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Hamburger SV: Polzin hat besondere Pläne für den verletzten Remberg

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Fußball heute: Trotz seines Kreuzbandrisses soll Nicolai Remberg (26) beim Hamburger SV eine wichtige Rolle behalten. Das hat Trainer Merlin Polzin (35) laut nurdieraute deutlich gemacht. Für die Nachfolge im defensiven Mittelfeld gilt Kofi Amoako (21) als erster Kandidat, wie Bild berichtet. Am Samstag (15:30 Uhr, Sky) empfangen die Hamburger den VfB Stuttgart.

Hamburger SV: Polzin will Kapitän Remberg weiter einbinden

An der Wertschätzung für seinen Spielführer lässt der Coach keinen Zweifel. „Er ist unser Kapitän aus der absoluten Überzeugung heraus, dass er den HSV der Gegenwart und der Zukunft mit dem allerhöchsten Standard repräsentiert“, betonte Polzin laut nurdieraute. Daran ändert auch die schwere Verletzung nichts. Remberg bleibt damit ein zentraler Baustein.

Wie es zu dem Kreuzbandriss kam, lasse sich nicht mehr ändern, sehr wohl aber der Umgang damit. „Wir können beeinflussen, wie wir ihn weiterhin für die Mannschaft nutzen. Wie er den Jungs das Gefühl geben kann: Ich mache euch besser, auch wenn ich nicht neben dir trainiere oder neben dir im Volkspark auflaufe“, erklärte der Trainer.

Nicolai Remberg: Die Operation hat Vorrang

Polzin will dem 26-Jährigen zeigen, dass er weiterhin echten Einfluss hat, und seinen „Wert in der Mannschaft hochhalten“. Ideen hat das Trainerteam bereits reichlich gesammelt. Zunächst steht aber der Eingriff an. „Das ist jetzt das Wichtigste. Wenn da ein Haken dran ist, werden wir in den nächsten Wochen und Monaten eine Rolle finden, in der er uns weiterhin unterstützen kann.“

Laut Bild lässt Remberg die Verletzung am Freitag bei einem Spezialisten in London untersuchen und bespricht dort die Optionen für die Operation. Er fällt monatelang aus und dürfte die restliche Saison verpassen. Der als „Rambo“ bekannte Mittelfeldspieler präsentierte sich bei Instagram und in seinem ersten Medienauftritt dennoch entschlossen und zuversichtlich.

Kofi Amoako: Erster Kandidat für die Remberg-Nachfolge

Wer den Kapitän ersetzt, ließ Polzin auf der Pressekonferenz offen, grenzte den Kreis der Kandidaten aber ein. Ganz vorne liegt dem Blatt zufolge Amoako. „Kofi ist einer der Jungs, mit denen wir gesprochen haben, weil er für diese Position infrage kommt. Er hat in dieser Woche versucht, zu zeigen, dass er bereit ist und mehr will“, sagte der Coach.

Für den sechsmaligen U20-Nationalspieler wäre es eine große Chance. Amoako kam für 1,8 Millionen Euro aus Dresden, tat sich in Hamburg zunächst aber schwer. Remberg war gesetzt, andere Spieler stachen im Training mehr hervor. Sein erster Einsatz folgte erst beim 3:2 in Hoffenheim, nun könnte er gegen Stuttgart in der Startelf stehen.

HSV-Mittelfeld: Vuskovic und Nadir als weitere Optionen

Eine weitere Variante hängt an Mario Vuskovic (24). Seine Dopingsperre endet am 15. November, findet er danach schnell zu voller Fitness, wäre er ein Kandidat für die erste Elf. Polzin könnte dann Nicolás Capaldo (28) aus der Dreierkette ins defensive Mittelfeld ziehen. Bis dahin vergehen allerdings noch mehrere Wochen.

Auch Bilal Nadir (22) kommt für die Position infrage, sofern er sich weiter steigert. Allerdings gilt er eher als Passgeber denn als Balleroberer. Rembergs Rolle als Zweikämpfer im Zentrum würde er damit anders interpretieren. Eine Eins-zu-eins-Lösung gibt es im Kader also nicht.

Claus Costa: HSV-Sportdirektor sondiert den Wintermarkt

Sportdirektor Claus Costa (42) und sein Team schauen sich deshalb bereits auf dem Markt um. Als besonders interessant gilt eine Leihe für die zweite Saisonhälfte. Ob alles nach Plan läuft, ist ohnehin fraglich. Weitere Verletzungen bis zum Winter würden einen Transfer unumgänglich machen, darauf bereitet sich der Klub bereits vor.

Im Idealfall müsste der HSV gar nicht nachlegen. Dafür müsste Amoako allerdings beweisen, dass er die Lücke im Zentrum schließen kann. Die Partie gegen Stuttgart wird damit zum ersten echten Test für den 21-Jährigen in der Startelf. Überzeugt er, könnte sich die Suche nach Verstärkung im Winter erübrigen.

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