Bundesliga heute: Ein früher Treffer von Maximilian Mittelstädt hat dem VfB Stuttgart in der Bundesliga einen 1:0-Sieg gegen Werder Bremen beschert. Die Gäste bestimmten weite Teile der zweiten Hälfte und hätten sich den Ausgleich verdient gehabt. Doch die Stuttgarter Abwehr hielt den ständigen Flanken bis zum Schluss stand.
VfB Stuttgart: Mittelstädt-Tor reicht zum Sieg gegen Werder
Das Tor des Tages fiel bereits in der 7. Minute. Grischa Prömel flankte scharf von rechts, der Ball rauschte an allen Spielern vorbei, und Mittelstädt traf am langen Pfosten direkt mit links ins linke obere Eck. Bis zur Pause war der VfB die flüssigere Mannschaft, Führich, El Khannouss und Chabot verpassten das mögliche 2:0.
Nach dem Seitenwechsel drehte sich das Bild komplett. Werder übernahm die Kontrolle, schlug Flanke um Flanke in den Strafraum und hätte einen Treffer verdient gehabt. Die Stuttgarter Defensive stand jedoch sicher und brachte den knappen Vorsprung über die Zeit – auch weil die Gastgeber im entscheidenden Moment immer wieder ein Bein dazwischen bekamen.
Werder Bremen: Füllkrugs Torserie reißt in Stuttgart
Niclas Füllkrug blieb diesmal ohne Treffer, damit endete seine Serie von sieben Bundesliga-Spieltagen in Folge mit eigenem Tor. Seine beste späte Chance hatte er in der 84. Minute, als er eine Flanke von Chuki vorbeiköpfte. Schiedsrichter Storks hatte allerdings schon zuvor wegen eines Schubsers gegen Chabot abgepfiffen.
Überhaupt war Seimen der Garant für die weiße Weste. Er entschärfte einen Drehschuss von Ludovit Reis (75.) und in der Nachspielzeit einen Distanzschuss von Deman (90.+3). Am Ende ging sogar Hein bei einer Ecke mit nach vorne, doch weder er noch einer seiner Mitspieler kam an den Ball. Arthur hatte es in der 70. Minute aus der Distanz versucht, der Ball flog jedoch über das Tor.
Finn Jeltsch: Eingewechselter Nationalspieler überzeugt
Einen starken Auftritt legte der eingewechselte Finn Jeltsch hin, den Hoeneß in der 55. Minute für Luca Jaquez gebracht hatte. Für einen Block gegen Njinmah gab es Applaus (69.), zudem holte er mit robustem Körpereinsatz einen Abstoß heraus. In der 74. Minute wurde ihm allerdings ein Trikotzupfer gegen den ebenfalls eingewechselten Bremer abgepfiffen.
Um den Vorsprung zu sichern, reagierte Hoeneß in der 83. Minute erneut. Atakan Karazor, der unter der Woche mit muskulären Problemen zu kämpfen hatte, ersetzte Yanik Spalt, Ermedin Demirovic kam für Chris Führich. Karazor stoppte in der Schlussphase sowohl Reis als auch Chuki, Undav blockte die letzte Flanke von Arthur.
Cedric Itten: Bremens letzte Offensivkarte sticht nicht
Werder warf dagegen alles nach vorne. Zunächst kamen Justin Njinmah für den offenbar verletzten Toptorjäger Marco Grüll (65.) und Chuki für Senne Lynen (67.), in der 86. Minute folgte Cedric Itten für Eren Dinkci. Itten gewann sofort ein Kopfballduell nach einer Flanke von Deman, fand aber keinen Mitspieler.
Auch der VfB hatte Chancen auf das 2:0. In der 75. Minute lief Dinkci Führich nach und stoppte dessen Konter, sechs Minuten später wurde ein Drehschuss von Undav nach Zuspiel von Tiago Tomas geblockt. Bereits in der 57. Minute hatte Hein einen Schuss von Mittelstädt an den Pfosten gelenkt – die Entscheidung blieb so bis zum Abpfiff aus.
Stuttgart – Bremen: Kuriose Szene und ein ungewohnt knappes Duell
Kurios wurde es in der 89. Minute, als Friedl den Ball gegen den Schiedsrichter schoss und das Spiel kurz unterbrochen werden musste. Mittelstädt hatte zuvor signalisiert, dass er mit seinen Kräften am Ende war (82.). Gelb sahen im Spielverlauf Füllkrug (24.), Deman (45.) und Grüll (53.).
Die Historie hatte ein torreiches Duell versprochen, das letzte torlose Bundesliga-Aufeinandertreffen beider Klubs gab es 2006 unter Giovanni Trapattoni und Thomas Schaaf. Diesmal reichte ein einziger Treffer. Stuttgart verteidigte den Vorsprung aus der 7. Minute über mehr als 80 Minuten, Werder bleibt trotz einer starken zweiten Hälfte ohne Punkt.
Tore VfB Stuttgart – Werder Bremen:
1:0 Maximilian Mittelstädt (7.)