Gladbach News beim Fußball heute: Bei Borussia Mönchengladbach hat der Fehlstart offenbar personelle Konsequenzen. Nach Informationen der Rheinischen Post ist Eugen Polanski am Sonntagmorgen als Cheftrainer zurückgetreten. Eine offizielle Bestätigung des Vereins stand zunächst noch aus. Einen Tag zuvor hatte die Borussia beim SC Freiburg mit 0:5 verloren und damit auch das dritte Bundesliga-Spiel der neuen Saison abgegeben.
Das Ergebnis in Freiburg war dabei nur der vorläufige Tiefpunkt eines Saisonstarts, der am Niederrhein zunehmend für Unruhe sorgte. Gladbach begann die Spielzeit mit einem 0:3 bei RB Leipzig, verspielte anschließend gegen Aufsteiger SV Elversberg eine 3:1-Führung und verlor noch mit 3:4. In Freiburg blieb die Mannschaft offensiv nahezu wirkungslos und kassierte in der Schlussphase drei weitere Gegentreffer.
Borussia Mönchengladbach mit historischem Fehlstart
Nach drei Spieltagen steht Borussia Mönchengladbach ohne einen Punkt und mit einem Torverhältnis von 3:12 am Tabellenende. Einen schlechteren Start hat die Borussia in ihrer Bundesliga-Geschichte noch nicht hingelegt. Besonders problematisch ist die Zahl der Gegentore: Auf drei Treffer in Leipzig folgten vier gegen Elversberg und schließlich fünf beim SC Freiburg.
Gegen die Breisgauer trafen Yannik Engelhardt und Igor Matanovic jeweils doppelt, Maximilian Eggestein sorgte für den Endstand. Ausgerechnet Engelhardt hatte in der vergangenen Saison noch auf Leihbasis für Gladbach gespielt. Zusätzlich verlor die Borussia Kapitän Tim Kleindienst kurz nach der Pause mit Gelb-Rot. Der Angreifer wird damit im kommenden Heimspiel fehlen.
Schon nach der Niederlage gegen Elversberg hatte Kleindienst öffentlich Kritik am Auftreten seiner Mannschaft geübt. Anschließend kam es zu einem klärenden Gespräch innerhalb des Vereins. Die Reaktion auf dem Platz blieb allerdings aus. In Freiburg geriet Gladbach schon vor der Pause mit 0:2 in Rückstand und brachte selbst kaum gefährliche Aktionen zustande.
Borussia Mönchengladbach: Schröder vermied Polanski-Bekenntnis
Unmittelbar nach der 0:5-Pleite hatte Sportdirektor Rouven Schröder bei Sky Sport bereits darauf verzichtet, Polanski den Rücken zu stärken. Stattdessen kündigte er Gespräche mit dem Trainer, der Mannschaft und dem Mannschaftsrat an. Besonders deutlich wurde Schröder bei seiner Bewertung der sportlichen Lage: „So wird das mit der Bundesliga nichts.“
Polanski selbst übernahm nach der Niederlage ebenfalls Verantwortung. Der 40-Jährige verwies auf die Vielzahl individueller Fehler und zeigte sich vor allem vom Defensivverhalten seiner Mannschaft überrascht. Noch im Mai hatte die Vereinsführung entschieden, nach Platz zwölf in der Vorsaison mit Polanski weiterzumachen. Sein Vertrag war ursprünglich bis 2028 datiert.
Der frühere Gladbacher Profi hatte die Mannschaft im November 2025 zunächst übernommen und den Verein durch eine schwierige Saison geführt. Nach der anschließenden Saisonanalyse entschied sich Sportdirektor Schröder bewusst für Kontinuität. Weniger als vier Monate später steht die Borussia nun erneut vor einem Trainerwechsel.
Borussia Mönchengladbach empfängt als Nächstes Mainz
Viel Zeit für die Suche nach einer Lösung bleibt nicht. Am Samstag, 19. September, empfängt Gladbach den 1. FSV Mainz 05 im Borussia-Park. Danach folgt eine längere Länderspielpause, ehe am 11. Oktober das Auswärtsspiel beim 1. FC Köln auf dem Programm steht.
Wer die Mannschaft gegen Mainz betreuen wird, war am Sonntagvormittag zunächst noch offen. Für die Borussia geht es unabhängig von der Trainerfrage darum, die Negativserie schnell zu stoppen: In der aktuellen Bundesliga-Saison wartet Gladbach nicht nur auf den ersten Punkt, sondern nach den Niederlagen gegen Leipzig, Elversberg und Freiburg auch noch auf das erste Spiel mit weniger als drei Gegentoren.
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