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1. FC Köln: Wagner erwartet bei Union „ein Stück weit Wut im Bauch“

Köln-Fans

Fußball heute: Am Dienstag fegte der 1. FC Köln den 1. FC Union Berlin mit 5:0 aus dem DFB-Pokal, am Sonntag (15:30 Uhr) steht an der Alten Försterei das schnelle Wiedersehen in der Bundesliga an. Trainer René Wagner rechnet mit einem völlig veränderten Gegner. Ein wichtiger Rückkehrer wird dabei noch fehlen.

1. FC Köln: Wagner warnt vor einem gereizten Gegner

„Das Spiel wird ein anderes sein. Union wird ein Stück weit Wut im Bauch haben und sich viele Dinge vornehmen“, sagte der Coach am Freitag. Vor eigenem Publikum würden die Berliner mutiger mit dem Ball agieren und auf ihre guten Heimauftritte aufbauen wollen. Nach dem Debakel vom Dienstag dürfte der Gastgeber auf Wiedergutmachung brennen.

Gewappnet sein müsse sein Team deshalb für jede Situation. Aus dem Pokalabend gelte es, „den Mut mitzunehmen“, zugleich dürfe niemand vergessen, dass trotz des deutlichen Resultats am Dienstag nicht alles rund lief. Euphorie ja, Leichtsinn nein. Mit dieser Haltung reist der FC in die Hauptstadt.

FC News: Ache steht in Berlin noch nicht im Kader

Personell gibt es im Vergleich zum Pokalduell keine Veränderungen. Ragnar Ache wird deshalb auch in Berlin nicht im Aufgebot stehen. „Ragy ist noch kein Thema, das kommt noch zu früh“, stellte Wagner klar. Köln muss damit erneut auf einen seiner wichtigsten Akteure verzichten, sein Comeback verschiebt sich um ein weiteres Spiel.

Bewusst geht der Klub bei ihm kein Risiko ein, weil man um die Bedeutung dieser Personalie wisse. Nach einer vollen Trainingswoche mit der Mannschaft soll Ache dann für das Spiel gegen Bayer Leverkusen eine Option sein. Bis dahin muss Wagner weiter ohne ihn planen, die Lösungen aus dem Pokalspiel bleiben also gefragt.

René Wagner: Der FC hat auch eine andere Seite

Lob verteilte Wagner für die Einstellung gegen Union. „Sie hatten den Willen, zu zeigen, dass Spiele wie gegen Schalke passieren können, dass wir aber auch eine andere Seite haben. Diese gilt es so oft wie möglich zu zeigen.“ Genau diese Reaktion hatte der Coach nach dem jüngsten Rückschlag sehen wollen.

Verändert habe man in der täglichen Arbeit dafür nichts, betonte Wagner. „Wir haben nichts Verrücktes gemacht, sondern an Details gearbeitet.“ Entscheidend sei gewesen, dass die Spieler daran geglaubt hätten, die Tore erzielen zu können. Dass sich das Team dafür mit fünf Treffern belohnt hätte, freue ihn ungemein.

Joel Schmied: Wagner verrät erste Personalentscheidung

Auch die Umstellung auf eine Dreierkette habe an der Spielidee nichts geändert. Personell rotierte der FC dagegen, und mehrere Akteure nutzten ihre Gelegenheit. „Viele Jungs haben es sich erarbeitet, dass es schwerer wird, sie rauszunehmen“, sagte Wagner und verriet, dass Joel Schmied auch in Berlin wieder spielen werde. Die Pokalelf hat sich damit in Stellung gebracht.

Begeistert zeigte sich der Trainer zudem von Paul Okon-Engstler, der erstmals in seiner „Paradedisziplin als Mittelfeldstrategen“ zu sehen gewesen sei und das „überragend gemacht“ habe. Wer zuletzt draußen blieb, müsse im Training nun noch mehr Gas geben. Genau diesen Konkurrenzkampf um die Plätze brauche der Kader.

Bundesliga: Köln wartet noch auf den ersten Auswärtssieg

Folgen soll nun der nächste Schritt, denn in der Fremde hat der FC in dieser Saison noch keinen Dreier eingefahren. „Der Auswärtssieg fehlt noch in dieser Saison. Wir werden mit aller Leidenschaft versuchen ihn zu holen“, blickte Wagner voraus. Ausgerechnet beim gerade erst deklassierten Gegner soll diese Serie enden.

Rückenwind gibt es nach dem Pokalabend reichlich, dazu einen Kader, in dem der Konkurrenzdruck spürbar gestiegen ist. Gleichzeitig weiß man in Köln, dass Union vor eigenem Anhang ein anderes Gesicht zeigen dürfte. Gelingt am Sonntag in Berlin der erste Erfolg, wäre das 5:0 endgültig mehr als nur ein Ausrutscher des Gegners.

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