im Hamburger Lager andere Sorgen drängten.

„Wir haben andere Themen, als uns darüber zu unterhalten“, winkte HSV-Coach Merlin Polzin ab. Deutlich schärfer äußerten sich Ex-Profis: Laut Mopo kommentierte Sonny Kittel den Jubel auf Instagram nur mit dem Wort „Bodenlos“, während René Adler laut t-online fragte: „Was soll so ein Jubel?“ Selbst dort bröckelte damit der Rückhalt für den einstigen Publikumsliebling.

Hamburger SV: Königsdörffer und der Fall vom Helden zum Feindbild

Der Klub hatte den 24-Jährigen vor dem Anpfiff demnach noch mit einem Geschenk für seine Aufstiegsverdienste verabschiedet. Königsdörffer war 2022 von Dynamo Dresden gekommen und erst im Sommer ablösefrei nach Mainz gewechselt. Mit 33 Toren in 138 Pflichtspielen hatte er maßgeblichen Anteil am Wiederaufstieg – ein Kontrast zur aktuellen Stimmung.

Sportlich bedeutete die deutlichste Heimniederlage seit acht Jahren für die Hamburger nach zwei Spieltagen den Tabellenkeller ohne eigenes Tor. Er äußerte sich dazu nicht öffentlich, ließ sich vor der Mainzer Kurve feiern und ging grinsend durch die Mixed Zone. Der Zoff wirkte da längst beigelegt: Königsdörffer verbrachte danach noch Zeit bei früheren Mitspielern in der HSV-Kabine.

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