Fußball heute: Tom Bischof hat sich für eine klare Priorität entschieden – und die heißt U21. Trotz seines starken Auftritts im zweiten A-Kader von Bundestrainer Jürgen Klopp kehrt der Bayern-Mittelfeldspieler zur U21-Nationalmannschaft zurück. „Ich bin mit der U21 noch nicht fertig. Ich will definitiv bei der Europameisterschaft nächsten Sommer dabei sein“, betonte er laut Transfermarkt. Am Dienstag (18.00 Uhr, ProSieben MAXX) bietet sich die Gelegenheit dazu: Mit einem Sieg gegen Georgien kann die DFB-U21 in Bielefeld die EM-Qualifikation perfekt machen.
DFB-U21: Bischof kehrt zurück – Tresoldi übernimmt Kapitänsbinde
Die Ausgangslage ist dabei komfortabel. Deutschland führt Gruppe F der EM-Qualifikation nach acht Spielen mit 21 Punkten – ein Sieg würde die direkte Teilnahme an der EM 2027 in Serbien und Albanien so gut wie sichern. Nur der Gruppensieger und der beste Zweitplatzierte qualifizieren sich direkt. Bischof war als Kapitän der U21 gesetzt, wurde jedoch von Klopp für die Nations-League-Spiele gegen Serbien und Griechenland in den zweiten A-Kader hochgezogen. Klopp hatte das selbst erklärt: „Er spielt auch nicht jede Woche drei Spiele, also wird er zuerst mit der U21 spielen und dann zu uns stoßen.“ Für die beiden abschließenden Quali-Spiele gegen Malta und Georgien übernahm deshalb Nicolo Tresoldi die Kapitänsbinde – er hatte sie bereits beim 4:0-Sieg in Lettland nach Bischofs Auswechslung getragen.
Bischofs Marktwert-Entwicklung unterstreicht seinen Aufstieg eindrucksvoll. Im Sommer 2025 wechselte er für lediglich 300.000 Euro Ausbildungsentschädigung von Hoffenheim zu Bayern – sein Marktwert betrug damals bereits 30 Millionen Euro. Inzwischen ist er auf 45 Millionen Euro gestiegen und damit hinter Lennart Karl (60 Mio.) und Said El Mala (50 Mio.) der drittwertvollste deutsche U21-Spieler. Beim FC Bayern trägt der Linksfuß die Rückennummer 8 – die er zu Beginn dieser Saison von Leon Goretzka übernahm.
Tom Bischof: Bescheidenheit trotz Mertesacker-Lob und Klopp-Kader
Per Mertesacker, künftiger DFB-Geschäftsführer, zeigte sich nach Bischofs Auftritt im A-Kader begeistert: „Seine Spielintelligenz hat mich schwer beeindruckt.“ Trotz solcher Worte bleibt Bischof geerdet. Die Konkurrenz im Mittelfeld ist groß – bei Bayern hinter Kimmich und Pavlović, national mit Stach und Nmecha als weiteren Kandidaten. Bischof selbst gibt sich bescheiden: „Am Ende entscheide nicht ich das. Ich gebe einfach alles, dass ich ein Teil davon bin.“ Vorerst aber zählt ein Sieg gegen Georgien – und der erste Schritt zur EM 2027.
