Fußball heute: Trotz seines langfristigen Vertrags beim 1. FC Köln macht Said El Mala aus seinen großen Zielen kein Geheimnis. „Träume gibt es immer“, sagte der 20-Jährige im Interview mit RTL/Sky Sport, wie sport.de berichtet. Irgendwann will der Nationalspieler auch in der Champions League auflaufen.
1. FC Köln: El Mala träumt von der Champions League
„Ich möchte irgendwann viel erreichen und auch einmal Champions League spielen. Wann dieser Moment kommt, kann ich nicht sagen. Aber irgendwann wird es passieren“, erklärte El Mala. Ein Abschied steht trotzdem nicht unmittelbar bevor, denn in Köln ist er noch bis ins Jahr 2031 gebunden.
Dabei hätte der Flügelspieler schon im vergangenen Sommer gehen können. Demnach stand Borussia Dortmund kurz vor einer Verpflichtung, konnte sich mit Köln aber nicht einigen. Kurz darauf verlängerte El Mala um ein Jahr. „Ich habe mich für Köln entschieden, weil ich mich hier einfach wohlgefühlt habe. Ich wollte nicht weg, auch wenn es viele Anfragen gab.“
Said El Mala: Die Kölner Pläne gaben den Ausschlag
Überzeugt haben ihn vor allem die Gespräche mit den Verantwortlichen. „Aber ich habe viel mit dem Vorstand und dem Trainer gesprochen und mir die Planungen für die Mannschaft angehört. Wenn ich mir das jetzt anschaue, wurde das genauso umgesetzt.“ Für den Klub ist das ein Beleg, dass sich die Überzeugungsarbeit ausgezahlt hat.
Auch Gerüchte über ein Interesse von Paris Saint-Germain lassen ihn nicht kalt, wie Geissblog berichtet. „Es wäre falsch, wenn mich das nicht ehren würde. Das ist ein Riesenclub.“ Er konzentriere sich aber auf den FC und wolle Stadt und Verein glücklich machen. Die Spekulationen um seine Zukunft dürften damit dennoch weitergehen.
FC-Profi El Mala: Großes Lob für Bruder Malek
Ein besonderes Erlebnis war für El Mala das vergangene Wochenende. Erstmals stand er in der Bundesliga gemeinsam mit seinem Bruder Malek auf dem Platz, der beim 1:1 bei Union Berlin den Ausgleich erzielte. „Er ist kein normaler Stürmer. Er kommt nicht entgegen, sondern geht tief. Er hat Tempo und Technik für seine Größe, ist eiskalt in der Box.“
Entsprechend groß war die Freude in der Familie. „Unsere Eltern waren im Stadion“, erzählte El Mala, nach dem Spiel seien sie extrem glücklich und sehr stolz gewesen. Beim Videotelefonat am nächsten Tag habe seine Mutter keine Stimme mehr gehabt. Für ihn sei das Tor des Bruders aber nur der Anfang gewesen.
DFB-Team: El Mala erneut von Klopp nominiert
Nach seinem ersten Doppelpack für Köln beim Pokalsieg gegen Union Berlin ist El Mala wieder für die Nationalmannschaft nominiert. „Ich freue mich sehr darauf anzureisen und will einfach wieder Gas geben, wie beim letzten Mal.“ In den ersten Spielen sei er noch nervös gewesen, inzwischen versuche er, locker zu bleiben.
Bundestrainer Jürgen Klopp sprach den Offensivspieler bei seinem Anruf sogar auf seinen Bruder an. „Diesmal hat er mich darauf angesprochen, dass ihn gefreut hat, dass mein Bruder reingekommen ist und ein Tor gemacht hat.“ Selbstverständlich sei das nicht, die Geschichte habe er Malek direkt weitererzählt. Auch der habe sich sehr gefreut.
Said El Mala: Der Kölner will noch unberechenbarer werden
Sportlich hat sich der 20-Jährige viel vorgenommen, da ihn die Kontrahenten inzwischen häufig doppeln. „Ich will noch unberechenbarer werden, damit sich die Gegner nicht auf mich einstellen können.“ Seine leicht veränderte Position tue ihm sehr gut, das Union-Spiel habe ihm gezeigt, wie einfach Fußball mit einem Querpass sein könne.
Mit dem Rummel um seine Person kann El Mala inzwischen umgehen. Anfangs sei das schwierig gewesen, mittlerweile sei es Normalität und er genieße die Zeit. Fertig ist er nach eigener Aussage aber noch lange nicht: „Ich bin noch nicht durch, ich habe einen langen Weg vor mir.“ Für Köln ist diese Haltung die beste Nachricht.
