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Formel 1: Charles Leclerc mit eigener Version zur Schuldfrage im Hamilton-Zoff

FORMULA 1

Formel 1 heute: Nach dem Ferrari-Zoff von Mexiko versucht Charles Leclerc, die Wogen zu glätten. Sein Startduell mit Lewis Hamilton sollte aus seiner Sicht kein großes Gesprächsthema im Team sein, wie RacingNews365 berichtet. Hinter den Kulissen soll es nach dem Rennen dagegen deutlich weniger entspannt zugegangen sein.

Charles Leclerc: Ferrari-Pilot spielt das Duell mit Hamilton herunter

Man kämpfe schließlich um den Sieg, da bleibe für beide nur sehr wenig Spielraum, erklärte Leclerc. Am Ende hätten er und Hamilton auf dem Weg in Kurve vier einen Fehler gemacht, zu einer Berührung sei es aber nicht gekommen. Weil beide geradeaus fuhren, öffnete sich die Tür für Max Verstappen. Damit verteilt Leclerc die Schuld gleichmäßig auf beide Piloten.

Dabei hatte der Nachmittag für Ferrari perfekt begonnen. Hamilton startete von seiner ersten Pole-Position für den Rennstall, nach den ersten drei Kurven lagen beide Ferraris vorn. Dann griff Leclerc in Kurve vier außen an, beide kamen von der Strecke ab. Aus der Doppelführung wurde binnen einer Kurve ein Dreikampf, Hamilton fiel auf Rang drei zurück.

Ferrari-Strafe: Leclerc verteidigt seine Entscheidung

Für das Abkürzen erhielt Leclerc eine Fünf-Sekunden-Strafe, die Führung gab er dennoch nicht ab. Eine klare Rückmeldung habe er nicht bekommen, die Lage sei verwirrend genug gewesen, um den Platz zu behalten. Mit einer Strafe habe er gerechnet und beim Team kurz nachgefragt, was er nun tun solle. Ein Platztausch hätte ohnehin den Verfolger an die Spitze gebracht.

Solche Momente seien immer heikel, betonte Leclerc. Man wisse, dass man etwas tun müsse, nur stelle sich die Frage, auf welche Position man zurückfalle. Rang vier habe kaum Sinn ergeben, also sei er weitergefahren. Ob die Sanktion ausreiche, darüber könne man streiten. Beim nächsten Briefing werde das Thema aber sicher zur Sprache kommen.

Lewis Hamilton: Strafe für Leclerc aus seiner Sicht viel zu mild

Hamilton sah die Szene völlig anders. Schon am Funk klagte er, das Team habe große Probleme, die angegangen werden müssten. Nach dem Rennen argumentierte er, fünf Sekunden seien angesichts des Vorteils, in freier Luft fahren zu können, keine angemessene Strafe. Zudem forderte er klarere Regeln für Zweikämpfe bei Ferrari – eine Kritik an den Rennkommissaren und am Team zugleich.

Profitiert hat am Ende Verstappen. Er behielt die Spitze auch nach der von Valtteri Bottas ausgelösten Rotphase und dem zweiten stehenden Start und gewann. Leclerc fiel hinter Hamilton und Kimi Antonelli, der sich den Fahrertitel sicherte, auf Rang vier zurück. Ausgerechnet der Fahrer, der die Führung behalten wollte, verpasste so sogar das Podium.

Fred Vasseur: Journalist erwartet deutliche Worte vom Ferrari-Teamchef

Ganz so gelassen wie in seinen Aussagen wirkte Leclerc allerdings nicht. Journalist Edd Straw erlebte ihn im Hospitality-Bereich von Ferrari mit finsterer Miene, so GiveMeSport unter Berufung auf den YouTube-Kanal von The Race. Leclerc sei in den Fahrerraum marschiert, Teamchef Fred Vasseur folgte ihm. Zeitgleich habe Hamilton in der Pressekonferenz noch einmal nachgelegt.

Hinter verschlossenen Türen werde Vasseur seine Fahrer nicht wie Schulkinder behandeln, aber sehr bestimmt auftreten, ist Straw überzeugt. Wie viel auf dem Spiel stand, zeigt die WM-Wertung: Ein Sieg hätte Hamilton auf Rang zwei gebracht, nun fehlen ihm zwei Punkte auf Verstappen. Auch Leclerc hätte sich mit Platz zwei von Rang fünf aus verbessern können.

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