Dynamo Dresden News beim Fußball heute: Fast 80 Prozent Ballbesitz hatte der 1. FC Magdeburg zeitweise – gewonnen hat trotzdem Dynamo Dresden. Mit dem 2:0 (1:0) im Elb-Clasico beendete das Team von Trainer Thomas Stamm (43) eine mehr als zweimonatige Durststrecke. Wie bild.de und tag24.de berichten, sorgt vor allem die Herangehensweise für Gesprächsstoff.
Dynamo Dresden: Erlösung im Elb-Clasico gegen Magdeburg
Früh brachte Kapitän Niklas Hauptmann (30) die Gastgeber per Elfmeter in Front. Anders als zuletzt gegen Osnabrück gab die Führung diesmal Stabilität. „Das waren drei wichtige Punkte, die uns vor allem ein bisschen mehr Mut und Selbstverständnis fürs nächste Spiel geben. Denn es war schon ganz schön viel Druck drauf“, sagte der Torschütze laut bild.de.
Fünf sieglose Partien hatten Stamm zuvor in die Kritik gebracht, der Derbysieg verschafft ihm nun Luft. In der Tabelle der 2. Bundesliga klettert Dynamo mit acht Punkten auf Rang elf. Für den Klub ist das ein erster Schritt weg von der Unruhe der vergangenen Wochen.
SGD-Coach Stamm: Keine Abkehr von der Spielidee
Einen grundsätzlichen Kurswechsel schloss der Schweizer dennoch aus. „Ich bin so überzeugt von den Jungs und der Spielweise, dass wir die Art und Weise nicht ändern werden. Es geht einfach um einen guten Mix aus hohem Pressing und tiefer stehen“, betonte der Coach. Das Selbstvertrauen aus dem Duell mit dem Rivalen könne man nun mitnehmen.
Gegenüber tag24.de wurde Stamm noch deutlicher: „Wer mich kennt, weiß, dass ich überzeugt von den Jungs sowie von der Art und Weise unseres Fußballs bin. Das werde ich nicht verändern.“ Gleichzeitig räumte er ein: „Manchmal braucht es dreckige Siege.“ Seine Mannschaft habe in den richtigen Momenten Räume geschlossen und Situationen gut aufgelöst.
1. FC Magdeburg: Viel Ballbesitz, kaum Gefahr
Sichtbar anders als gewohnt trat Dresden dabei auf. Statt durchgehend hoch anzulaufen, zog sich die Mannschaft zurück und ließ den Gegner kommen – ähnlich wie es eine Woche zuvor der VfL Osnabrück gegen Dynamo getan hatte. Bemerkenswert: Stamm schickte erstmals in dieser Saison dieselbe Startelf aufs Feld, nur die Ausrichtung war eine andere.
Magdeburg rannte sich an der gut organisierten Abwehr fest. Emmanuel Iyoha (29) und Baris Atik (31) blieben meist auf harmlose Distanzschüsse beschränkt. „In diesen Phasen haben wir wenig bis gar nichts zugelassen“, lobte Stamm. „Mit der Art und Weise, wie wir es defensiv gemacht haben, bin ich sehr zufrieden. Das war vielleicht das Wichtigste.“
Kapitän Hauptmann: Bewusst tiefer oder nicht?
Ob die defensivere Grundordnung geplant war, sehen Trainer und Kapitän allerdings unterschiedlich. „Wir haben phasenweise bewusst tiefer verteidigt. Das Hauptaugenmerk lag diesmal auf der Defensive“, erklärte Hauptmann. Sein Coach widersprach: „Für mich war es keine Entscheidung, tiefer zu stehen.“ Spielstarke Gegner würden einen eben immer mal reindrücken.
Einig sind sich beide zumindest darin, dass Anpassungsfähigkeit der Schlüssel ist. Hauptmann, der nach dem Abpfiff für sein 200. Dynamo-Spiel geehrt wurde, gab offen zu, dass derzeit die Leichtigkeit fehle. „So dreckig fand ich den Sieg heute gar nicht“, stellte er klar. Es sei vor allem um Haltung gegangen – und darum, Fehler auszubügeln.
Michael Hefele: Lob vom Ex-Aufstiegshelden
Lob gab es auch von der Tribüne. Ex-Aufstiegsheld Michael Hefele (36), der kürzlich seine Fußball-Lehrer-Lizenz abgeschlossen hat, war angetan: „Das hat Dresden richtig gut gemacht.“ Die Gegenstöße müsse der Klub allerdings besser ausspielen. „Diese Idee, später anzulaufen und dadurch Körner zu sparen, ist für mich in der 2. Liga deutlich vielversprechender.“
Am kommenden Sonntag geht es zum Tabellenletzten Holstein Kiel. Nach dem Derbysieg dürfte die Vorbereitung deutlich entspannter verlaufen, auch wenn Stamm warnt, dass man sich im nächsten Spiel alles neu erarbeiten müsse. Sein Ausblick fällt dennoch zuversichtlich aus: „Wenn wir den Mix hinkriegen, kann es spannend werden!“
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2. Bundesliga: Tipps & Quoten
SV Darmstadt - FC St. Pauli
23.10.2026, 18:30 Uhr - Merck-Stadion am BöllenfalltorVfL Bochum - VfL Wolfsburg
23.10.2026, 18:30 Uhr - Vonovia Ruhrstadion1. FC Heidenheim - Energie Cottbus
24.10.2026, 13:00 Uhr - Walter-Birkhold-Jugendstadion1. FC Magdeburg - Karlsruher SC
24.10.2026, 13:00 Uhr - MDCC-ArenaHertha BSC - Arminia Bielefeld
24.10.2026, 13:00 Uhr - Olympiastadion Berlin1. FC Nürnberg - 1. FC Kaiserslautern
24.10.2026, 20:30 Uhr - Max-Morlock-StadionEintracht Braunschweig - Hannover 96
25.10.2026, 13:30 Uhr - Eintracht-StadionHolstein Kiel - Dynamo Dresden
25.10.2026, 13:30 Uhr - Holstein-StadionVfL Osnabrück - Greuther Fürth
25.10.2026, 13:30 Uhr - Bremer Brücke

VfL Wolfsburg
1. FC Magdeburg