Fußball heute: Am Dienstag flog der Hamburger SV im Volksparkstadion gegen Eintracht Frankfurt aus dem DFB-Pokal, am Sonntag folgt in der Bundesliga das direkte Wiedersehen – diesmal in Frankfurt. Trainer Merlin Polzin sieht darin keine Chance auf Wiedergutmachung. Spannend findet er die Konstellation aber allemal, zumal seine Mannschaft für jedes Szenario gewappnet sei.
Hamburger SV: Polzin erwartet ein ganz anderes Spiel in Frankfurt
Das frühe Pokal-Aus schmerze, lasse sich aber nicht korrigieren, weil es sich um einen anderen Wettbewerb handle, erklärte der Coach auf der Pressekonferenz. Interessant sei die Lage dennoch für beide Seiten. Nach der Analyse des Dienstagsspiels werde jedes Team nachjustieren. Der HSV kennt die Abläufe des Gegners damit so frisch wie selten zuvor.
Mit einer Kopie der ersten Halbzeit, in der die Hamburger reihenweise Chancen herausspielten, rechnet Polzin allerdings nicht. Die Eintracht habe im Pokal rotieren können, mehrere ihrer Topspieler gingen daher ausgeruht ins Duell am Sonntag. Zudem erwartet er personelle Veränderungen beim Gegner, dem er eine enorme individuelle Qualität bescheinigt.
HSV News: Lange Ausfallliste, Fragezeichen hinter Bornauw
Wenig verändert hat sich in der kurzen Woche die Personallage. Nicolas Capaldo, Nicolai Remberg, Mario Vuskovic, Bilal Nadir, Fabio Vieira und Yussuf Poulsen fallen weiterhin aus. Sechs Akteure fehlen damit vor dem Gastspiel bei der SGE. Für Polzin bleibt der Spielraum bei der Aufstellung entsprechend begrenzt.
Hinter Sebastiaan Bornauw steht zudem ein Fragezeichen. Er trainierte teilweise wieder mit der Mannschaft, weil er aber in so viele Zweikämpfe geht, will der Klub erst nach dem Abschlusstraining entscheiden, ob er sich vollständig fit fühlt. Erfreulich ist die Rückkehr von Jordan Torunarigha. Bei dieser Ausfallliste ist jede zusätzliche Option Gold wert.
Merlin Polzin: Mehr Mut und Tempo gegen die Eintracht
Verbessern will der HSV vor allem den Umgang mit dem Ball. Seine Elf solle im Ballbesitz präziser, mutiger und schneller beim Bespielen der Räume werden, die Frankfurt offenlasse, forderte Polzin. Gegen eine ausgeruhte Frankfurter Startelf dürften solche Lücken allerdings seltener entstehen. Umso wichtiger wird die Konsequenz im letzten Drittel.
Orientierung bietet dabei der Oktober. Mit drei Siegen und starken Auftritten habe sich gezeigt, welche Stärken das Team auszeichnen, darauf solle es vertrauen. Trotz der Niederlage in Paderborn sieht der Trainer seine Mannschaft weiter in der Entwicklung. Gerade nach zwei Rückschlägen sollen die guten Wochen im Herbst nun Selbstvertrauen geben.
El Ouahdi und Möller Wolfe: Polzin lobt seine Schienenspieler
Besonders angetan zeigte sich der Coach von Zakaria El Ouahdi und David Möller Wolfe. Die beiden Außenbahnspieler hätten die Energie, über die gesamte Spielzeit die Linie rauf und runter zu laufen. Genau dieses Profil habe der Verein im Sommer gesucht. Diese Vorgabe erfüllen beide damit voll.
Fortschritte seien für den HSV nur möglich, wenn die Mannschaft über sich hinauswachse, betonte Polzin. Das enorme Laufpensum der Flügelverteidiger sei dafür ein zentraler Baustein. Gegen die erholten Topspieler der Eintracht dürfte genau diese Laufbereitschaft am Sonntag entscheidend sein, wenn Hamburg die Pokal-Pleite vergessen machen will.
