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Hertha BSC: „Kein Wunschkonzert“ – Leitl verzichtet offenbar auf Transfer!

Hertha-Fans

Fußball heute: Seit dem Abgang von Tjark Ernst sucht Hertha BSC einen neuen Torhüter – doch der heißeste Kandidat kommt aus den eigenen Reihen. Marius Gersbeck überzeugte beim 1:0 in Bochum, und weil Trainer Stefan Leitl seine Prioritäten woanders setzt, steigen die Chancen des Routiniers auf den Stammplatz.

Hertha BSC: Gersbeck überzeugt zum Auftakt

Nachdem Ernst zu Feyenoord Rotterdam gewechselt war, fahndeten die Berliner nach einem Nachfolger. Beim Zweitliga-Start in Bochum machte aber der 31-jährige Gersbeck sein Plädoyer: Wie die Bild berichtet, hielt er teils überragend, beherrschte als „Herr der Lüfte“ seinen Strafraum und zeigte starke Reflexe. Einmal rutschte ihm der Ball zwar durch, doch da hatte er das nötige Glück.

Der Auftaktsieg beim VfL Bochum ließ die zuvor von Zweifeln geprägte Stimmung rund um den Klub deutlich besser werden, wie liga-zwei.de anmerkt. Am Samstag im heimischen Olympiastadion könnte aus dem gelungenen Start sogar ein kleiner Höhenflug werden.

Leitl setzt andere Prioritäten

Zwar suchen Herthas Verantwortliche weiter nach einer neuen Nummer eins – für Leitl hat das aber keine Priorität. Auf die Frage eines Sky-Reporters, ob er gerne noch einen neuen Torwart hätte, blieb ein klares Ja aus. Stattdessen benannte der Coach andere Baustellen: „Auf den Außenverteidiger-Positionen haben wir definitiv Bedarf. Da herrscht ein Vakuum. In vorderster Front brauchen wir einen Spieler, der uns eine andere Qualität gibt.“ Diese beiden Positionen zu besetzen, sei zunächst wichtiger.

Übersetzt heißt das: Mit Gersbeck im Tor ist Leitl zufrieden. Bevor Hertha sein knappes Budget für einen Schlussmann ausgibt, sollen zunächst ein Stürmer und ein Außenverteidiger – vornehmlich für links – kommen. „Es ist ja kein Wunschkonzert“, betonte Leitl mit Blick auf die schwierige Marktlage und die beim Hauptstadtklub deutlich geschrumpften Gehaltsspielräume.

Warum die Zeichen für Gersbeck sprechen

Damit steigen die Aussichten des Routiniers auf einen dauerhaften Stammplatz. Bislang haben die Berliner nur einen Neuzugang präsentiert, den vom FC Burnley ausgeliehenen Oluwaseun Adewumi – weitere sollen folgen. Hält Gersbeck sein Niveau, winkt ihm drei Jahre nach der Rückkehr vom Karlsruher SC endlich der Durchbruch, abgesichert von den Talenten Tim Goller und Konstantin Heide.

Für zusätzlichen Rückenwind sorgt eine Personalie auf dem Transfermarkt: Torwart-Kandidat Nikolas Polster vom Wolfsberger AC steht laut Sky vor einem Wechsel zum niederländischen Klub NEC Nijmegen, der dafür rund zwei Millionen Euro Ablöse zahlen soll. Bewähren muss sich Gersbeck nun weiter – zunächst gegen Heidenheim, ehe im Pokal das Duell beim 1. FC Saarbrücken und danach das Auswärtsspiel bei Eintracht Braunschweig warten.

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