Harry Kane hat sich mitten im Vertragspoker beim FC Bayern zu einem Wechsel nach Spanien geäußert. Im Interview mit der Marca räumte der 33-Jährige ein, dass es in der Vergangenheit Gespräche über einen Transfer in die La Liga gab, wie fcbinside, fussballtransfers.com und focus.de berichten. Eine Tür schließt der Stürmer dabei nicht – obwohl er sich in München äußerst glücklich fühlt.
FC Bayern: Kane bestätigt frühere Gespräche mit spanischen Klubs
„Ich würde nicht sagen, dass es konkrete Gelegenheiten gab, aber es gab in der Vergangenheit einige Gespräche“, sagte Kane gegenüber Marca. Es habe Momente gegeben, in denen das hätte passieren können. Welche Klubs mit seinem Umfeld sprachen, ließ der Angreifer offen. Die Aussagen beziehen sich ausdrücklich auf frühere Kontakte, eine aktuelle Verhandlung lässt sich daraus nicht ableiten.
Für die Zukunft will sich der Kapitän der englischen Nationalmannschaft trotzdem nicht festlegen. „Wie wir wissen, kann im Fußball alles passieren. Ich schließe nie etwas aus“, erklärte er. Im Moment sei er in Deutschland aber äußerst glücklich. Für Bayern-Fans ist der Satz dennoch ein kleiner Stich, weil er ausgerechnet in eine Phase fällt, in der der Klub den Torjäger langfristig binden will.
Harry Kane schwärmt von Real, Barça und Atlético
Auffällig ist zudem Kanes Wertschätzung für die spanischen Topklubs. Real Madrid, den FC Barcelona und Atlético zählt er zu den größten Vereinen der Welt, Cristiano Ronaldo und Lionel Messi nennt er als Vorbilder seiner Jugend. Weil Real und Barça in der Vergangenheit wiederholt mit Mittelstürmern in Verbindung gebracht wurden, dürfte sein Satz, nichts auszuschließen, für Aufmerksamkeit sorgen.
Barcelona fehlt aktuell ein Mittelstürmer von Kanes Kaliber, weshalb den Katalanen laut fussballtransfers.com gesteigertes Interesse am England-Kapitän nachgesagt wird. Den Vertragspoker in München verfolge der Klub demnach aufmerksam. Eine konkrete Spur zu einem der drei genannten Vereine existiert laut focus.de allerdings nicht – zumindest bislang.
FCB-Vertragspoker: Dreesen verhandelt, Hoeneß ist optimistisch
Beim FC Bayern ist Kane bis Sommer 2027 gebunden. Der Klub arbeitet an einer Verlängerung, im Raum steht ein Dreijahresvertrag bis 2029, Vorstandschef Jan-Christian Dreesen führt die Gespräche. Uli Hoeneß bezeichnete diese zuletzt als positiv, was in München als Zeichen gewertet wird, dass eine Einigung grundsätzlich möglich ist.
Ein Selbstläufer sind die Verhandlungen dennoch nicht. Bei Laufzeit und Ausstiegsklausel liegen die Seiten laut fussballtransfers.com noch auseinander. Gerade eine Ausstiegsklausel wäre für die Bayern heikel, weil sie genau jenen spanischen Klubs eine Tür öffnen würde, die Kane in seinem Interview so ausdrücklich lobt.
Kane-Zukunft: Von Al Hilal bis Tottenham – viele Optionen im Spiel
Parallel sondiert das Lager des Stürmers offenbar seine Optionen. Laut Teamtalk gilt Al Hilal aus Saudi-Arabien als lauwarme Spur, Ex-Klub Tottenham und Manchester United wären im Ernstfall zu einem Vorstoß bereit, auch Real Madrid und der FC Barcelona spielen demnach eine Rolle. Für einen Spieler mit Kanes Format ist eine derartige Interessentenliste wenig überraschend.
Entscheidend ist für die Bayern zunächst, ob sie ihren Torjäger über 2027 hinaus halten können. Ob La Liga irgendwann eine Rolle spielt, bleibt offen – Kane selbst hat mit seinen Worten dafür gesorgt, dass diese Frage nicht verstummt. Bis zur Unterschrift unter einen neuen Vertrag dürfte jedes Interview des Stürmers in München genau gelesen werden.
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